Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 15 (1.8.1935)
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 332 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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332 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 15 MÜNCHEN \ BRIENNERSTRASSE52 KOSTÜME KLEIDER . MÄNTEIi. PELZE handlung ist im Jahre 1864 gegründet. Herr Ludwig Lazarus ist jederzeit ein treuer Freund der Gemeinde Würzburg und des bayerischen Landesverbandes gewesen, dessen „Historischer Kommission" er als Mitglied angehört. Aus dem Verbände Än alle jüdischen Handwerksbetriebe! Wir haben alle jüdischen Handwerksbetriebe unseres Bezirks um Beantwortung einzelner Fragen gebeten. Handwerksbetriebe, die die Umfrage noch nicht erreicht hat, werden in ihrem eigensten Interesse dringend gebeten, sich umgehend bei uns zu melden. Die Beantwortung der Umfrage ist für jeden jüdischen Handwerksbetrieb wichtig. Wohlfahrts- und Jugendamt des Verbandes Bayerischer Israel. Gemeinden, München. Herzog-Max-Straße 5. Fortbildungskurse jüdischer Lehrer in Bayern Der.jüdische Lehrerverein für Bayern hat soeben in W ij r zb u r g einen viertägigen Fortbildungskurs beendet, den er mit Unterstützung der Reichsvertretung der deutschen Juden (Berlin), des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden (München) und der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung (Frankfurt) durchgeführt hat. . Oberlehrer Moritz Rosenfeld (München), der erste Vorsitzende des Jüd. Lehrervereins für Bayern als Tagurogsleiter begrüßte die Teilnehmer, die aus allen Teilen Bayerns, aus Wüttermberg, Baden, Sachsen, Hamburg und Berlin gekommen waren. Er dankte Bayernverband, Reichsvertretung und Mittelstelle, sowie den Vortragenden für ihre Mitwirkung. Justizrat Dr. Haas entbot namens des Verbamds Bayerischer IsraeLitisoher Gemeinden und der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg als deren 1. Vorsitzender den Lehrern Willkomm und Gruß, daran schloß sich die Begrüßungsansprache von Studiendirektor Stoll (Würzburg), des Leiters der gastgebenden Lehrerbildungsanstalt. Bezirksrabb. Dr.Hanover (Würzburg) nahm hierauf das Wort zu seinem Referat „Prophetenlektüre für die reifere Jugend", in welchem er zeigte, wie der Pädagoge dem Schüler einen lebendigen Begriff von der Welt der Propheten vermitteln kaum. Anschließend begann Direktor Karl Adler (Stuttgart) seinen Kurs über den Gesangsunterricht an der jüdischen- Schule. Der Montag brachte den ersten Teil des dreigliedrigen Vortrags von Studienirat Hirnhefmer „Vererbung«- und Rassenlehre des jüdischen Volkes". Der Vortragende gab zunächst die allgemeinen Grundlagen der Vererbungslehre in der allgemeinen Natur, dann die Vererbungslehre von Menschen, Rasserakunde, besonders die Rassenkunde des jüdischen Volkes. In seinem von Lichtbildern unterstützten Vortrag vermittelte er nicht nur einen Überblick über dieses auch für die jüdische Schule heute vongeschriebene und sehr wesentliche Unterrichtsgebiet, sondern auch Folgerungen und Forderungen, die sich von der jüdischen Seite her daraus ergeben. — Hauptlehrer Uhl feld e r behandelte die Oberstufe der Volksschule und Ihre besondere, soziologische, wissenschaftliche und praktische Problematik. Heute ist die Bedeutuinig der früher fast ein wenig verachteten letzten Volksschulklassen im .ständigen Wachsen; über die Methoden der Bewältigung ihrer vielfachen neuen Aufgaben gab Hauptlehrer Uhlf edder (Nürnberg) richtungsweisende Sätze und Beispiele. — Uber Sinn, Aufgabe und Durchführung der Inventarisation und Pflege der jüdischen Kunstaltertümer und der zu ihrer Erfassung herausgegebenen Fragebogen sprach am Dienstag Dr. med. dent. Heinrich Feucht wanger (München); er erläuterte vor allem, iin welcher Art der Bayerische Landesverband die Erhebungen durchzuführen beabsichtigt. Anschließend trug Seminarrabiner Weiß (Würzburg) über die Methodik der Behandlung der Mischna vor. Zwei Referate behandelten Palästina im Unterricht: während Semimardirektor S t o 11 (Würzburg) vor allem in den geologischen und landschaftlichen Aufbau, in die physikalischen, insbesondere klimatischen Verhältnisse des Landes und die kulturelle wie wirtschaftliche Struktur des Landes in der Vergangenheit einführte, entwarf Dr. I. Bamberg er (Nürnberg) ein lebendiges Bild vom Erez-Israel der Gegenwart. Auf Grund von verschiedenen Reisen konnte er das äußere Bild der Stadt und der Kwuza zeichnen, um dann alle damit in Zusammenhang stehenden Fragen des Aufbaus und der politischen wie wirtschaftlichen und geistigen Situation zu skizzieren. Ein Aussprache-Abend mit Professor Dr. Kantorowicz (Mittelstelle für jüdische. Erwachsenenbildung, Frankfurt) gab den Kursteilnehmern die Möglichkeit, sich über die Aufgaben der Lehrer in der jüdischen Erwachsenenbildung und ihre Wege zu unterrichten. Professor. Kantorowicz besprach ausführlich dabei die vier Haupt-Arbeitsgebiete: jüdische, nichtjüdische, künstlerische und j.ugend-Bildung. Der Kursleiter Oberlehrer Rosenfeld (München) konnte den Kurs mit Worten hoher Befriedigung und herzlichen Danks schließen: die Lernzeit hat eine Fülle wertvollen pädagogischen Materiales gebracht, von dem zu hoffen ist, daß es bald fruchtbar gemacht wird: im Dienst unserer Jugend und der jüdischen Schule. Mitgliederversammlung des Jüdischen Lehrervereins für Bayern In. W ü r z b u r g fand in Verbindung mit dem Fortbildungskurs für Lehrer die Mitgliederversammlung dies Bayerischen Lehrerviereins .statt. Der Vorsitzende Oberlehrer Rosenfeld (München) gab einen Bericht über die Tätigkeit des Ver-