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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-04-01 · 7 (1.4.1935) · p. Seite 155

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
7 (1.4.1935)
Date
1935-04-01
Page
Seite 155 (sequence 11)
Language
German
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Jiicl. Kiiltiirliiiml in Baycm Preisermässigung; für Mitglieder Münchner jüdischer Organisationen Die KuUurbundleitung hat sich entschlossen, fär die letzten Münchner Veranstaltungen dieser Saison (Rezitationsapend Otto Bernstein, Symphoniekonzert, Vortrag Dr. Bing über Wassermann, Kammermusikabend des Münchner Trios) die Eintrittspreise für Mvglieder jüdischer Organisationen um ca. 25% zu senken. Mitglieder des Jüdischen Frauenbundes^ des Jüdischen Lehrervereihs, des Jüdischen Turn- und Sportvereins, des Reichsbands jüdischer Frontsoldaten sowie der Zionistischen Ortsgruppe entrichten gegen Vorwels der Mitgliedskarte oder der letzten Beitragsquittung für ihre Person im Vorverkauf wie an der Abendkasse folgende Eintrittspreise: auf dem 1. Platz RM. 1.60 (statt 2.20) bezw. RM. 1.10 (statt 1.50); auf dem 2. Platz RM. —.80 (statt 1.10). Es wird gebeten, die Eintrittskarten tunlichst im Vorverkauf (Gemeindekanzlei und Ewer-Buchhandlung) zu lösen, jugendliche erhalten auch weiterhin Kategoriekarten an der Abendkasse zu RM. —.60. Bedauerlicherweise ist es nicht möglich, die Gwderobegebühr bei Konzerten im Museumsaal zu reduzieren; die Hausverwaltung muss hiefür gemäss allgemeiner Abmachungen 30 Pfg. erheben. Hingegen wird künftig bei Vortragsabenden nur noch eine Garderobegebühr von 20 Pfg. erhoben. Für die nächste Saison ist für die Kulturbund-Veranstaltungen eine durchgreifende neue Preisgestaltung auf Grund von Abonnements vorgesehen. Vortragsabend Otto Bernsfein Wer im April vorigen Jahres Otto Bernstein Dichtungen und Prosastiücke von Beer-Hofmann, Ludwig Strauß, Jakob Wassermann vortragen hörte, dem bleibt unvergeßlich, wie hier durch einen völlig freien Vortrag der wortgetreuen Dichtung diese neu entsteht; man nimmt an der Wiedergeburt des Kunstwerks selbst teil. Der Gehalt jedes Wortes, die Wortfarbe, der Ablauf des Geschehens, das in dem vorgetragenen Stück ausgedrückt wind, gewinnt mit der Stimme des Vortragenden neues Leben, völlig anders als bei der Lektüre. Es ist die Versenkung in den Eigengehalt des Dichterwerks, was bei Bernstein so ungewöhnlich fesselt; ohne Pathos und Theater spricht durch Otto Bernstein der Dichter selbst. — Das Programm am Donnerstag, den 4. April (abends 8 Uhr im großen Museum-Saal) sieht eine besonders abgewogene Folge erlesener Prosastücke vor: Martin Buber, Das dreimalige Lachen. — Das berühmte Schluß-Kapitel aus dem „Geschichten Jaaiko'bs" von Thomas Mann: „Benoni", das Sterben der Stamm-Mutter Rahel im Kindbett; und zum Schluß das wunderbare Hauptstück: Kleists „Erdbeben in C h i 1 i". Die jüdische Öffentlichkeit wird Abend noch einmal hingewiesen. eindringlich auf diesen Zum Symphoniekonzerl des Münchener Kulturbund-Orchesters Am Donnerstag, den 11. April, findet in der .Synagoge Herzog-Max-Straße das vierte Symphoniekonzert des Orchesters statt. Unter Leitung von Kapellmeister Erich Erck gelangen zur Aufführung: Mozart, Symphonie g-moll; Schumann, Konzert für Klavier und Orchester a-moll; Beethoven, Vierte Symphonie B-dur. In Professor Michael Wittels aus Köln, dem Solisten des Schumannschen Klavierkonzerts, ist ein Künstler großen Formats für diesen Abend gewonnen worden. In Köln, wo er bis vor kurzem als Professor an der Staatlichen Hochschule Otto Bernstein, Dresden Phot. Genja Jonas, Dresden h&gett Sie die pte BatU-MeiduHQ HiiUtikek Seadtikfee $tta$*

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