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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-02-01 · 3 (1.2.1935) · p. Seite 59

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
3 (1.2.1935)
Date
1935-02-01
Page
Seite 59 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 3 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung. 59 (Schluß von Seite 54) Stelle, gesammelt und für familiengeschichtliche Forschungsarbeit nutzbar gemacht werden. Die Gemeinde Bamberg ist zur Zeit dabei, den Wunsch des Verewigten für den ihr zugänglichen Materialkreis zu vollziehen, ein Unternehmen, das zweifellos auch auswärts Beachtung und Nachahmung verdient. Außerdem hat der Unterzeichnete auf Anregung des Verstorbenen für die heimischen Judenfamilien Abstammungslisten angelegt, die fortlaufend ergänzt, und weitergeführt werden, also eine Art Gemeindestammrolle. Ein bleibendes. Denkmal seines Wirkens hat sich Dr. A. Eckstein s. A. gesetzt in dem monumentalen Bau der Neuen Synagoge, deren 25jähriges Bestehen im Herbst dieses Jahres festlich begangen werden kann. Im gewissen Sinn repräsentiert dieses Bauwerk die Gesinnung und Schaffensrichtung des Mannes, der an seiner Erbauung entscheidenden Anteil hatte. Es stellt für seine Zeit insofern ein Novum dar, als es sich energisch abwendet von der in neuerer Zeit üblichen Bautradition für Synagogen, die ihre Formalelemente teils im griechisch-klassischen Stil'sucht oder die Fassade und das Innere mit orientalisch-maurischen Schnörkeleien ausstattet. Der Bamberger Synagogenbau ist aus einer bewußt deutschen Grundempfindung heraus gestaltet. Der Baumeister, der diesen gedrungenen, festungsartigen, mit einem wuchtigen Turmaufsaiz gekrönten Bau im Sinne romanischer Bauweise hinstellte, bringt wieder die alte Stilform mittelalterlicher Synagogen zu Ehren. Darum aber steht dieses Gotteshaus symbolhaft für das Wesen des Mannes, dem seine innerste Bestimmung anvertraut war und der ihm die geistige Seele einhauchte, des Mannes, dem die höchsten Lebenswerte, die er nie müde ward zu verkünden, Deutschtum und Judentum bedeuteten. M. Katten. Aus der Gemeinde Bamberg Das Jahr 1934 schloß am 30. Dezember mit einem fesselnden Vortrag des Herrn Justizrat Höf lein (Bamberg) über: „Die Entwicklung der rechtlichen Stellung der Juden seit 150 Jahren"^ Am 9. Januar 1935 hielt die Zionistische .Ortsgruppe Bamberg zur Eröffnung einen feierlichen Ortsgruppenäbend ab. zu dem die Spitzen der Gemeinde geladen waren. Gemeindevorstand und Rabbiner drückten ihre Genugtuung darüber aus, daß durch die wiedergegebene Arbeitsmögliohkeit das gesamtjüdische Leben in Bamberg, eine. Bereicherungerfahre. Herr Karl Wiesenfelder. (Bamberg) sprachäußerst wirkungsvoll. über Palästina. Am 13, Januär 1935 fand die Delegierten-Tagung des bayerischen Landesverbandes des Reichsbündes jüdischer Frontsoldaten statt, zu der die gesamte Reichsbundesleitung von Berlin erschienen war. Für die' Gemeinde begrüßte der Vorstand, Herr Dr. Morgenroth, die Erschienenen, gleichzeitig die tief bewegende Nachricht vom. Ableben' des Herrn Rabbiner i. R. Dr. Eckstein bekanntgebend. Anläßlich dieser Tagung hielt am 14. Januar der Hauptgeschäftsführer des R.j.F., Herr Dr. Frenkel (Berlin) einen mit viel Beifall aufgenommenen Vortrag über: „Judentum als Schicksal und.Aufgabe." Und den Höhepunkt .in der Reihe der Veranstaltungen brachte am 20. Januar ein Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Salzberger (Frankfurt) über: „Jüdisches Schicksal und jüdische Sendung." Ein Ereignis und ein Erlebnis! Aus bayerischen Gemeinden Ansbach.;-Am 16. Januar konnte unser langjähriges Verwaltungsmitglied, Herr Leo Steiner, seinen 70. Geburtstag feiern, woran die ganze Gemeinde aufrichtig teilnahm. Der Vorstand der Kultusgemeinde, Herr Kom.-Rat Dieterhöfer.. überbrachte die Wünsche der Gemeinde und Verwaltung und gedachte in anerkennenden Worten der treuen und hingebenden Dienste, welche der Jubilar in der langen Reihe von Jahren der Gemeinde widmete. Als äußeres Zeichen der Anerkennung, überreichte er eine wundervolle Mappe. Herr Distriktsrabbiner Dr. Münk schloß sich diesen Wünschen an in der frommen Hoffnung, daß es Hern Steiner vergönnt sein möge, noch viele Jahre an der Seite seiner getreuen Lebensgefährtin zum Wohle der Gemeinde zu wirken. Aus dem Reiche Die Reichsvertretung der deutschen Juden an die Gemeinden des Saargebietes Die Reichsvertretung der deutschen Juden schreibt an die jüdischen Gemeinden des Saargebietes: Nach 15 Jahren der Trennung ist die Saar zu Deutschland zurückgekehrt. In geschichtlicher Stunde entbieten wir den jüdischen Gemeinden im Saarlande ein Wort herzlicher Verbundenheit. Ihr seid jetzt wieder mit uns zusammengeschlossen und wir mit Euch. Gemeinsam ist uns wieder unser Schicksal, gemeinsam Arbeit, Sorge S. LevingerZigarren rühmlichst bekannt durch feine Qualität jetzt wieder Bayerstrasse 21 im Neubau Hotel Rheinischer Hof / Gegründet 1886 ✓ Fernsprecher 54897 Inventur-Verkauf von. Montag, den 28. Januar bis Samstag, den 2. 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