Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 14 (15.7.1935)
- Date
- 1935-07-15
- Page
- Seite 317 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 14 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 317 L. Josephsphn & Co. Damenmoden München Karlsplatz 25 Schluß -von Seite 314 (Turn- und Sportverein) Gemischtes Doppel 1. Klasse: 1. Gutmann—Goldstern, München; 2. Mann—Kahn, Augsburg—München; 3. Brüll—Haas, Fürth und Oppewheimer—H. Frank, Fürth—München. Die letzten Fußballspiele vor den Sommerferien. 1. In Augsburg: Es gelang der Münchener Schülermannschaft zum ersten Male, gegen die Augsburger Schüler siegreich zu sein. Ergebnis: Priv. Tennisges. Augsburg Schüler gegen JTSV. München Schüler 3:5 (2:3); Priv. Tennisges. Augsburg I gegen JTSV. München II 0:6 (0:3). 2. In Nürnberg: JTSV. Nürnberg I gegen JTSV. München I 3:1 (3:0). 3. In Fürth: JTSV. Fürth Schüler gegen JTSV. München Schüler 1:6. Nächste Veranstaltungen. 27. Jufli: Bar Kochlba Hakoah Berlin im Tennis mit den M'akka'biah-Teilnehimern gegen Jüdischen Turn- und Sportverein München auf den Plätzen an der Marbachstraße. 28. Juli: Handball Itus Nürnberg gegen München. Bücherschau Das Bayerische Kirchensteuergesetz mit Vollzugsbekanntmacbung sowie den einschlägigen Gesetzen und Verordnungen. Von Regierungsrat Dr. Oskar Pachmayr am Landesfinanzamt München. Taschenformat. 77 Seiten. München 1935 (J. Schweitzer Verlag). Steif rasch. 1.50 RM. Eine billige Ausgabe des gesamten jetzt in Bayern geltenden Kirchensteuerrechts mit einer ausführlichen, in den teilweise verwickelten Rechtsstoff gut einführenden Einleitung und einem alphabetischen Sachregister, geeignet zur Einarbeitung und für die tägliche Praxis. Sa'adia al-Faüümi's arabische Übersetzung und Erklärung der Psalmen, Psalm 90—106. Dissertation der Philosophischen Fakultät (I. Sektion) der Universität München. Von Ernst Eisen aus München. Druck von Albert Teicher, Leipzig 1934. Die Arbeit ist wegen ihres Verfassers und des Themas in diesen Blättern anzuzeigen. Sie stellt sich zur Aufgabe, aus .Handschriften Teile der arabischen Psalmen - Übersetzung Sa'adjas (Ps. 90—106) herauszugeben, ins Deutsche zu übersetzen und so unser Wissen von der Ubersetzungtätigkeit Sa'adjas zu vervollständigen, sowie in einigen Zügen zu berichtigen. Der Verfasser verdankt Professor Gotthelf Bergsträsser, dem Ordinarius der semitischen Sprachwissenschaft und der Islamkunde an der Universität München, den im Sommer 1933 der Tod seinen Schülern und der Wissenschaft entrissen hat, seine wissenschaftliche, Ausbildung und die stete Förderung seiner Arbeit. Themabeschränkung, Ein- S. Levinger Zigarren rühmlichst bekannt durch feine Qualität ietzl wieder Bayerstrasse 21 im Neubau Hotel Rheinischer Höf / Gegründet 1886 ✓ Fernsprecher 54 8 97 teilung und Einzelausarbeitung zeigen die wohlfuend exakte, saubere und eindringende Schule Bergsträssers. Geboten wird vor allem in arabischer Sprache in hebräischer Konsonantenschrift der Psalmentext des Cod. oriental. 1302 des British Museum in London; der Codex wurde nach einer Photographie benutzt, er ist in jemenischer Quadratschrift geschrieben und wird dem 14.—15. Jahrhundert zugeschrieben. Der hebräische Psalmentext ist in der Handschrift mit babylonischer Vokalisation versehen; auf jeden Vers folgt die arabische Ubersetzung, die Eisen herausgibt, und zwar in Transkription des Arabischen mit hebräischen Buchstaben. Neben der Londoner Handschrift wurden sechs weitere Handschriften herangezogen, über deren Textabweichungen von L der Verfasser umsichtig und scharfsinnig referiert. Sa'adjas freie Ubersetzungsmethode erfordert eine sehr sorgfältige deutsche Rückübersetzung aus dem Arabischen, was Eisen mit einem musterhaften sprachwissenschaftlichen Kommentar und unter Hinzufügung eines arabischen Wortregisters, sowie eines erschöpfenden Literaturverzeichnisses besorgt. Damit ist nicht nur ein Vorbild für die Technik ähnlicher Arbeiten, die dringend erforderlich sind, geschaffen; darüber hinaus ist auch die wissenschaftliche Ausbeute, die Eisen durch seine strenge und wortkarge Methode erzielt, beträchtlich. Dieser Ertrag steckt in den acht neuen Beiträgen zur Kenntnis der Ubersetzer- und Exegetentätigkeit Sa'adjas. Man kann sich schwer eine instruktivere Illustration zum Wesen und zur Naturgeschichte einer „Bibelübersetzung" vorstellen als diese kurzen, inhaltsreichen Abschnitte, hauptsächlich über das Verhältnis Sa'adjas zur Tra* dition, zur Massora und zum Targum, ferner über die „Freiheit" dieser arabischen Übersetzung, sowie über die rationalistische und dogmatische Exegese des Gaon (4 typische Fälle, in denen Sa'adjas eine Bibelstelle nicht nach ihrem Wortlaut übersetzt!). 1 - ■ Wir beglückwünschen den Verfasser von der Stätte aus, wo seine. Arbeit entstanden ist, zu der Leistung, die ihm auf seinem neuen Wirkungskreis als Lehrer in Tel-Aviv sicher noch reiche Früchte bringt. F. Hollenberg, Hebräisches Schulbuch. Bearbeitet von Karl Budde, Prof. des Alten Testaments an der Universität Marburg, herausgegeben von W. Baumgartner, Prof. des Alten Testaments an der Universität Basel. 16.. erweiterte Auflage. Berlin, Weiidmannsche Buchhandlung, 1935. Preis geb. 4.50 RM. (VIII, 224 Seiten.) Das Buch führt seit 40 Jahren (1895) Theologen zuverlässig und sicher in die klassische hebräische Sprache ein; es stammt nach Gedanken und Aufbau von der Hand eines bewährten Schulmannes, des ehemaligen Gymnasialdirektors Lic. Dr. W. Hollenberg, der es gegen Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, zunächst für seine eigenen Schüler, drucken ließ. Es hat sich in der Folgezeit als das beste und „leichteste" Hilfsmittel zur Einprägung sicherer und gediegener Kenntnis der hebräischen Sprache einen Namen gemacht. In der neuesten von Prof. Baumgartner (Basel) besorgten. Auflage sind die Verbalparadigmen erweitert und hebräische Übungsstücke über die Verba gutturalia hinaus bis zum Schluß der starken Verben neu hinzugefügt. Das Buch ist uneingeschränkt auch für unseren inner jüdischen Gebrauch zu empfehlen; als Ergänzung zu unseren bekannten Lehrmitteln kann es hervorragende Dienste tun. Wer einmal methodisch lateinisch und griechisch gelernt hat, wird dem Hollenbergschen Schulbuch den Vorzug vor „Rath" und Neueren geben. Man kann gerade beim Hebräischen nicht genug vor dem „Praktischen" warnen: ohne jahrelange Grundlegung durch sorgfältige Erlernung der klassischen hebräischen Sprache ähnlich wie bei den anderen alten Sprachen kann das Ergebnis rascher Paukerei nureine ziemlich armselige Kunstsprache sein: westeuropäisches Denken, Fühlen und Wollen, das sich mehr oder minder mühsam unbeholfen und auswendig gelernt, einer fremden künstlichen Ausdrucksform bedient. Auch das Hollenbergsche Schulbuch Tafelgerät und Schmuck Vornehme Geschenke Silberschmied 3H. T« W CtX^.9,T München, Maximilianstraße 2