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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-02-01 · 3 (1.2.1936) · p. Seite 63

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
3 (1.2.1936)
Date
1936-02-01
Page
Seite 63 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 3 Bayerische Israelitische Gemeindezedtung 63 Jugendiührerkurse in München. Als fünfter Kurs dieses Halbjahres findet in der Reihe der von der Israelitischen Kultus gemein de gemeinsam mit dem Ortsrihg der jüdischen Jugendverbände München und der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung (Frankfurt) veranstalteten Jugenführer-Schulungskurse am Sonntag, den 16. Februar 1936, ein Kurs des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Max Grünewald (Mannheim) über „Die Bibel als Geschichtsquelle" statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 beschränkt. Karten nur durch die Bünde. — Es bleibt vorbehalten, daß dieser Kurs auf April verschoben wird und dafür der für April geplante Musikkurs Direktor Karl Adlers (Stuttgart) auf März vorverlegt wird. — Auskünfte durch Hans Lamm, München 22, Schließfach. Feier der Jugendbünde am Sonntag, den 2. Februar Wir machen wiederholt auf diese Feier der jüdischen Jugendbünde in München aufmerksam. Beginn Sonntag, den 2. Februar, abends 8 Uhr im Saalbau, Germaniastraße 20. Eintrittskarten (für alle Gemeinde-Mitglieder) zum Preise von RM. 2.20 und 1.10 (einschl. Steuer) im Kulturbundbüro, Herzog-Max-Straße 7/o (Werktags von 9—1 Uhr) und durch die Mitglieder der Jugendbünde. 60. Geburtstag. Am 17. Januar feierte der Kastellan der Hauptsynagoge, Herr Goldlust, der der Synagoge und der Verwaltung seit vielen Jahren in treuen Diensten in Freud und Leid beisteht, seinen 60. Geburtstag, wozu wir ihm herzlich gratulieren. Italienische Auszeichnung des früheren Organisten der Münchener Gemeinde Heinrich Schalit. Der römischen Gemeinde-Zeitung „Israel" vom 9. Januar 1936 (14. Teveth 5696) entnehmen wir, daß der jüdische Komponist Heinrich Schalit, der lange Jahre bis 1933 in der Münchener Hauptsynagoge tätig war, für seine neueste Komposition „Chassidische Tänze" von Minister-Präsident Mussolini durch ein Anerkennungsschreiben ausgezeichnet wurde. Schalit konnte vor Kurzem seinen 50. Geburtstag feiern. Sein neuestes Tonwerk wird demnächst im römischen Rundfunk aufgeführt. Einen repräsentativen Schalit-Abend, an dem auch die „Chassidischen Tänze" zum erstenmal in Deutschland zur Wiedergabe gelangen, beabsichtigt der Düsseldorfer Kulturbund. Das Schicksal unserer Generation der Alten. Berufsumschichtung und Auswanderung, diese Schicksalsfragen klopfen immer vernehmlicher an fast jedes jüdische Haus. Das Geschick der Alten ist unter diesen Ümständen ein besonderes, schweres Problem. Der Altersversorgung dient in der geeignetsten Weise eine sachgemäße Rentenversicherung: Statt vorzeitiger Aufzehrung der Substanz bietet eine Leibrente finanzielle Sicherung bis ins höchste Alter. Eine andere, zweckdienliche Form der Altersversorgung durch Rentenversicherung bietet sich im Zusammenhang mit der Unterbringung in Altersheimen dar, in der auf diesem Wege bewirkten Sicherung der Unterbringungskosten treffen sich die Interessen der Versicherten und der in Frage stehenden Institute in förderlichster Weise. Materielle und seelische Entlastung der jüngeren Generation ist heute in vielen Fällen dringendes Gebot geworden. Unser stark entwickeltes Gefühl für die untrennbare Einheit der Familie, für gegenseitige Verantwortung und Hilfe, wirkt sich in Zeiten, die große und mutige Entschlüsse erfordern, oft hemmend aus. Um unserer Gefühle willen versäumen wir vielleicht die rechtzeitige Tat. Hier ist und will uns scheinen, eine Mög- KOSTÜME . KLEIDER s MÄHTEIi. PEI<ZE lichkeit gegeben, das Notwendige zu tun — hier eröffnet sich uns ein Weg, menschliches Gefühl der Verpflichtung mit den strengen Forderungen der Zeit glücklich in Einklang zu bringen —, auf die Frage des Schicksals klar zu antworten und uns mutig seinen Entscheidungen zu stellen. B. Zur Einrichtung des Praktikantenheims (Beth Cfaaluz). Dank der zielbewußten und tatkräftigen Mithilfe weiter Kreise ist es gelungen, das Beth Chaluz nunmehr in Betrieb zu bringen und es sei auch an dieser Stelle den gütigen Spendern, die die Arbeit so tatkräftig förderten, herzlicher Dank zum Ausdruck gebracht. Gleichwohl ist noch manches zur Vervoll-, vollkommnung der Einrichtung nötig und wir bitten daher herzlichst noch um Überlassung folgender Gegenstände, welche gewiß in manchem Haushalt unbenützt vorhanden sein mögen: 1 Gasherd, Eisschrank, Koksbügelofen mit dazu gehörigen Eisen, Spültisch, Nähmaschine, Bücherschrank, Schreibtisch, Kommode, Wäschetrockner, Holzbretter für Regale, spanische Wand, Teppich, Tisch- und Bettwäsche, Federbetten, Wolldecken, Sophakissen, 1 Wohnzimmer-Lustre. Wir sind für alle guterhaltenen Sachen sehr dankbar und bitten Sie Entbehrliches, das abgeholt wird, anzugeben: Praktikantenheim, von derTann-Straße 19/1. Aus bayerischen Gemeinden 80. Geburtstag. Fürth i. B. Am 26. Januar beging Herr Kommerzienrat Maier Bechmann, langjähriges Mitglied des Rats Bayerischer Gemeinden und Ehrenvorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth in bemerkenswerter Frische seinen 80. Geburtstag. Gern erinnern sich mit der Gemeinde Fürth die bayerischen Gemeinden seiner langjährigen lebhaften Teilnahme an den Tagungen des Rats und der Abgeordneten. Unvergessen sind die Verdienste, die er sich wie um seine Heimatstadt so um seine Heimatgemeinde Fürth erworben hat. Gern gedenken weite Kreise der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth der besonnenen und energischen Führung der Gemeinde unter seiner Leitung, der Treue gegen die ausgezeichneten Überlieferungen der Verwaltung, des gerechten Ausgleichs der berechtigten und billigen religiösen Strömungen und der Fernhaltung aller Versuche, den sorgsam gehüteten Frieden der Entwicklung der Gemeinde zu stören. Die allgemeine Liebe und Verehrung, die seine Gemeinde ihm entgegenbringt, ist das schönste Zeugnis der allgemeinen Zustimmung, die er sich in seiner Amtsführung durch seine aufrechte und ausgeprägte Uberzeugung zu erwerben wußte. Wir wünschen dem trefflichen Manne stete Freude an seiner Gemeinde Fürth und kraftvolle Dauer seiner Tage. Ad multos annos. —s. Amtsniederlegung von Bezirksrabbiner Dr. Weinberg (Regensburg). Nach mehr als 40jähriger Rabbinatstätigkeit ist Herr Bezirksrabbiner Dr. Magnus Weinberg am 31. Dezember 1935 von seinem Amt als Bezirksrabbiner der Oberpfalz und von Regens- MÖBEL-BALLIN jetzt Theatlnerstraße 7, Eingang Maffeistr. Billige Preise bei gediegener Qualität I M. SILBEBTHAC «& CO. KAUFEN OERSTRASSK lO Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren Schmuck Silberwaren Kultusgeräte

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