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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-12-01 · 23 (1.12.1935) · p. Seite 525

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
23 (1.12.1935)
Date
1935-12-01
Page
Seite 525 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 23 Bayerischje Israelitische Gemeindezeitung 525 MÖBEL-BALLIN jetzt Theatlnerstraße 7, Eingang Maffeistr. Billige Preise bei gediegener Qualität Jüdischer Turn« und Sportverein | SKIABTEILUNG. [ Es ist uns gelungen, auch für diesen Winter wieder Unterkunftsmöglichkeit für unsere Skifahrer zu finden. In den Weihnachtsferien sind Skikurse von ein- bzw. zweiwöchiger Dauer geplant. Die Kosten des einw'öchigen Kurses werden sich einschl. Fahrt und Unterricht auf etwa 30 RM. belaufen. Zu diesen Kursen werden vornehmlich Jugendliche herangezogen, doch ist soviel Platz vorhanden, daß auch Erwachsene die restigen Räume erhalten können. Sofortige, bestimmte Anmeldung in der Geschäftsstelle ist notwendig. Hier werden auch weitere Auskünfte erteilt. Bei unsicherer Schneelage werden Bergtouren geführt. Rituelle Selbstverpflegung ist für diejenigen, die darauf Anspruch machen, vorgesehen. Beitrag zur Skiabte ilung für Erwachsene 2 RM., für ein Kind 1.50 RM., für jedes weitere Kind der gleichen Familie 1 RM. für den Winter. JUGEND-ABTURNEN Am Sonntag, 8. Dezember 1935, findet am Vormittag ab 9 Uhr für Knaben und am Nachmittag ab 14 Uhr für Mädchen in der Turnhalle, Plinganserstraße 76, das Atiturnen mit Bewertung der besten Turner und Turnerinnen statt. Da der Raum für Zuschauer beschränkt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig sich Eintrittskarten in der Geschäftsstelle zu besorgen. Eintritt für Erwachsene für die Gesamtveranstaltung 80 Rpf., für jede einzelne Veranstaltung 50 Rpf.; für Jugendliche für die Gesamtveranstaltung 35 Rpf., für die einzelne Veranstaltung 20 Rpf. _ | FUSSBALL. Itus Nürnberg I : JTSV München I 0:0. Was muß man dem Münchener Publikum bieten, um es auf unseren schönen Sportplatz herauszubringen? Heizbare Bänke sind zu kostspielig, heizbare Hosenböden noch nicht erfunden. Mehr sportliche Delikatesse als die beiden bayerischen Spitzenmannschaften Würzburg und Nürnberg können wir kaum noch vorsetzen. Oder ist man mit der Münchener Klasse noch nicht zufrieden? In diesem Falle wäre erst recht Unterstützung durch ordentliche Zuschauer„massen" nötig. Erstens gibt dies der heimischen Mannschaft etwas moralischen Rückhalt, zweitens werden die Eintrittsgelder dazu benützt, mehr auswärtige Gegner zu verpflichten und reger Spielverkehr hebt die Leistung. Diesmäl reichte es schon zu einem „unentschieden". Die Methode, auf Halten zu spielen, wird wohl manchmal schmeichelhafte Resultate zeitigen, um jedoch auf Sieg zu spielen, muß die Mannschaft nun unter allen Umständen zu einem entsprechenden System sich bequemen. Die vielen Abwesenden haben an diesem Tag ein interessantes, an Kampfmomenten reiches Spiel versäumt. Auch an diesem Tage parierte die Münchener Mannschaft mit großem Kampfgeist die Technik der Nürnberger. Ein. besonderes Lob gebührt diesesmal dem Tormann und der Verteidigung, die immer wirklich schöne Angriffe des Gegners unterband. Die Läuferreihe war, wie schon vorher erwähnt, zu sehr auf Defensive eingestellt und gezwungen, so daß 'die Unterstützung des Sturmes vergessen wurde. Dadurch war der Sturm auf sich angewiesen Mittag- und Abend tisch SCHÜTZENSTRASSE 6 II Eingang LuitpoldstraQe im Hause Hut-Löwenthal Behagliche, angenehme R ä u m e Allerer ste gepflegte Küche Telefon 52944 Ida iind Josef Marx Levinger Zigarren haben ihre Stammkunden! S. LEVINGER, Bayersfr.21 im Höfel Rheinischer Hol Gegr. 1886 Fernsprecher 54897 und unter solchen Umständen haben auch schon bessere Stürmer versagt. Die Kritik an unserer Mannschaft qualifiziert zu gleicher Zeit die Nürnberger. Sie zeigten das reifere, ausgefeiltere Spiel und zwangen die Münchener, das letzte aus sich herauszugeben. Allerdings, Schuß-Stiefel hatten sie diesesmal nicht dabei und zu einem schön vorgetragenen Angriff gehört als Abschluß ein herzhafter Schuß aufs Tor. Weil es der Nürnberger Mannschaft an diesem Tage daran mangelte, ist der unentschiedene Ausgang gerechtfertigt. 0as Endspiel um den Makkabipokal. Verbandsmannschaft Bayern : Verbandsmannschait Mitteldeutschland 1:0. Sportliche Großveranstaltungen werfen immer ihre Schatten voraus, in diesem besonderen Falle in Gestalt einer ziemlichen Vorarbeit organisatorischer Natur. Hierin haben die Kapazitäten auf dem Gebiet solcher Veranstaltungen wieder Großes geleistet. Noblesse oblige! Die Mitteldeutschen kamen gleich in die Höhle des Löwen und das mußte entsprechend aufgezogen werden. Daß sie auch den Pokal hier lassen mußten, ist bitter, aber die Kenner der bayerischen Mannschaft sahen das voraus. Pünktlich stellten sich dem ganz famosen Schiedsrichter Löwenstein (Hanau) die beiden Mannschaften. Mitteldeutschland in blau-weißem Dreß, Bayern in den Farben des Münchener Vereins. Lampenfieber beherrschte fast die ganze erste Halbzeit beide3 Mannschaften, wovon sich nur einige Spieler frei machen konnten. Diese Aufregung drückte dem ganzen Spiel seine Note auf. Eine flüssige Mannschaftsleistung blieb aus, Kombinationszüge sah man nur episodenweise. Die Gäste hatten ihre Hauptwaffe im Mittelläufer und seinem linken Nebenmann und in dem haiblinken Stürmer, kämpferisch bot jedoch jeder sein Bestes. Bayerns Mannschaft repräsentierte sich auch nicht in bester Form, die meisten Spieler haben in ihren Vereinsmannschaften schon weit bessere Form gezeigt. Groß waren an diesem Tage Fries im Tor, Rosenbusch als rechter Verteidiger, Salzauer als rechter Läufer und der Mittelläufer Kersch, der jedoch gegen Schluß nach einem Zusammenprall mit einem Mitteldeutschen kampfunfähig würde. Unser Sturm enttäuschte etwas, lediglich der Linksaußen Hamburger, ein Neuling auf dem Münchener Fußbailfeld, kam nach kurzer Befangenheit schön in Fahrt und riß damit auch den halblinken Schapira mit. Der Mittelstürmer hat schon weit bessere Spiele geliefert als an diesem Tage und zog durch seine Indisposition seinen rechten Flügel in Mitleidenschaft. Das Spiel als solches verlief spannend von Anfang bis Ende. Der Kampf wurde von beiden Seiten äußerst fair ausgetragen. Hätte der Wille hiezu gefehlt, so wäre der Schiedsrichter bestimmt in der Lage gewesen, die richtige Note hereinzubringen. Beiden Seiten wäre infolge der Aufregung Gelegenheit geboten gewesen, einige Tore zu erzielen, jedoch blieb es bei dem einen Erfolg der Münchener, der bei einem Gedränge durch den Linksaußen fiel. Ein Prachtschuß Schapiras aus dem Hinterhalt traf leider nur den Torpfosten. In den letzten Minuten kamen die Mitteldeutschen, bedingt durch die Verletzung Herschs, etwas mehr auf, jedoch hielt die bayerische Mannschaft den knappen, aber wohlverdienten Sieg. JTSV Regensburg : JTSV München II 2:2 (1:2). Am 10. November lieferten sich die beiden Mannschaften in Regensburg ein flottes und rasches Spiel. Die'Münchener, die Schrei bniBSchinen aufgebraucht BUrobedarf Büromöbel A. BRUCK, Sonnensir. 12, Inh. R. Lewin. Tel. 10786

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