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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1936-01-15 · 2 (15.1.1936) · p. Seite 41

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
12 (1936)
Issue
2 (15.1.1936)
Date
1936-01-15
Page
Seite 41 (sequence 19)
Language
German
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Nr. 1 Mitteilungen des Jüdischen Lehrervereins in Bayern 2. V er waltüngs Sitzung. Am 25. Dezember fand in Würzburg leine Sitzung der Verwaltungstatt, zm der aimf Einladung auch «dJie Vorsitzendien der 'benachbarten Bezirkskottferenzen sich eingetodien hatten. Gegenstand der Bespreohmngen waren allgemeine Söhuilfragen; ferner wurden behandelt: Die Lage der Pensionisten; Die Frage jüdischer Lehrmittel, Fortbildiungsangelegenlieiten, Raichsverband der jüdischen Lehrervereine und verschiedene Verbaindsfragetn. In der Schudfrtage wurde dem Verbände Bayer. Israelitischer Gemeinden und der Reiohsvertretung eine Entschließung zugeleitet. Weitere Entschiließungien sind an den bayerischen Verband gerichtet worden. 3. F ib elf ra g e. Wegen Einführung der neuen Fibel von GilH Marx wurde Antrag an das Staatsministerdum für Unterricht aind Kultus eingereicht. 4. Auf pünktliche Einzahlung der Vereinsbeiträge wird erneut nachdrücklichst hingewiesen. S TIE LIL E N Fll N DIE N! U NiD| München, den 1. Januar 1936. M. R o s e n f e 1 d. M. Adler. Bücher Der Weg in die Jüdische Neuzeit (von S. Müller, Heidelberg). Verlag der „Jüdischen Scbulzeitung", Ludwigshafen a. Rh. WoM alle jüdischen Lehrer in Deutschland kennen das Geschiohtswerk unseres Heidelberger KoEegen S. Müller und die meisten werden es im Unterricht benutzen: 1. „Kleine Bibel" mit der gekürzten Ausgabe „Buch für unsere Kinder", 2. Jüdische Geschichte in. Charakterbildern, 3. Überblick über -die biblische. und nachbiiblische Geschichte. Jetzt schließt Müller eine Lücke und gibt uns ein neues Buch über die Geschichte der Juden in der neuesten Zeit „Der Weg in die Jüdische Neuzeit". Auch in diesem Buch ist der Stoff 'in Charakterbildern dargestellt, in .einer Form, idie sowohl für ein Schulbuch als auch für ein Lesebuch fürs jüdische Haus die zweckmäßigste ist und — wie der Verfasser in den Vorbemerkungen sagt — „weil auch im neuem Suchen nach jüdischem Gemeinschaftsgefüol nur festausgeprägte, vom jüdischen Wesen durchdrungene Charaktere — seien es Einizelpersöniichikeiten oder Institutionen der jüdischen Gemeinschaft — den Weg in diie jüdische Neuzeit zu weisen vermögen. Für die junge Generation ist diese Darstellungsform heute von besonderer Bedeutung. In einer Umbruchszeit tut .die Prägung eines in sich ruhenden Charakters sicherlich nicht minder not als in Zeiten, wo der Fluß der Ereignisse in ruhigem Lauf dahinzieht.. Und wodurch kennten Haltung und Würde, Gott--und Selbstvertrauen, Genv.\::/.chaftsbewußtsei'n und Entschlußkraft zur Erfüllung des tätlichen Daseins mit der Lahre des Judentums besser entzündet werden als durch Charakterbilder unserer Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart?" In 23 Kapiteln gibt Müller einen Aufriß der Geschichte der Juden von Mendelssohn bis in unsere Tage:, von« denen einige aus idem 1. Teil dieser Periode schon im früheren Werk „Jüdische Geschichte in Charakterbildern" behandelt sind, In interessanter, leicht verständlicher Form 'ist diiie Geschichte der Juden in der neuesten Zeit dargestellt: was unsere Väter und wir selbst erlebt haben und erleben, Geschehnisse und Probleme, für die allgemeines Interesse besteht, mit denen sich jeder Jude auseinandersetzen muß. Besonders wertvoll für die Einführung in idiie Geschichte und ihr Verständnis sind die Literaturproben und Quellenstoffe z. B. von Mendelssohn, Rießer, S. R. Hirsch, Zunz, Lazarus, Baeck, Rosenizwetig, Buiber, Rosenfeld, Bialik u. a. Wir sind dem Verfasser für sein neuestes Werk besonders dankbar, da idie Zusammenstellung dieses Stojfes 'in ansprechender Form für Schule und Haus eine Notwendigkeit war. Wir brauchen das Buch nicht nur im Religionsunterricht — Jüdische Geschichte —, sondern auch für den allgemeinen Geschichts- und Kulturkunideunterrieht der Oberklassen unserer jüdischen Volksohulen und werden auch manchmail einen Abschnitt als Lesestoff benutzen. Ebenso ist es für Erwachsene, diie sich über die Geschichte der Juden in den letzten' 150 Jahren unterrichten weilen, sehr geeignet. So ist diesem neuen „Müller" die weiteste Verbreitung in den jüdischen Schulen und Häusern zu wünschen. Krämer, München. Zur gründlichen Erlernung der Restaurations- Küche der Konditorei des kalten Büffetts und auf Wunsch auch der Bedienung kann noch eine beschränkte Anzahl Damen eingesteUt werden. Nähere Vereinbarungen mündl. od. schriftl. Restaorant Schwarz MUnchen, Schlosser-Str. 2 Telefon 50756. Junger Mann nimmt noch einige Zageh platze (stunden-, halb- oder tagw.) in Haushalt an. Keine Rrbeit scheuend, geringe Ansprüche. Qefl. Angebote unter Nr. 5227 an die ftnzvigen-Hbt. ds. Blattes. Fräulein, Milte 30, sucht leichten Posten in gepflegtem Haushalt bei Familienanschluß. Zuschriften unter Nr. 5238 an die Anzeigen- Abteilung des Blattes. Buchhaltung einschließlich Abschlußarbeiten übernehme b. sehr bescheidenen Ansprüchen eventl. halbtägig. Rudolf Blumenfeld Blumenstraße 23/11. Provisions- Vertreter (innen) bietet sich bei leistungsfähiger Firma guter Verdienst durch Mitnahme sehr gangbarerTextüartikel für Stadtu. Landprivatkundschaft. .Näh. Fa. Riegler & Co., Lindwurmstraße 24, Tel. 55 7 94, 8 5 Uhr. Kauf m. Lehrling Vorbildung: 6 Jahre hum. Qymn., 1 Jahr Wirtschaftsoberschule. Kenntnisse: Buchführung (alle Systeme), Korrespondenz, Kurzschrift, Schreibmasch. sucht passende Stelle. 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