Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 4 (15.2.1936)
- Date
- 1936-02-15
- Page
- Seite 81 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 81 80. Geburtstag Frau Dina Einstein, München, Kaulbachstraße 65, begeht am 3. März in geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag. Frau Einstein war 20 Jahre als Verwalterin des Münchener Ferienunid Erholragsheim in Krumibach (Schwaben) tätig. Wir wünschen, daß sie noch viele Jahre in Gesundheit ihre wohlverdiente Ruhe genießen1 möge. Praktikantin für das Kindersanatorium Ebenhausen bei München Das Kindlersawatorium Zell-Bbenhausen bei München (leitender Arzt Prof. Dr. Benjamin) stellt zum 1. März 1936 noch eine Praktikantin ein zatr Ausbildung in Kinderpflege, Kindererziehung und Hauswirtschaift. Bewerbungen mit Lebenslauf, Lichtbild und persönlichen Referenzen an die Arastaltsledtung. Staatszionistische Organisation In 'einer Veranstaltiuiig dler Staatszionistischen Organisation sprach am 26. Januar Dr. Heideoker, Nürnberg, über: „Weg und Ziel des Staatszaonismus". „Revisionismus", so führte der Vortragende aus, „heißt nicht Revision des Zionismus, sondlem Revision der zionistischen Politik. Der Staatsziiarasmus wendet sich nicht gegen England, sondern a n England". Dr. Heidecker behandelte dann weiter das Verhältnis der Juden zu den Arabern, zum Legionsgedanken und wandte sich vor allem gegen idlen Klassenkampf, sowohl! von oben als auch von unten. Zum Schluß seiner Rede sagte der Vortragende: „Der Staatszionismus ruft die Juden der ganzen Welt zusammen, er ist bediingungsüos, indem er von seinen Menschen verlangt, Eingliederung in eine große nationale Front und Ausschaltung jedes persönlichen oder Gruppendnteresses. Nur so wird man imstande sein, das jüdische Volk aus seiner Not zu retten, damit aus Palästina werde: Erez Israel." Aus der Gemeinde Augsburg 40jähriges Dienstjubiläum von Dr. phil. Ernst Fränkl Am 1. Februar waren es 40 Jahre, seit Dr. Frärikl in der Augsburger Gemeinde als Lehrer und Chorregent tätig ist. Aus diesem Anlaß hatte sich die Gemeinide-Verwaltung am Samstag nachmittag mit den Schülern und Söhülerininen» im geschmückten Trausaal der Synagoge versammelt, tun den verdienten Jubilar und seine Gattin festlich zu ehren. Bin 'Begrüßungslied der Jugend und ein Festgedicht (Martin Cramer) gesprochen von Margot Hermann, leiteten über zu einer herzlichen Ansprache des Herrn Vorstarides Justizrat Di'. Strauß, worin er die Verdienste des Jubilars um die religiöse Ausbildung der letzten Generationen in der Gemeinde dankbar feierte. Herr Rabbiner Dr. Jacob krönte seine schönen, bewegten Worte mit dler hoühehrenden Verleihung des Ch> o w e r - T i t e 1 s an den Jubilar l'idie Urteil war außerdem noch von den Schülerin des Gefeierten, den Rabbinern Dr. Lämle, Frankfurt und Dr. Haymann, Heiibronn, ■unterzeichnet. Seinen Dank wußte der Jubilar mit dem Inhalt des Psalm 134 zu verbinden. Gesänge des Herrn O b e r ik a n t ö r H e i irri a n n (Halleluj a von Hummel) und des Synagögenchores (Psalm 134 von Lewandowsky), unter Stabführung von Dr. Walter Teutsch, bildeten eine wirkungsvolle Umralhmurig der Feier. MC. Aus der Gemeinde Bamberg Am i<9. Januar sprach im Rahmen; eines GemeAndeabencBs in der Synagoge ' vor einer zahlreichen Zuhörerschaft Dr. Paul Eppstein, Berlin, über „Jüdische S o iz i a 1 ä r ib e i t und Auswanderung". Der Kulturbund bereitete seinen Getreuen aim 30. Januar einen auserlesenem! Genuß: Joseph und Boris Schwarz erfüllten durch ihre Kunst die Synagoge .mit einer andachts- und weihevollen Stimmung. Anläßlich des ersten Jaforzeitstages von Altrabbiner Dr. AdoM Eckstein S.A., veranstaltete die Gemeinde am 2. Februar'auf dem Friedhof, in Anwesenheit der Hinterbliebenen, eine schlichte Gedenkfeier. Herr Rabbiner . Dr. Katten sprach über AdoM Eckstein äls geistige Erscheinung, bezugnehmend auf die Worte des Hoheliedes, die das Grabmal zieren: „Ich schlafe, aber HERREN.ANZ ÜGE Zuverlässig, elegant und reißverschlossen! In 28 Größen, euch für besonders schlanke und korpulente Herren 68.* 78.- 98.- 120.- BAMBERGER & HERTZ die zuverlässigen Kleiderfachleute mein Herz wacht." Der Rede folgte der Vortrag des „El mole rachamim" duroh Herrn Kantor Lent. Am Grabe nahim daran der Vorstand, Herr Dr. Morgenrotihi, das Ehrenmal in die Obhut der Gemeinde, die mit der in den Stein gemeißelten „Krone der Gelehrsamkeit" das Andenken Ecksteins für aide Zeiten schmücken wolle. Ein „Jehii roaora" und Kaddisch, gesprochen von Herrn 1. Kantor Schapiro, schloß die würdige Kundgebung. Das Grabmal (ein Doppelmal aus grobgestocktem Diabos mit Goldinschriift) ist eine Schöpfung des Architekten Fritz Landauer, München, die wach Material und künstlerischer Gestaltung gerade für ein würdiges Rafobfinergrab außerordentlich geglückt ist. Zionistische Ortsgruppe. Am 13. Januar 1936 hielt im überfüllten Saale des Jugendheimes Herr Dr. GapeHer vor •den Mitgliedern der Ortsgruppe und zahlreichen Gästen einen Vortrag über „Palästina im Aufbau, Eindrücke einer Reise". — Am 20. Januar hielt die Ortsgruppe eine Mitgliederversaimm-' lung irait Neuwahl der Vorstandschaft ab. Vorsitzender ist wiederum Herr Julius Strauß, gesohäftsführender Vorsitzender Herr Fritz Stein. Ablösungen statt Danktoarten. Herr und Frau Fritz Löbl anläßlich der Barmizwah ihres Sohnes Rudi. Aus bayerischen Gemeinden Kitzingen: Am 31. Dezember 1935, iand die Gemeindewahl statt. 1. Vorstatod wurde Herr Gustav Lauber, der bereits seit 28 Jahren der Verwaltung angehört. Zum (3. Vorstand wurde Herr Fritz Sonder, Gründer des Wohlfahrtsamtes, gewählt. Die Wahl des 3. Vorstandes fiel auf Herrn Oskar Hahn. Die Stelle eines Gemeindekassiers übernahm Herr Siegfried Stiebel. Als Gemeindekollegiumsmitglieder wurden gewählt: Emanuel Katzmann, Moritz Kkgmamn, Ignaz Heidingsfelder, Benno Frankenberger >und Alibert Rothstein, außerdem noch drei Ersatzmänner. Die Versammlung sprach dem bisherigen 1. Vorstand, Herrn Isidor ÜMmann, der seit 43 Jahren der Verwaltung angehörte, davon 18 Jahre als 1. Vorstand, ihren Danlk aus. Zum Zeichen der Verehrung wurde Herr UMtaann einstmnnig als Ehrenvorstand ernannt <unid mit einer künstlerisch ausgeführten Ehrenurkunde bedacht. Herr Kantor Bamberger hob nloch hervor, daß Herr Ulbnann sich iimmer bemühte, den religiösen Charakter der Gemeinde zu wahren. Das Gebot der Stunde: Elektriscb koeben! Bequem Sauber Wirtschaftlich Elektrische Kochherde in allen Preisl. u. unverbindl. 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