Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 4 (15.2.1935)
- Date
- 1935-02-15
- Page
- Seite 77 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 77 Schach. Zum ersten Male trafen sich schachspielende Mitglieder des Vereins am Dienstag, 5. Februar, in der Gaststätte Schwarz; der zahlreiche Besuch bewies, welches Interesse für dieses edle Spiel vorhanden ist und wie sehr der Verein einem Bedürfnis entgegenkam. Die Veranstaltung brachte ein Simultanspiel der Herren Dr. Wellisch und Dr. Ackermann gegen 13 bzw. 12 Gegner. Dr. Wellisch gewann 10 Partien, verlor 2 und machte eine remis, während Herr Dr. Ackermann 11 Gewinngegen 1 Verlustpartie aufzuweisen hatte. Die Spielabende — jeden 1. und 3. Dienstag und 2. und 4. Montag des Monats — beginnen jeweils um 20.30 Uhr. Augsburg Tischtennisstädtekämpfe in Augsburg. München besiegt Nürnberg 7:5 und Augsburg 8:4. Nürnberg schlägt Augsburg 10:2. Die am Sonntag, den 10. Februar, von der Privaten Tennisgesellschaft Augsburg durchgeführten Tischtennismannschaftskämpfe brachten vor zahlreichen Zuschauern hochwertige und spannende Treffen. München konnte beide Kämpfe sicher gewinnen, obwohl durch das Fehlen einer Spielerin zwei Punkte jedem Gegner kampflos abgegeben werden mußten. Der Veranstalter zeichnete sich durch straffe Organisation und vorbildliche Gastfreundschaft aus. Die Ergebnisse waren folgende: München — Augsburg 8:4: Heifeld I—Einstoß I 0:3 (!), Spiro—Landmann 3:2, Goldstern—Schönwetter 3:0, Heifeld II—Riegler 2:0, Herz—Schwab 2:0, Scheinmann—Einstoß II 2:1, Fr. Orlow—Fr. Raff 0:2; Heifeld I/II—Einstoß I/Landmann 2:0, Spiro/Scheinmann—Schönwetter/Schwab 2:0, Goldstern/ Herz—Einstoß II/Riegler 2:0. Nürnberg — Augsburg 10:2: Braude—Einstoß T 1:3, Heumann—Landmann 3:0, Engel—Schönwetter 0:3, Mayer— Riegler 2:0, Rosenfelder—Schwab 2:0, Friedmann—Einstoß II 2:0, Frl. Hamburger—Fr. Raff 2:0, Fr. Wilmersdorfer—Frl. Seelig 2:1; Rosenfelder/Mayer—Riegler/Rosenau 2:1, Braude/ Heumann—Einstoß I/Landmann 2:1, Engel/Friedmann—Schönwetter/Schwab 2:1, Fr. Wilmersdorfer/Braude—Fr. Raff/Einstoß I 2:0. München — Nürnberg 7:5: Heifeld I—Braude 3:2, Spiro—Heumann 3:1, Goldstern—Engel 3:2, Heifeld II—Mayer 2:1, Herz—Rosenfelder 2:0, Scheinmann—Friedmann 2:0, Fr. Orlow—Frl. Hamburger 0:2; Helfeid I/II—Braude/Heumann 1:2, Spiro/Scheinmann — Engel/Friedmann 2:1, Goldstern/Herz — Rosenfelder/Mayer 1:2. H.-z. Büdierschau „Das ist Tel Awiw!" — Ein neues Palästina-Bilderbuch. Von Dr. Annie Mainz. Hamburg (Verlag des Familienblattes ABC Str. 57) 1934. Das im Verlag M. Leßmann erschienene kleine Palästina- Bilderbuch von Annie Mainz „Das ist Tel Awiw!" erhebt nicht den Anspruch, eine sytematische Schilderung in Wort und Bild auch nur jenes Ausschnitts des jüdischen Palästina zu geben, auf den es sich von vornherein beschränkt hat. Vielmehr sind hier gewissermaßen Momentaufnahmen zusammengefaßt, wie sie sich dem Beschauer bei einem Rundgang bieten, der mehr einen Gesamteindruck von dem eigenartigen Lebensrhythmus der Stadt als einen genaueren Einblick in ihre sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen vermitteln soll. Diesen Eindruck dem Leser und Betrachter weiterzugeben, ist der Verfasserin zweifellos gelungen, die mit Recht einleitend den Augenblicks'ciharakter ihrer Darstellung betont. Die zahlreichen Bilder des Büchleins wirken lebendig und sind technisch gut reproduziert. Marta Wertheimer, Alle Tage meines Lebens. I. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M., 1934. Was an Freud und Leid die jüdische Frau beglücken und bedrücken mag, ihr Alltag von morgens bis nachts, der Verlauf wichtiger Lebensabschnitte, die jüdischen Trauer-, Fast- und Freuden-Festtage, ihr Sinn und ihre Stimmung, die jüdischen Bräuche und Sitten, all dies wird in diesem Buch klug, lebensweise, mit zartlyrisdhem Unterton vorgebracht, so klärend und belehrend, ohne trockene Schulmeisterei, daß dies »NACH MASS« in unserem Sinne: edle Stoffe und beste, nach Maßtarif \ entlohnte Schneiderarbeit. Unsere Maß-Anzug-Preise: 145.- und 165.- BAMBERGER «HERTZ die zuverlässigen Kleiderfachleute Buch vor allem den jüdischen Frauen aufs wärmste empfohlen werden kann. Der tiefste Sinn jüdischen Frauenlebens wird aufgezeigt, in schlichter Weise der hn Hintergrunde von allem wirksame Gotteseinheitsgedanke des Judentums dargetan, die jüdische Beziehung zwischen Gott und Mensch, die mit der jüdischen Gottesliebe stets innig verbundene Nächstenliebe, Gastfreundschaft, Herzenszartheit und Gebefreude. Jedes Kapitel ist in diesem Sinne gleich gut, so daß es schwer fallen würde, eines besonders hervorzuheben. Uberall wird der Pflichtenkreis der Frau klar und schön umschrieben, immer getaucht in Gottgeweihtheit und Sinnerfülltheit auf Grund der Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Alles Traktätchenhafte, alles, was nur entfernt an banale Lebensweisheit erinnern könnte, alles Aufdringlich-Lehrhafte ist dank künstlerischer Darstellunsgweise völlig vermieden. Das Buch ist das Spiegelbild einer warmfühlenden jüdisch-fraulichen Seele, ein Führer durch das Frauenleben voll Kraft der Erbauung und voll allgemein-menschlicher und jüdischer Weisheit. K. Palästina Wjctdu Anfang März in München Die Palästina-Woche wird in mehreren großen Veranstaltungen mit hervorragenden Fachleuten und Rednern ein umfassendes Bild vom Stand des jüdischen Aufbauwerkes u. den Beziehungen des deutschen Judentums zu Palästina geben. Achten Sie auf die genaue Ankündigung an derselben Stelle der nächsten Nummer! Zionistische Or tsgruppeUIün ehen