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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-11-01 · 21 (1.11.1935) · p. Seite 464

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
21 (1.11.1935)
Date
1935-11-01
Page
Seite 464 (sequence 10)
Language
German
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464 Bayerische Israelitische Genjeindezeitung Nr. 21 MÜNCHEN \ BRIENNERSTRASSE 52 KOSTÜME . BJCJ3IDEB» MÄNTEIi. PJEME MÖBEL-BALLIN jetzt Theatlnerstraße 7, Eingang Maffeistr. Billige*Preise bei gediegener Qualität Reichsbund jüd. Frontsoldaten Ortsgruppe München 1. Am 11. November 1935 findet in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2, kameradschaftlicher Abend statt. Kamerad Herr Rabbiner Dr. Leo Baerwald wird über die Aufgaben und die Tätigkeit des Hilfsvereins der deutschen Juden sprechen. Dieser Bericht wird besonders deshalb unsere Kameraden interessieren, weil diese Organisation die Aufgabe übernommen hat, die Auswanderung der deutschen Juden nach allen Ländern (außer Palästina) zu fördern. . 2. Die Bundesleitung hatte im Sommer die Unterbringung von über 700 Kindern von Kameraden aus der Großstadt zu mehrwöchiger Erholung auf dem Lande durchgeführt. Es handelte sich hauptsächlich um Kinder von Kriegsbeschädigten und solche Kinder, die sonst keinen' Landaufenthalt hätten genießen können. Die Kinder waren zum größten Teil bei Kameraden untergebracht. Nun fordert uns die Bundesleitung auf, während der Winterzeit — besonders in den Weihnachtsferien — Kameradenfamilien in der Großstadt — also auch in München — zu benennen, die bereit sind, Kinder von Kameraden vom Lande für einige Zeit aufzunehmen. Wir bitten deshalb die Kameraden, die dazu in der,Läge sind, ah diesem schönen Werk , gegenseitiger kameraschaftlicher Hilfe teilzunehmen. Meldungen an die Geschäftsstelle der Ortsgruppe. Warnung Unter dem Namen Fräulein Katz, erbittet gegenwärtig jemand unter unklaren Angaben Unterstützungen. Man bittet dringend, vor Hingabe von Geld bei der Jüdischen Wohlfahrtsstelle München, Ruf-Nr. 12883, Erkundigungen einzuziehen. Aus der Gemeinde Augsburg Neues Heim der Chaluzim in Augsburg Anfang August haben wir über die Schaffung eines Beth- Chaluz in Augsburg berichtet. Unvorhergesehene Hindernisse verzögerten das Entstehen des Heimes. Jetzt ist die Einrichtung fast vollendet und ein Teil der Chaluzim hat bereits, mit der Hachscharah begonnen. Das Beth Chaluz liegt an der Peripherie der Stadt, im Hochparterre der Friedbergerstraße 9. Zwei Zimmer nach der Straßenfront sind Schlafzimmer, zwei weitere Schlafzimmer reihen sich an, nach der Seite liegt das Chadar Ochel. Alle Zimmer sind geräumig, die großen Fenster lassen viel Licht ein, Dampfheizung sorgt für Wärme im Winter und in jedem Zimmer ist Waschgelegenheit vorhanden. In dieser Wohnung werden 25 Chaluzim wohnen, etwa 8 Mädels, die größtenteils im Haushalt beschäftigt sind, während die 16—18 Jungens teils in Gärtnereien und handwerklichen Betrieben, teils in der Landwirtschaft arbeiten. Die Jungens gehen morgens schon früh zur Arbeit und kommen abends müde und hungrig nach Hause, denn die Arbeit ist zuerst ungewohnt und schwer, aber sie macht Freude. Abends kommt dann die große Waschung und dann das gemeinsame Abendessen. Aber auch der Abend gehört der Arbeit: hebräische Stunden finden wöchentlich zweimal statt, außerdem Zirkel über jüdische Geschichte und Gegenwartsfragen. . Jeden Freitag abend ist Oneg Schabbat, da kommen alle in weißen Hemden, es wird erzählt, besser gegessen als sqnst, es wird gesungen und vorgelesen. Viel am Gelingen des Heims hat das Wohlwollen und die Opferbereitschaft der' Augsburger Gemeinde, und der Gemeindeverwaltung mitgewirkt. Viele Sachspenden aller Art sind dem Beth Chaluz zur Verfügung gestellt worden und auch an Geldspenden hat es nicht gefehlt. Allen Spendern und Freunden des neuen Heims sei hiermit der herzlichste Dank ausgesprochen. Israelitische Kultusgemeinde Augsburg. Der Synagogenchor wird von jetzt ab allwöchentlich Proben zur Einstudierung größerer Werke abhalten. S a n g e s f r e u d i g e Damen und Herren werden hiermit herzlich zur Mitarbeit eingeladen (Meldung bei Herrn Dr. Walter Teutsch, Bahnhof Straße 18). Die erste Probe findet statt am Samstag, den 2. November 1935, abends 20.15 Uhr, im Trausaal. Max Schloß 70 Jahre Der seit Jahrzehnten in der Verwaltung der Israelitischen Kultusgemeinde Augsburg als Kassier ehrenamtlich tätige Herr Max Schloß beging am 30. Septembef in besonderer geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag. Die Gemeinde ehrte den Jubilar, ihren getreuen Ekkehardt seit Generationen, mit einem prächtigen. Geschenk und in einer besonderen Feier. Im gemeindlichen Sitzungssaal hatten sich mit den Herren der Verwaltung ein Kreis geladener Gäste versammelt. Der Gemeindevorsitzende, Herr J.-R. Dr. Eugen Strauß, richtete herzliche und geistvolle Worte des Dankes an den Gefeierten. Herr Rabb. Dr. Jacob kennzeichnete Damenbekleidung s ,P, Große Auswahl Zeitgemäße Preise Mäntel Kleider Coniplets Röcke Blusen Strickwaren Morgenröcke i o. I g h ä f f ü D a m n m LEO OrPEMIElüER^ Pachanerstraße 9 (neben Cafe Ungerer)

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