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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-07-01 · 13 (1.7.1935) · p. Seite 297

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
13 (1.7.1935)
Date
1935-07-01
Page
Seite 297 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 13 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 297 Tennis. Am Pfingst-Tennisturnier der Privaten Tenniisgesellschaft Augsburg beteiligten sich auch mehrere Damen und Herren des hiesigen Vereins, die zahlreiche Preise erkämpfen konnten. Bedauerlich war, daß die Frankfurter Spieler nicht erschienen waren. Die Aufnahme und Gastfreundschaft seitens des Augsburger Vereins war, wie immer, vorbildlich. Die einzelnen Preisträger des hiesigen Vereins waren: Herren-Einzel: 1. Preis Goldstern, 2. Preis Kahn. Damen-Einzel: 2. Preis Fr. Groß, 3. Preis Kahn Lotte. Herren-Doppel: 1. Preis Goldstern—Kahn. Gemischtes Doppel: 1. Preis Groß—Kahn, 2. Preis Kahn Lotte— Goldstern/ Bin hochinteressantes tennissportliches Ereignis verspricht am 6. Juli auf dem Sportplatz an der Marbachstraße der Klub- . kämpf unserer Mannschaft mit der des Jüdischen Tennisklubs Bar Kochba Berlin zu werden. Spielen doch bei den Berlinern die beiden Makkabimeister Lieber und Plaut, der ostdeutsche Juniormeister Buch walder und das bekannte Doppel Moser — Lichtstern. Niemand sollte diesen Wettkampf versäumen, ider um 14 Uhr beginnt. Handball in Göppingen. Am 23. Juni weilten unsere Handballmannschaften (1. Herren, 1. Damen. 1. Jugend) in Göppingen, um dort gegen RJF Göppingen und Hakoah-Stuttgart je ein Wettspiel auszutragen. Es hat den Anschein, als ob unsere Mannschaften, wenn sie auswärts spielen, mit ganz besonderem Eifer kämpfen. Denn während die Vorspiele in München von den Gästen gewonnen worden waren, konnten wir in Göppingen eine glänzende Revanche nehmen. Sämtliche Spiele wurden — und zwar überlegen — gewonnen. München Damen : Hakoah Stuttgart Damen 9:3 (5:2). Die München er innen in der Besetzung: Kohn; Weiß, Thormann; Herlinger, Perles, Hanauer; Vogel, Gusstein, Lindauer, Oettinger, Mannhardt lieferten ein hervorragendes Spiel. Wenn Frl. Gusstein und Perles besonders hervorgehoben werden, so sollen damit die anderen nicht geschmälert sein. Der Sturm drang,-unterstützt von Verteidigung und Läuferreihe, immer wieder nach vorne und schoß in regelmäßigen Abständen nach schöner Kombination, die Tore, hievon Gusstein 5, Lindauer 3 und Oettinger 1. München Herren I A : RJF Göppingen I A 14:7 (6:4). Das Spiel war eines der schönsten und schnellsten, das die Münchener -bisher bestritten. Nach anfänglichen 1:0 für München hieß es bald 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3 für Göppingen. Kurz vor der Pause konnte aber dann München hintereinander drei Tore erzielen, so daß es zu Halbzeit 6:4 stand. Nach der Pause setzte München zu einem Zwischenspurt ein und erreichte rasch den Stand 10:4. Göppingen konnte sich dann vorübergehend frei machen, aber München blieb auch weiter tonangebend und siegte hoch und verdient mit 14:7. Die Münchener Mannschaft stand: Herz;* Bravmann, Kohn; Frei, Frankel, Rosenbaum; Stahl, Goidmann, Schuster, Schapira H., Lehmann. Jugend München : Jugend Göppingen 11:6 (4:4). Die Münchener Mannschaft spielte anfangs überraschend schwach und konnte in der 1. Halbzeit nur mit Mühe den Gleichstand halten. Durch Umstellung besserte sichdann das Spiel. Das Endergebnis i ist für München-sehr schmeichelhaft zu nennen. Denn die Jugend muß noch viel trainieren und sich insbesondere, im Zusammenspiel üben, bevor sie wieder vor der ÖffentHbHl^eit antreten kann. Hervorgehoben muß die gastliche Aufnahme werden, die wir in Göppingen, fanden, sowie die schöne Fahrt im Omnibus durch diejierrliche Geislingersteige. Auf der Rückfahrt gab es in Ulm; eine kleine A'b,schiedsfeierfür Frl. Gusstein,-die uns leider ve;rjäßt. Ihr, der ausgezeichneten Sportlerin, wünschen wir ein baldiges Wiedersehen. ÄliFRJßD JLEVX S p ort - und Heilmasseiir (ärzti. gePr.) Telefon 50469 Dienstag und Donnerstag auch in der Turnhalle. M. SKLBERTHAIJ <& CO. KAUFINGERSTRASSE 1© Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren Schmuck Silberwaren Bayerische Leichtathletik-Meisterschaften am 7. Juli in München. Am 7. Juli finden auf unserem Sportplatz an der Marbachstraße die bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften statt. Es wird äußerst spannende Kämpfe geben; haben doch die besten Leichtathleten aus ganz Bayern, aus Augsburg, Bamberg, Fürth, München, Nürnberg, Würzburg usw. ihr Erscheinen zugesagt. Besonders gespannt darf man sein, ob die vorjährigen Meister ihre Titel erfolgreich werden verteidigen können oder ob sie dem Ansturm neuer jugendlicher Kräfte werden weichen müssen. Das Münchener Publikum muß am 7. Juli in Massen_ erscheinen, um den Kämpfen einen würdigen Rahmen zu liefern. Hockey. Am Sonntag, 14. Juni, um 15 Uhr trägt unsere 1. Hockeymannschatt ein Wettspiel gegen die Mannschaft des RjF Mannheim aus. Bücherschau Sonderheit über Maimonides von „The Jewish Quarterly Review" (April-Heft 1935). Die wichtigste wissenschaftliche Publikation des Rambam-Jahres kommt diesmal aus Amerika. Mit der englischen Ubersetzung des Sendschreibens nach Jemen (uns am besten hebräisch in der Lichtenbergschen Ausgabe „Kowez Teschuwoit ha-Rambam", Leipzig 1859, zugänglich) wollte Cyrus Adler seinen Lehrer Sabato Mor a i s ehren. Die Ermahnungen gegen die Astrologie sind nicht nur an die Juden Jemens des 12. Jahrhunderts gerichtet. — Von größerer wissenschaftlicher Bedeutumg sind die neuen Maimonides-Texte, die Alexander Marx neu herausgibt; sie sind das Mittelstück des wertvollen Heftes und bilden eine bleibende Bereicherung der Maimonides-Forschung. Das philosophische Kapitel über Ramfoams Moreh I, 47 (M.'s on the internal senses) von Harry Austryn Walison (Harvard Univ.) ist eine terminologische Monographie über die Bezeichnung innerer Wahrneihimungskräite (Gedächtnis, Denkkraft, Vorstellungsvermögen) in den einschlägigen lateinischen, griechischen, hebräischen und arabischen Texten. Die beiden letzten Abhandlungen von Louis Finkelstein und B o a z Cohen betreffen die Verwendung der tannaitischen Midraschim bei M. und die Systematik von Mischneh-Torah. Aus der Bücherei des Schocken-Verlags. Jüdische Volkslieder. Ausgewählt aus dem Jiddischen, übersetzt und erläutert von Ludwig Strauß (Nr. 30 der Bücherei). In Pappe gebunden 1.25 RM. Zu den wichtigsten Schöpfungen des jüdischen Volksgeistes im Osten gehören die jiddischen Volkslieder, von denen in diesem Band eine wohl abgemessene Auswahl mit erklärenden Anmerkungen in der deutschen Ubersetzung des bedeutenden Lyrikers Ludwig Strauß gegeben wird. Zur Charakterisierung der Sammlung wollen wir einige Sätze aus dem Vorwort folgen lassen: „Die jiddische Volksliedidichtung ist in Jahrhunderten entstanden, in denen das jüdische Volk an weltlicher Kunstdichtung arm war; die Anregungen, die sonst das Kunstlied der Oberschichten dem Volkslied gibt, fehlten; dafür trat eine be- SCllfGibl¥l3SCtllflGlt neu u. gebraucht Bürobedarf Büromöbel A. BRUCK, Sonnensir. 12, Inh. R. Lewin. Tel. 10786

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