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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-03-15 · 6 (15.3.1935) · p. Seite 126

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
6 (15.3.1935)
Date
1935-03-15
Page
Seite 126 (sequence 10)
Language
German
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Bayerische Israelitische Gemeindezeitimg Nr, 6 Reichsbund jüd. Frontsoldaten Orfsgruppe München e. V. Montag, den 1. April 1935, 20 Uhr, großer Museumsaal, Promenadestraße 12 Ober deutschssjüdisdie Besinnung spricht Dr. Hans Joachim Schoeps Karten zu 75 Pfg., für Mitglieder zu 50 Pfg., für Jugendliche zu 25 Pfgbei Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2; Zigarrengeschaft S. Levinger, Bayerstraße 21; Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2 und an der Abendkasse. REICHENBACH-BAD R«ichenbachstraBe 8/1, Telefon 28781 Neu renoviert und vergrößert. Wannenbäder 50 Pfg., alle Heilbäder, Massagen, Höhensonne, Schlankheitsvibration, Fußpflege. Besonders zu empfehlen s das Gynmacolon«Darmbad ISRAELITISCHE KULTUSGEMEINDE MÜNCHEN Trauergottesdienst in der Hauptsynagoge zu Ehren der im Weltkrieg Gefallenen. Beriehtszeit, vom November 1933 bis Februar 1935, wurden 196 Personen mit 1472 Kleidungsgegenständen befürsorgt. Es sei an dieser Stelle all jenen gedankt, die es uns ermöglichten unsere bedürftigen Mitmenschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Wir bitten alle Gemeindemitglieder herzlichst, uns auch in diesem Jahr die Möglichkeit zu geben, segensreich weiter zu arbeiten! Der Bedarf der Kleiderkammer ist so groß, daß wir bei weitem nicht alle Wünsche befriedigen können. Besonders arm sind wir zurzeit an Anzügen, an guter Wäsche, an Mänteln, ja, fast kann man sagen an allem! Vielleicht ist es unseren „stillen Mitarbeitern" möglich alle Herrengarderobe gesondert zu verpacken und uns unter der ausdrücklichen Anschrift „Männerkleiderkammer" zukommen zu lassen. Die Männerk leiderkam in er des israelitischen Wohlfahrtsamtes Abschiedsfeier. Herr Emil Cahn, ein bekanntes und yer-r dientes Mitglied unserer Gemeinde, der seine Kraft seit Jahrzehnten in uneigennütziger Weise unserem Synagogenchor zur Verfügung gestellt hat, beabsichtigt demnächst München zu verlassen, um seinen Wohnsitz bei Kindern in Stuttgart zu nehmen. Aus diesem Anlaß versammelte sich nach Schluß eines Sabbat-Gottesdienstes mit einigen Gästen der Synagogenchor, um sein scheidendes Mitglied zu ehren. Herr Kapellmeister Z i e g 1 e r erinnerte in seiner Ansprache an die Verdienste, die Herr Emil Cahn sich nicht nur als Sänger, sondern als ein für den Synagogensang begeisterter Mann, besonders auch im jüdischen Gesangverein, erworben hat. Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer und Rabbiner Dr. Baerw a 1 d dankten dem Scheidenden mit dem Wunsch, es möchte ihm in seiner neuen Heimat seine körperliche und geistige Frische erhalten bleiben. Herr Cahn, dem als kleines Zeichen des Dankes der Gemeinde ein Buch überreicht worden war, dankte seinerseits mit zu Herzen gehenden Worten, aus denen Kunstbegeisterung, lebendige Frömmigkeit und Gefühl für gute und echte Tradition sprach. Ein Chorgesang beschloß die kurze und schlichte Feier. — Auch an. dieser Stelle sei Herrn Cahn für alles, was er dem hiesigen gemeindlichen musikalischen Leben gegeben, wärmster Dank ausgesprochen und der Wunsch damit verbunden, es möchte ihm und seiner Gattin viele ungetrübte Jahre in der neuen Heimat beschieden sein. -Id. Aus bayerischen Gemeinden Bayreuth. Die Gemeinde beabsichtigt des Jubiläums des 175jährigen Bestehens der Synagoge, worüber der leitende Aufsatz in dieser Nummer Näheres berichtet, in einer schlichten synagogalen Feier, am Sonntag, den 24. März, nachmittags 5 Uhr, zu gedenken. Buttenwiesen. Am 8. März beging Herr Leo Reiter, seit fast zwei Jahrzehnten Vorstand unserer Gemeinde, den 60. Geburtstag. Die herzlichsten Glückwünsche, welchen dem Jubilar von vielen Seiten, insbesondere auch vom Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden zugingen, rühmten in durchaus berechtigter Weise die großen Verdienste, welche sich Reiter im Laufe der Jahre um unsere Gemeinde erworben hat. Seit mehr als einem Viertel]ahrhundert trägt er selbst in Erfüllung bester alter Tradition zur Verherrlichung des Gottesdienstes als Vorbeter bei; als Gemeindeführer ist es seinem Geschick und seiner Tatkraft gelungen, auch in der Schwere der Zeit den oft anerkannten guten Geist unserer Gemeinde aufrecht zu erhalten und mit ihm ein wohltätiges Gemeindeleben zu erfüllen. Der diesjährige Trauergottesdienst zu Ehren der im Weltkrieg Gefallenen findet Sonntag, den 17. März 1935, vormittags 10 Uhr in der Hauptsynagoge Herzog-Max-Stra&e statt. Wir beehren uns, unsere Gemeindemitgüeder, im besonderen die Frontsoldaten und die Angehörigen der Gefallenen, hierzu ergebenst einzuladen. Für diesen | Gottesdienst sind die Rechte auf Eigentums- und Mietplätze aufgehoben. München, den 5. März 1935. Das Rabbinat Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München Dr. Baerwald Dr. Neumeyer

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