Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 15 (1.8.1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 336 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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336 Bayerische Israelitische' Genieindezeitung Nr. 15 An die Mitglieder unserer Bayerischen Gemeinden! Wir rufen auf :zum Gemeinsamen Werk für Hilfe und üufbau! Euer Opfer führt die Jugend zu produktiver Einordnung in den neuen Lebensraum, damit sie fähig wird, die Sorge für die erwerbslosen Älten auf ihre eigenen starken Schultern zu nehmen. Euer Opfer baut am jüdischen Schul- und Kulturwerk. Euer Opfer sichert die Äufrechterhaltung von Wohlfahrt, Krankenhäusern und - Altersheimen. Erwerbt dleblaueBeitragskarte für Hilfe und Aufbau! Meldet dem Wohlfahrtsamt des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, München, Herzog-Max-Str. 5/1, den Beitritt! Verband Bayer. Israel. Gemeinden. HerrCL ROSENSTR-5 Ein a****"*"* Hoch*«5*'536*; Orf<**e££ 1 in» "dem äußerst " 6* preis von fcM- 4.80 .... den Strumpf die Wäsche die Bluse den Badeanzug am Sfachus, Neuhausersir. 15 Weinsfr. 14, Dachauersir. 2 Reichenbadistr. 13 bei unteren SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÜNCHEN, THEATINERSTRASSE 17 Spezialität: RALLY-SCHUHE so formuliert Margarete Susman in ihrem Nachwort, das eine Antwort auf die Frage sucht, warum Stifter sich zum Thema dieser Erzählung -das Schicksal eines „am Rande des Lebenkönnens stehenden" Juden erwählt hat. Und auch der Schluß dieses bedeutsamen Nachworts sei hierhergesetzt: „In dem Willen ides Dichters, daß das düstere Gericht Gottes in all seiner Erbarmungslosigkeit als unergründlich heitere Blumenkette durch die Welt hängt, lebt etwas von der überschwänglichen Wahrheit des 98. Psalms, in dem die Seele ihrem eigenen Gericht als dem gerechten Gericht Gottes entgegenjauchzt. Es lebt darin das Wissen um das heiligste und stillste Mysterium der jüdischen Verheißung: Daß die Gerechtigkeit Gottes, indem sie sich vollzieht, aufblüht zur heiteren, allversöhnenden Liebe." Dr. Michael Traub, „Durch Planung zur Verwirklichung". Aufgaben und Probleme des XIX. -Zionistenkongresses. Verlag „Jüdische Rundschau", Berlin W 15. Preis 25 Rpf. pro Exemplar. 22 Seiten. 1935. Die Juden in Deutschland haben Interesse, sich über die Fragen, die den bevorstehenden Zionistenkongreß beschäftigen werden, zu unterrichten. Dr. Traub hat es in dieser Broschüre verstanden, die Fülle des schwierigen Stoffes zu gliedern und für jeden verständlich zu machen. Den Ausgangpunkt bildet ein Bericht über die wirtschaftspolitische Lage der Jewish Agency in den letzten Jahren. Umfassendes Zahlenmaterial gibt ein anschauliches Bild über die Wege, die die Jewish Agency in ihrer Finanzpolitik beschritten hat. Die große englische Anleihe wird in ihren Auswirkungen gezeigt, der Stand der Kolonisation unter besonderer Berücksichtigung der Einordnung deutscher Juden in seiner Entwicklung beleuchtet. Juden in Palästina, Prosperity, unser Verhältnis zu England, die Araberfrage, dies alles sind Probleme, die nicht nur in ihrer Geschlossenheit, sondern auch in ihrer Wechselwirkung erörtert werden. Der Kampf der Jewish Agency um eine erhöhte Zertifikatszuteilung, die Schäden, die der palästinensischen Wirtschaft durch unzulängliche Zuführung von Arbeitskräften zugefügt werden, die Einberufung des Legislative Councel sind die Marksteine, die den Weg der zionistischen Außenpolitik kennzeichnen. Das Schlußkapitel 'befaßt sich mit der zionistischen Innenpolitik. Die in den Gedankengängen des Palästina-Aufbaus geläufigen Begriffe: jüdische Arbeit, nationales Kapital, Regulierung der palästinensischen Privatwirtschaft, zionistische Wirtschaftsplanung, werden durch das hier vorliegende Sach- und Zahlenmaterial, durch die Objektivität der Darstellung und nicht zuletzt durch die Knappheit der Form allgemein übersichtlich und verständlich. Dr. Gustav Spielmann, Verdingungspolitik in München und Nürnberg 1905—1930. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde ander Staatswissenschaftlichen Fakultät der Ludwigs - Maximilians - Universität zu München. Buchdruckerei Fürst. Murnau/Obb. 1934. Nicht nur wegen der Person des Verfassers halten wir uns für berechtigt, auf diese seine wissenschaftliche Arbeit in diesen Blättern hinzuweisen. Das Problem der Vergebung von Arbeit und Lieferung ist eines, mit dessen Lösung sich auch zahlreiche jüdische. Körperschaften zu beschäftigen hatten und haben und das gerade heute neuartige und besondere Schwierigkeiten aufweist. Darüber hinaus ist es weiten jüdischen Kreisen unter dem Eindruck der fortschreitenden Ausschaltung der jüdischen Produzenten und Kaufleute mehr und mehr bewußt geworden, daß heutzutage Wiarenkäufe und Auftragserteilungen auch des jüdischen Privatmannes — sei es im Geschäft, sei es im Haushalt — Angelegenheiten von mehr als nur privater Bedeutung sind — Angelegenheiten von gemein-