Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 12 (15.6.1935)
- Date
- 1935-06-15
- Page
- Seite 265 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 265 Aus der Gemeinde München £ Zionistische Ortsgruppe München Oneg Schabbat über Max Brod. Am Ii Juni versammelte sich ein großer Kreis zu 'dem Oneg Schabbat des Jungzionistischen Arbeitskreises. Nach einer Ansprache von Mordechai Tugenldhaft' über den Wochenabsohnitt nahm Fritz Rosentha4 (Den Chorin) das Wort zu einem Vortrag über „Max Brods Religiöses Weltbild", dem dieser Abend gewidmet war. Max Brods Auffassung vom Wesen des Judentums, die vor Jahren, 'auf die jüdische Jugend von starkem Einfluß gewesen, heute aber weitgehend vergessen ist, wurde in ihrer dauerndem? Beideutung lebendig. Wie Brod in seinem Werk „Heidentum, Christentum, Judentum" stellte der Referent die Begriffe des „Edlen und unedlen Unglücks" und der Gnade in iden Mittelpunkt und' machte ihre Verschiedenheit in den drei Religionen deutlich. Obwohl der Stoff in dieser knappen Zusammenfassung vielleicht zu schwierig war, hat der Vortrag doch manche Anregung zur erneuten Beschäftigung mit dem Denlker Max Brod gegeben. Vortragsreihe über „Die Grundlagen des Palästina-Aulbaus". Der in ider letzten GemeindezeLtung ausführlich angekündigte Vortragszyklus zur Einführung in die Fragen des Palästina- Aufbaus beginnt am Di e n s ta g, den 18. Juni, mit einem Vortrag von Dr. Hertha Lieber über „Die Anfänge der modernen Palästina-Kolonisation und die Zionistische Bewegung". Da das Interesse für diesen Einführungskurs sehr stark und die Teilnehmeiizahl beschränkt ist, wird um telephonische Anmeldung im Büro der ZOG (53 0 52) gebeten, wo alles Nähere zu erfahren ist. Der Kurs umfaßt 4—5 Vortrage, deren Referenten noch bekanntgegeben wenden. Die Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes teilt mit, daß der nächste Hausirauennachmittag am Dienstag, den 18. Juni, um 4 Uhr bei Schwarz stattfindet. ^1 Reichsbund jüd. Frontsoldaten f Landesverband Bayern Ortsgruppe München. 1. Die nächsten kameradschaftlichen Abende finden am Montag, den 17. Juni, und am Montag, den 1. Juli 1935. in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2, statt. Sie sollen der geselligen Unterhaltung gewidmet sein. 2. Ferienwerk des R JF. Die Bundesleitung bemüht sich, in den Ferien Kinder von Kameraden, die auf dem Lande wohnen, bei Kameraden in der Stadt und umgekehrt Stadtkameradenkindern die Möglichkeit der Unterbringung auf dem Lande zu verschaffen. Wir bitten die Kameraden umgehend, uns Mitteilung zu machen, ob sie a) bereit sind, ein Kind aus Kameradenkreisen als Feriengast unentgeltlich aufzunehmen, b) ihr Kind als Feriengast unterzubringen wünschen, c) auf direkten Austausch reflektieren (Stadtkind gegen Landkind). Dabei wolle die in Frage kommende Zeit, sowie rituelle oder nichtrituelle Lebenshaltung angegeben werden. 3. Am Sonntag, den 16. Juni 1935, um 15 Uhr, wird in der Synagoge Binswangen eine Gedenktafel zu Ehren der im Weltkrieg gefallenen Kameraden aus der Gemeinide Binswangen eingeweiht. Die Angehörigen von Familien, die aus Binswangen stammen, werden besonders hiezu eingeladen. Einzelheiten sind beim Gemeindevorstand in Binswangen, Herrn Gradmann, oder bei Herrn Arthur Strauß zu erfragen. Aus bayerischen Gemeinden Ludwisshafen am Rhein. Samstag, den, 11. Mai, wurde innerhalb des gut besuchten Morgengottesdienstes die feierliche Einführung des von Bad Dürkheim nach Ludwigshafen übergesiedelten Bezirksrabbiners Dr. Steckelmacher vollzogen.. Zum ersten, Male seit Bestehen der vor achtzig Jahren erstandenen Gemeinde ist sie Rahbinatssitz geworden. Die Bedeutung dieser geschichtlichen Stunde würdigte Herr Professor Koburger als Vorsitzender der Kultusgemeinde in seiner Begrüßungsansprache, indem er den Aufgabenkreis des Rabbiners, der Neuzeit im Vergleich zu dessen Pflichtenkreis früherer Jahre beschrieb. In herzlichen Worten der Erwiderung gab Herr Bezirksrabbiner Dr. Steckelmacher der Freude Ausdruck, nach 25jähriger Amtszeit nunmehr in seiner größten Bezirksgemeinde wirken zu dürfen und zeichnete in eindrucksvoller Relde die Aufgaben der Betreuung der Ludwigshafener Gemeinde als Prediger, Lehrer und Sozialrabbiner. Herr Kantor Liberles gab der Feierstunde ihr gesangliches Gepräge durch klatti'Sgchöne Wiedergabe von Lewandowskis „Boruch Habo". Möge es Herrn Bezirksrabbiner Dr. Steckelmacher beschieden sein, in steter Gesundheit recht lange weiterhin segensreich walten und wirken zu können. -tz- Bamberg. Es ist ein Verdienst der Palästina-Fihnstelle Berlin, denjenigen, denen es nicht vergönnt ist, Erez-Israel zu bereisen, durch den Film das Land näher zu bringen. Die Z. O. G. zeigte zu dem Zweck in Bamberg zum erstenmal einen beweglichen Schmalfilm: „Erez Israel." In der trefflich gelungenen Zusammenstellung der verschiedenen Bilder und Szenen gefielen besonders die gut gelungenen Aufnahmen des Kinderdorf es Ben Schemen. In Bamberg ist man auf den angekündigten, demnächst erscheinenden Tonfilm der Palästina- Filmstelle besonders gespannt. Nach diesen Film-Darbietungen, die mit Gesängen vom I. P. D. umrahmt waren, folgte ein Vortrag von K. Wiesenfelder, der. die enge Verbundenheit von Erez und Gahith klarlegte und wahrhaftes Ghaliuziuth, Bereitstellung des ganzen Menschen, nicht nur für Olim, sondern auch für Galuthmenschen forderte. Als Delegierter für die Berliner Tagung der Z.V. f, D. erstattete der Redner einen Bericht über seine Palästina- Eindrücke und schloß unter starkem Beifall der zahlreich Erschienenen, mit einem Appell an die Versammlung im gleichen Sinne in der Gemeinde arbeiten zu wollen. Mit dem Gesang der Hatikwah schloß die gut gelungene 4. Veranstaltung der Z. O. G. Ansbach. Bei der letzten Veranstaltung des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur, am 2. Juni, schilderte Herr Kommerzienrat Dietenhöfer in einem fast dreistündigen Vortrag seine Reise-Erlebnisse aus dem Heiligen Land. Durch mehr als 200 Lichtbilder veranschaulichte der Redner seine Fahrt durch Italien und das Mittelmeer, vor allem die biblischen Stätten und die rasch aufblühenden Siadelungen Palästinas. Reicher Beifall lohnte dem allgemein verehrten Redner seine große Mühe. Straubing. Am 10. Juni beging der Vorstand unserer Gemeinde, Herr Kommerzienrat Max Loose, seinen 65. Geburtstag. Er hat sich nicht nur um die Leitung unserer Gemeinde große Verdienste erworben, sondern gehörte auch lange Zeit zu den geschätzten Mitarbeitern zahlreicher Körperschaften und Vereinigungen, in denen er an führender Stelle Ersprießliches leistete. Seine Verdienste fanden durch verschiedene Auszeichnungen die gebührende Anerkennung. Möge es ihm vergönnt sein, seine segensreiche Tätigkeit in unserer Gemeinde noch viele Jahre fortzusetzen-. It&MH Sit, dii aidt Btuk-kieiduuä W WW WWW^r ^r*WW^ *nWWWW fWVflPVPfPV MfuUeu Sehdiiti^et Sttofk