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Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern · 1936-03-15 · 3 (15.3.1936) · p. Seite 8

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Journal
Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1936
Issue
3 (15.3.1936)
Date
1936-03-15
Page
Seite 8 (sequence 2)
Language
German
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Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereids für Bayern Nf, 3 -I ECHUHHAUS M. FLEISCHMANN t f IÄJNCHEN, THEATINERSTRASSE 17 t» f f J-r £ % >.!' "\ Spezialität: ■. BALL Y-SCHUHE y.—a-iy-* _■ - p. können, in die sie schreiben. Wie verschieden und. unfi^äßig aber die Zeildn&bstätide sind, das weiß, der Lehrer, darin schon. Erfahrungen Jiat . Aber das richtige Augenmraß dafür zugekommen, ist bei den Kindern. Sache der Übung. Es #äte daher sehr angebracht, eine der Eigenart der jüdischen •Scirift entsprechende Lineatur zu schaffen. Vorschläge .hierzu *ü|-den bereits unterbreitet.* -■f^Ini 3. oder 4. Schuljahr.tarn man mit der jüdischen Schreibschrift beginnen. Die jüdische SchredMchriit; ist d&e eigentliche ' l&rsive (Laufschrift) der 0:uadratjDruickschrift unidi.ist erwach- & r.wjeL 'die EntwickluiDgsgesdhdchtje der" Schriften! zeigt, aus %m 'Bedürfnis nach SchTeibsChnell'iigkeit. Die ' Gnihdforimen Jmd wie bei allen Kursivschriften beibehalten, aber durch das 3elkj und flüchtige Hinschreiben werden viele Büchstaben ' * i$ht, zusammengezogein) und miteinander verbunden. Arm Ecken treten Ifcundumgen oder Verschleifungen. Auch kommt in jeder Schreibschrift die Persönlichkeit des Schreibers (subjektives Moment) stark zum Ausdruck. Daher ist ein ^^naldidslus für;dfie oberen Klassen sinnlos. So lassen sich Pe-^^&'täubeii' der-Sdireftsdiiäft ohne weiteres von der Qiia- &at^^i¥eibsdbriit ateleiteni. Jedoch da, wo» viel Phantasie aufgeiwaradt', werden müßte, um den Zusammenhang zu erkennen, ist es besser, die Form eiinfach hinzuschreiben unid sie üben zu lassen.. Jede Verietostelunig soll dabei vermieden werden, :i&ön es handelt sieht hier nicht um Gewinnung eines Buchstabenelementes, sondern um dien möglichen schriftlichen Ausdruck eines bereits erkannten Buehstabeihls;. .'' Während aber bei den meisten Kursivem die Verbindungen •zWisjchen dem weitaus größten Teil der Buchstaiben möglich übd iduEchigeführt ist, «fällt dies -bei der jüdlischen KuTiSifve. aus. ©adurch geht ihr ein c&arakteristishes Merkmal verloren!... ^Wofirg®t es Leute, die die möglicheral und unmöglichsten:Verbindungen herstellen, doch uioter einer solchen Willkür leidet -.ftee JiesJ^ärkeit. Darin müßte eine Einheitlichkeit wenigstens für di6:%chulegeschaffen werden. y Am Anfang wird1 es bei den Kindern schwer halten, sie an neue Schrift zu 'gewöhnen!, denn sie haben 2 bzw. 3 Jähre injdeT AQnadrat-Schreibschr.ift geschrieben und. sich sehr daran gewöhnt. Außerdem erscheiinit diec Schreibschrift etwas unüb'ersichtlichv .Auch lassensich die Vokale nicht so" gut und schön ..anbringen. Doch es ist nur zum Vorteil' mit etwas. Energie "Iir der.'Zwischenzeit sind solche Hefte/.mitKgeeigneter Lineatur, jbere'its. erschieriein. D. Schriftltg. ' .' . 17. Särz 1886 — 17. Märx 1936 In memoriam Leopo 1 d Z n n z ^nianrrontwrTirairnnmnryiRmi . Die vi erim dz »ranzig Bücher der HEU SCHKIFT ' u.-rs.. '■ nach dem masoretischen. Texte in einem Bande in . ' '.■ vder; Übersetzung voii<-- '' f-;'^«. z u^z-; : ' : _ '.....>t H. Arnheim, Dr. Julius Fürst, Dr, ,M.. Sachs. CV Würdige Ausstattung — Ware .lateinische (Drucktype ' "" schwarzer Leinen-Einband Shrt GoldschVift''; 1 ■ ' ' :.'.<-.'.-':/' ■ " &■ Volkstümlicher Preis nur B9JL4.80 Zu beziehen durch jede jüdische .Buchhandlung oder; j. direkty. Lep:Alterthum-yerlag, Berün-6h"ari6t£ehburg9,! Kastanienallee 17 , / .*;' tXl ■■?\Alleinverkauf für Holland, Belgien, Luxemburg: Louis r? äp); Lamm,-Amsterdam Amstel 3sfür Balästiha: Rubin Mu5,'.>., Jerusalem, P.O.B.887 ';" ~ ",,T1"' ' diese Schrift den, -Kindern einzuprägen. j)a dies allerdings mir eine formale Sache .ist.'-kann dafür keine wesen'tliche Un'terrichtszeöt verwendet werdeft. Das ist Stoff der^ .häüs^Bohen.. beit. ■ -•<-. n. .; . ••' Welche Federn ikommen lür die Schreiibschrift in Präge? ,11? den mir. vorliegamden; Lesiehüchern aus Erez Israel, in dienert Texte in Schreibschrift abgedruckt sind, und auch in den (heute ausrangiefteri) IithogAaphischein Vorlagen, tritt•Iüns dij& Schlreiibschräft als eine' Spitztfederschriift entgegen. Da aibeT ^die Spiföfeder ads unhygienisoh aus der Schule verschwindet kann sie auch bei der. jüdischeri. SchTeibschrrft keine[Anwendtog finden. Es hleibt da^er.rnitqh.ts anderes VSatig,. sjemiajii'^öl]yäöt%a ndch,t^ jüdischien •■Schre4ibun,tferncht, mit 'deti .Bi^ik^^zn^ß^^&L Für uns Juden , ist das nur ein Zurückgreiferi; au| das . äfte Schreibwerkzeiig, ^Ke' Kielfedier, auf der die 'Konstrttktioh id^r Breitfedern beruht" Sp gab es eigeniliich' h^Ml^ diaT inan; die KieMeder als einziges Sclireibmittel benützt^'nür Breitf^defr Schriften, wie sie siclh in-der .Q.ua4V.atsofc|^t/^r Tfiiora; ä.^B. erhalten hat. Seat mf jyerwendijm!? '-dter' '&fäf<xfer;ämter;"e'i^slischeni Eirifluisse wurde die jüdische;^hr^scfinlffz;ü einer nachteiliiigen Spitzfederschriift. So dargestellt''3wäre!'die 'Einführung der Breitfederri für den jüdischen' Schreibunterricht nichts „Neues", sondern das Zurückkehren' iüim natürlichen Alten. ■ - / . ' " ■ (;ji; '! Dabei gibt es an. E. zwei Möglichkeiteii dlef Fyederh.verwendunig und somit der SchrMtgestalstunig. Wfie aten'/dia^«legj!t,'^t für die halboffene und offene Händhaltüing eifie "rechtssctiTäge To-Beder zu verwenden. Dabeii entstehen!,, ohne willkürlichen Druck auszuüben, dünne Auf- und dicke Abstriche. vWeoi;a'lso bei dieser Schreibschrift dicke Abstriche gefallen," der wird dieselbe Feder 'benutzen lassen, die im deutschen Sohreibunterricht auch verwendet ward, nämlich:. die: rech^sschräge Breitfedier. Die zweite' Möglichkeit ist ' die, dälß foed derselben offenen odler halboffenen, Handstellung eine Jünflcssdirägei rLy- Feder ^gebraucht wird. ' Dabei entstehen ■dicke".Wiaagrechte, weniger dicke.'Rundungen und dünne Senkrechte.. Pas/wärth dann auch die Elemente dieser Schirift. Der .Vorteil. hierbei liest dardni, daß diese •Sdhriftgestalt der Ouadratschpiftin.' den Schriiftelementen■:.. sehr ähntich ist. . Es, tolei'bt -aiber ••'deiöi ■■.Geschmack jedes■> einzelnien überlassen,, sich hier ».für. eineLder beiden Möglichkeiten zu entsch'eiden. , v■. ■ Mancher von uns-windsaigenv auf solche' Kledftigkeiten .können wir nicht .achten, dazu fehlt uns die Zeit,': oder, das--ist nicht nötig. Ich' igiauibö (niicht, daß dteseröEinW-aflii geltenndarf. ■Jeder. Lehrer, der..mitten in der.Unterriohtstätiiigkeit-; der. unteren Jahngänge steht, weiß, wie wich't^ es ist, gerade 'auf . solche äußerliche•,,Klieiinl'iichikeiten". :in' .diesen Jahrgängen zu achten,-um gleich von Awfang am eine .feste Ördinuinig'. undl -edtjüe Einheitlichkeit anzustreben.- -.-y-X-, '• ■ - . i-:.z;-u. "■'■ ■ :-:\ . ....... .v.o. Ycrcinsmittcilungen .•: : :^.:u :■. 1. Personalien. Vor wenigen Wochen konnteim wir an,dieser!- Stelle unserem Vereinsmitgliede S.; Freudenberger,rZu seinem 70. Geburtstage .gratuUeren. -Heilte müssen wirleider -mitteileh;;:- daß' diiesef treueTund /verdiente .Köllege. nach.! kurzem aber schwerem Leidem in der letzten;Februarwoche verschieden ist. .«Der-Verstorbene*.gehörte .•uoser*m4fereine sek~dem*Jahre4889 aiu und hat in dieser langen Zeit unsere Bestrebungen1 aufs tatkräftigste göförder^.,^^ werden ih-der nächsten Nummer unserer Mitteilungeh noch eine 'kürze. Würdigung der Persönlichkeit des .Heimgegangenen, aus Freundeshand: bringen.V Der 'Vereinwird dem. dafamigeganigeneni Kollegen eiinis,treues!- An^ .•deniben/bewahreh. \. v . .; i '.[y ' In schwere Trauer versetzt-, wurde -unser Vereinsimiiglied - Stuidiiehrat Josef •Erlebacherin Würzburg ^±oh^en'-]ähen T<od seiner Gattin 's.-AV, die dftm' -ira'friifieri. .MiteV'g^'is'^^o-cden ^i5tvi,W'ir bringenu.dem-;schwerigeprüften Kollege:n auch an die- ••ser^Stelle dieinnigste Teitaähmfc::,zMm Ausdruck. ^■-.M-f :]Upsefibel: ..^,Sp^^^ CM£Marx.\ Aüf. uh- ,'sere rEinigäbe; .-f^-.-;-'<^ftStäätÄMsiterÄU!ni' - für^ Unterricht •-und K'ültus'vom 7, 1.^6 ist-mris unterm 11. 2. 36;folgehdö"En*tsfchl;ieß.uTng..;z^ge®aiii)gen: „ ,.rlJ,.ljir:.'; ,..iU , ^'yS^'.;^;jöej:j,Jüdiische-, Lehrerver©mi;dn Bayern? tiafc'xium.«'die Einführungsigienehm'igung für 'die von Oilli Marx bearbeitete und'im Verlage von Rudolf Schick & Co. in Leipzig erschienene Fibel: „So gehts schnell" nachgesucht.

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