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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1935-01-01 · 1 (1.1.1935) · p. Seite 13

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
11 (1935)
Issue
1 (1.1.1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr.- 1 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 13 Aus der Gemeinde München IIrIFiI Reichsbund jüd. Frontsoldaten Jj^M~JJ Landesverband Bayern Ortsgruppe München Am Montag, den 7. Januar 1935, kameradschaftlicher Abend in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2. Diejenigen Kriegsteilnehmer, deren Familien'narrte Mit den Anfangsbuchstaben 0. P QR beginnt, werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie im Monat Januar 1 9 35 d e n Antrag zur Verleihung des Ehrenkreuzesi.beim Polizeikommissariat i Ihr es Bezirkes einzureichen h a b e n. Vortrag Rabbiner Dr. Max Elk am 5. Januar 1935. Die Zionistiche Ortsgruppe München eröffnet ihre Tätigkeit am Sam'stag, den 5. Januar 1935 mit einem öffentlichen Vorträgsabend, für den Rabbiner Dr. Max Elk, Stettin (früher München) gewonnen wurde. Dazu schreibt uns die Ortsgruppe: Die Entwicklung der letzten Jahre hat es mit sich gebracht, daß die Ziele des Zionismus —■ in erster Linie der Aufbau der jüdischen Heimstätte in Palästina, die Stärkung . des jüdischen Bewußtseins, jüdisdhe Schule und hebräische Sprache — zu Aufgaben des ganzen deutschen Judentums geworden sind. In dieser Situation bleibt es an verstärktem Maße die Aufgabe der zionistischen Organisation, die Grundidee der physischen' und sittlichen Erneuerung des jüdischen Menschen und des jüdischen Volkes und ihre verpflichtende Kraft für den Einzelnen zu währen. In diesem Sinne ist die Wahl des Themas „Zionismus als Gesinnung" zu verstehen. Die Persönlichkeit des Redners ist von seiner Wirksamkeit in München her dem jüdischen Publikum bekannt. Der Vortrag findet 8.15 Uhr pünktlich im Museumsaal statt. Alle Gemieindemitglieder sind dazu herzlichst eingeladen. Näheres siehe in untenstehender -Anzeige. Ssichah der hebräischen Sprachschule München. Am 15. Dezember 1934 versammelte die hebräische Sprachschule ihre Schüler und Freunde zu einer hebräischen Ssichah, die unter Leitung der beiden hebräischen Lehrer Melber und Shainermann stand. Herr Melber leitete den Abend mit einer Chanukkahbetrachtung über Formen und Sitten des Festes im Lauf der Zeiten ein. Dann lernte man gemeinsam zwei hebräische Lieder. Schließlich las Herr Shainermann aus einem neuen palästinensischen Kinderbuch die Geschichte eines Kindes im Kinderdorf Ben Schemen vor. Eine Reihe von Te'Ü- Zionistische Ortsgruppe München Samstag, den 5. Januar 1935, abends Uhr pünktlich, spricht im Museumsaal, Promenadestraße 12 Rabbiner Dl% Ma\ El k (Stettin) über „Zionismus als <*esiiuiiiiig'' Der Eintrittspreis beträgt RM. —.60 einschl. Steuer. Vorverkauf: Büro der Zionistischen Ortsgruppe, Prielmayerstr. 20/lIu. Ewer-Buchhandlung, Ottostr: 2. Eine beschränkte Anzahl von Kategorie-Karten für Jugendliche zu RM. —.40 nur an der Abendkasse. Ihr Pelzwerk bei Kürschnermeister TELEFON 68160 Criinhut AUGUSTENS.TR. 85/o nehmern erzählte dann die Geschichte nach und bewies damit, daß bereits ein großef Kreis von gut hebräisch Verstehenden vorhanden ist. Im ganzen hat diese Veranstaltung durch ihr abwechslungsreiches Programm allen Teilnehmern Freude und Lust zur weiteren Arbeit vermittelt und damit auch jenen, die nicht alles verstanden, wertvolle Anregung gegeben. Es ist sehr zu wünschen, daß diese Ssichoth in derselben Weise fortgesetzt und ausgebaut werden. E. Zionistische Ortsgruppe München. Nach Wiederzulassung der Ortsgruppe trat am 12. Dezember eine Mitgliederversammlung zusammen. Herr Dr. Siegbert Feuchtwanger gab einen kurzen Bericht über die Vorgänge und schlug folgenden Vorstand vor, gegen den sich kein Widerspruch erhob: 1. Vorsitzender: Herr Dr. J. M. Gutmann, 2. Vorsitzender: Herr Manfred Sturmann, Schriftführer: Herr Dr. Richard Eisen, Juristischer Beirat: Herr Dr. Siegbert Feuchtwanger. Für die Besetzung des Kassierpostens ist Herr Leo Satonower vorgesehen. Ferner wurden Vertrauensleute für die verschiedenen, mit der zionistischen Arbeit zusammenhängenden Aufgabengebiete und Institutionen gewählt. Uber den ersten öffentlichen Vortragsabend der Ortsgruppe (Rabbiner Dr. Elk) siehe Notiz und Anzeige auf gleicher Seite des Blattes. Der jüngere Teil der Ortsgruppenmitglieder (im Alter von etwa 18—25 Jahren) ist im Jungzionistischen Arbeitskreis zu intensiverer Arbeit zusammengefaßt. Es wurden einige Arbeitsgemeinschaften gebildet " („Geschichte der zionistischen .Idee", „Zionistische Politik", „Palästinakunde"), die im Januar ihre Arbeit aufnehmen. Weitere Anmeldungen hierzu werden an das Büro der Ortsgruppe erbeten. Für den Jungzionistischen Arbeitskreis und die Älteren der zionistischen Jugendbünde findet an jedem Samstag ein Oneg Schabbath statt. Gäste sind dabei (herzlich willkommen. Der erste Oneg Schabbath unter Leitung von Manfred Sturmann war Hugo Zuckermann gewidmet. Alle Anfragen sind an das Büro der Zionistischen Ortsgruppe, Prielmayerstr. 20, zu richten. Aus bayerischen Gemeinden Augsburg. Die Wohlfahrtsstelle der Kultusgemeinde veranstaltet zusammen mit dem Frauenverein eine Chanukah-Bescherung. Etwa hundert Personen werden mit Spenden bedacht werden. Den zahlreichen Gebern wird dieser schöne Erfolg der beste Dank für ihr Geben sein. Homburg (Saar). Gelegentlich der Beisetzung eines hiesigen Gemeindemitglieds, des Herrn Siegmund Hirsch, wurde am Montag, den 10. Dezember, der neue jüdische Friedhof, um dessen Erwerb und Anlage sich der Vorsitzende des Synagogenrats, Herr Leo Hirscih, besonders verdient gemacht hat, eingeweiht und seiner heiligen Bestimmung übergeben. Herr Bezirksrabbiner Dr. N e 11 h a u s (Pirmasens) hielt daselbst vor der zahlreich versammelten Gemeinde die Weraerede. Coburg. Die in Nr. 23 der Gemeinde-Zeitung vom 1. Dezember 1934 veröffentlichte Liste bayerischer Gemeinden, in denen sich eine größere Zahl von Juden befindet, muß durch die Gemeinde Coburg ergänzt werden. Coburg wurde das erstemal im Jahre 1925 als bayerische Stadt gezählt, sie hatte damals

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