Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 20 (15.10.1935)
- Date
- 1935-10-15
- Page
- Seite 436 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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436 Bayerische Israelitische Gemeindczeitung Nr.'20 Heinrich f ri-iiiiliiit Sr Augustenstr. 85, Ecke Thßresienstr. Fernruf 58160 Ihr Berater in allen Pchsfrcifjcii Zeitgemäße.Preise Verhältnissen in Argentinien und Brasilien ist ein eigener Abschnitt gewidmet. Die -wichtige Frage der Gehälter, Löhne und Lebenshaltungskosten wird 'bei jedem einzelnen Lande behandölt. Außerdem ward .noch eine Gesamttaibelle über Lebenshaltungskosten und Gehälter in 96 Ländern gebracht, die eine schnelle Vororientierung gestattet. Eingehend und gemeinverständlich sind die oft so verwickelten Einwanderungsbestimmungen dargelegt, speziell die Vorschriften für die Erlangung der Visa für die einzelnen Länder sowie der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Die allgemeiner gehaltenen Ausführungen sind durch zahlreiche Briefe ergänzt, die bereits Ausgewanderte an den Hölfsverein gerichtet haben; diese Briefe vermitteln lebendigste Eindrücke von den Sorgen und Erfolgen der jüdischen Einwanderer in der Fremde. Das neue „Korrespondenzblatt" enthält einige wertvolle Neuerungen. So ist ein Uberblick über das Schul- und- Bildungswesen in einer Reihe von Ländern angefügt, der besonders Eltern interessieren wird, die mit ihren Kindern auszuwandern gedenken. Weiter sind je eine Karte von Afrika und Südamerika 'beigegeben, die eine rasche Orientierung über die Lage der einzelnen Länder in diesen Erdteilen gestatten. Der Überblick über Zahl und Verteilung der Juden auf der Erde dürfte fast allen von uns neue Informationen vermitteln, und der Gesamtüberblick über die Weltwirtschafts- und Wanderungslage wird, wie der ganze Inhalt des Blattes, jedem reiche Anregung bringen. Das „iKorrespondenzblatt über Auswand er ungsund1 Siedlungswesen" kostet 1 RM. (bei Zusendung durch «Die Post 1.30 RM.) und ist zu beziehen beim Hilfsverein der Juden in Deutschland E.V.. Berlin W 35, Steglitzerstraße 9 (Telefon: Lützow 6238/39; Postscheckkonto, vorläufig noch wie folgt: Hilfsverein der Deutschen Juden, Berlin Nr. 33126). Kochbuch für die jüdische Küche. Ausgabe A 112 Seiten, geb. 1.80 RM,; Ausgabe B 144 Seiten, geb. 2.40 RM. Philo Verlag, Berlin W 15. Zum drittenmal gibt der Jüdische Frauenbund ein Kochbuch für die j üdi selbe'Kü che heraus und kommt damit gerade in heutiger Zeit einem außerordentlichen Bedürfnis entgegen. Aus den früher erschienenen (vergriffenen!) Ausgaben wurden die wichtigsten Teile übernommen, aber so wesentlich erweitert und den Erfordernissen des modernen Haushalts angepaßt, daß auch die Besitzerinnen der ersten Bücher diese Neubearbeitung willkommen heißen werden. Um den «ehr verschiedenartigen Wünschen des Publikums entsprechen zu können, erscheint das neue Kochbuch in zwei Ausgaben. Ausgabe A ist für den jüdischen Privath a us halt bestimmt. Die 625 Rezepte berücksichtigen einfache und etwas kompliziertere Haushalte, die erfahrene und die unerfahrene Hausfrau, die Forschungen auf dem Gebiet der Ernährungslehre (vegetarische Küche, Rohkost) und die Tradition der jüdischen Küche. Der Rezeptteil wird eingeleitet durch Aufsätze über „die Speisegesetze und ihre Durchführung in Küche und Haushalt" und „Richtlinien für die Ernährung". Ausgabe B enthält außerdem Abhandlungen (und weitere 150 Rezepte) über Diätküche, Pessachküche, jüdische Spezialgerichte, Palästinarezepte, sowie Speisenfolgen für eine Gemeinschaftsküche. Die Gesamtbearbeitung des Buches lag in den Händen von Frau Gony Katzenstein, Düsseldorf; für Teil B wurden in Deutschland und. Palästina weitere Mitarbeiterinnen gewonnen. Der Philo Verlag hat die Bücher -praktisch und.-geschmackvoll ausgestattet. Rahel Wischnitzer - Bernstein, Symbole und Gestalten der jüdischen Kunst. Mit 6 farbigen Tafeln und 81 Abbildungen.. Verlag Siegfried Soholem. Berlin-Schöneberg 1935. VIII, 160 Seiten. 4°. Professor Dr. Franz Landsberger, Leiter des Jüdischen Museums in Berlin, Einführung in die jüdische Kunst. Berlin, Philo Verlag, 1935. Mit 62 Bildern auf 25 Tafeln. 63 Seiten. 4°. Palästina. 188 Bilder nebst einer Übersichtskarte und einer vierspradhigen Bildbeschreibung. Eingeleitet und herausgegeben von Georg Landauer. Jüdische Buch Vereinigung, Berlin 1935. XXXI Seiten Text, 120 Seiten Bilder und 1 Karte. Drei Bilderwerke" von 'hohem jüdischen Eigengehalt liegen vor uns. dm Herbst dieses Jahres erschienen, alle drei von langer Hand liebevoll vorbereitet und als Kunstbücher, die sioh an ein anspruchsvolles Publikum wenden, sorgfältig buchgewerblich ausgestattet. An das, was „Jüdische 'Kunst" ist, kommt Rahel Wischnitzer- Bernstein am nächsten heran. Es sind Vorarbeiten für eine Motiv- und Typ enges ohichte, die sie bietet. Eigentliche jüdische Kunst hat kaum je das Gebiet der Sakralkunst überschritten; , die Werke jüdischer Künstler gehören in vielen Fällen nicht zur jüdischen Kunst, so wenig wie die Erzeugnisse, die jüdische, meist biblische Stoffe zum Inhalt haben, immer aus arteigenem jüdischen Geist und Stil entstanden sind. Wisohnitzer- Bernstein bat vor allem erkannt, daß es vom jüdischen Geiste geprägte Ideogramme und Sinnbilder gibt; sie gibt in ihrem Buch eine Ikonographie der jüdischen Kunst, am ehesten vergleichbar mit dem wichtigen Werk von Molsdorf „Ohristliche Symbolik der mittelalterlichen Kunst". Die Erörterungen von Professor Landsberger über einen eigenständigen jüdischen Stil dringen, so richtig und bedacht sie sind, nicht so weit wie die geschickte Themenstellung und Auswahl bei Rahel Wischnitzer. Nur die intime Vertrautheit mit der jüdischen Vor- (Fortsetzung auf Seite 448) Tausend** jüdischer Kinder ans Deutschland sollen durch die Jugend-Alija nach Palästina kommen. Sie alle brauchen Boden Es ist dringendste Aufgabe des deutschen Judentums, seiner Jugend die neue Grundlage ihres Lehens und ihrer Arbeit zu schaffen. Boden für die erste Siedlung der Jugend- Ali ja Spendet für die Tischri-Aktion den Keren Kajeiiieth Xiejisrael (Jüdischer Nationalfonds) Zweigstelle München, Schlosserst!*. 3/1