Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 4 (15.2.1936)
- Date
- 1936-02-15
- Page
- Seite 79 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr; 4 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 79 gilbt es einausgesprochen englisches Volkstum, das weit reicher entwickelt ist als das der alten Sachsen. Die Flut der Zeiten 'hatte die verschiedensten Elemente der Rasse, des Charakters und der Kultur an Englands Küste gespült, die im Iniseiklima zu einer harmonischen Einheit verschmolzen und gereift waren. In der Reformatioin entläßt dias mündig gewordene England seine lateinischen Lehrmeister, ohne die enge Verbindung mit den skandinavischen und deutschen Ländern wieder aufzunehmen. Britannien ist eine Welt für sieh geworden. An diesem Wendepunkt in Englands kultureller uwdi politischer Entwicklung, als es die Verbindung mit dem Festland allmählich löste, kam die Union mit Schottland zustande, während gleichzeitig der Ozean die Inselbewohner in die entferntesten Winkel der neu entdeckten Welt trug. Der Herrschaft über »das Meer, idas den Engländer 300 Iahre lang als Entdecker, Kaufmann und Siedler an alle Küsten der Erde geführt hat, verdankt er die Vielseitigkeit der Erfahrung uind den Weitblick, die ihn ebenso kennzeichnen wie die insulare Eigenart. In der Frühzeit heißt die Beziehung Britanniens zum Meer: Leiden und Empfangen, in der Neuzeit: Herrischen und Erobern. Beides zusammen gibt den Schlüssel zum Verständnis der Geschichte Englands. Aus der Gemeinde München Gemeindliche Veranstaltungen in der Hauptsynagoge: . I. Wir machen wiederholt auf den Sonntag, den 16. Februar, in der Hauptsynagoge abends 8 Uhr stattfindenden Vortrag von Dr. Michael Traub Leiter des Keren Hajessod in Deutschland „15 Jahre Palästina-Aufbau" aufmerksam. Der Vortrag wird durch Ansprachen der Herren Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, Rabbiner Dr. Baerwald und Manfred Sturmann eingeleitet. II. Am 1. März findet, ebenfalls in der Hauptsynagoge (abends 8.15 Uhr) eine Religiöse Weihestunde statt: Vortrag von Rabbiner Dr. Leo Baeck-Berlin Präsident der Reichsvertretung der Juden in Deutschland „Wirkliches und Verwirklichtes in der Religion" * Gemeindliche Lehrkursse Die Lehrkurse werden programmäßig fortgesetzt durch eine Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Dr. Ludwig Feüchtwanger: Zur Geschichte des jüdischen Volkes im Zeitalter der Entstehung des Christentums Beginn: Mittwoch, den 19. Februar, abends 8.30 Uhr (pünktlich), im Sitzungssaal der Gern eind e, H e rz og-M ax - S t r a ß e 7. Fortsetzung: Mittwoch, den 26. Februar, 4. u n d 11. M ä r z. Die in dem Kurs behandelte Epoche war von den jüdischen Quellen her (Mischna) Gegenstand der Ausbildungskurse innerhalb der ZOG (Ende des abgelaufenen Jahres); der gleiche Kurs wird jetzt von Herrn Dr. Feuchtwanger von den nichtjüdischen Quellen her (Entstehung und Inhalt der urchristlichen Literatur, namentlich des Neuen Testaments) fortgesetzt; die Teilnahme an dem Mischna-Kurs,..wird nicht vorausgesetzt. i Zionistische Ortsgruppe München schio$ser*tr.2/i Tei.53052 Sprechzeit: Montag mit Freitag 10—11' und 16—17 Uhr Bildungskurse der ZOG Politische Geschichte des Zionismus Der letzte Vortrag in dieser Reihe behandelt das Thema: .-.Aktuelle Fragen der zionistischen Politik — Die zionistischen Parteien und Strömungen." Er rindet am Montag, den 24. Februar, 20 Uhr. pünktlich im Sitzungssaal der Gemeinde, statt und ist allgemein zugänglich. Emigration und Alija Die nächsten beiden Vorträge behandeln folgernde Themen: Jüdische W an de nungen in der neueren Zeit, Referent Dr. Josef Schäler Gegenwartsfragen jüdischer Auswanderung. Referent J.-R. Wilhelm Levinger Die Vorträge sind in sich abgeschlossen, so daß der Besuch auch einzeln möglich ist. Unkostenbeitrag pro Abend 25 Pfg. Zeit uin'd Ort: Montag, den 17. und 24. Februar, 21 Uhr, im Sitzungssaal der Gemeinide. Ortsgruppenabende der ZOG Der letzte Abend dieser Art, am 30. Januar, brachte folgende Referate: „Vor dem Delegiertentag: ein SituationsbericM" von Manfred Sturmatan und „Beobachtungen und- Gedanken zur Einordnung in Palästina" von Paul Grünbaum. Besonderen An- ' ^w--^ •"-=' ■^C—-— -ü-/ . _ 11"' %>r ■,*-'.>T'/ & y^ip t€ *^'v'^npn ■ sw^ \i - ULK VERHEISSUNG 3öfctf>-:--- * „ DER ERSTE PALASTINA-TONFILM Die für 22. und 23. Februar angesetzten Aufführungen in München müssen verschoben werden. Gelöste Karten behalten Gültigkeit. Die neuen Termine werden durch die Gemeindezeitung bekanntgegeben.