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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-10-01 · 19 (1.10.1934) · p. Seite 396

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
19 (1.10.1934)
Date
1934-10-01
Page
Seite 396 (sequence 8)
Language
German
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396 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 19 hat, verdient hervorgehoben zu werden; die Erklärung dieses Motivs ist allerdings auch dem bedeutenden Kenner der jüdischen Folklore nicht gelungen. Beide Werke, die jedes ein in sich abgeschlossenes Gebiet einer ihrer selbständigen Entwicklung ungestört überlassenen Synagogenbautätigkeit behandeln, bedeuten einen wirklichen Zuwachs an Wissen au! einem Gebiet jüdischer Betätigung, dem früher bei weitem nicht das Augenmerk geschenkt wurde, das es verdient; gerade in der heutigen Zeit, die uns zwingt, uns mehr auf uns selbst zu beschränken, wird diese Bereicherung eine wertvolle innere Stütze zu bilden vermögen für die Vielen unter uns, die vordem „von Josef nichts wußten" und aus solchem neuerworbenen Wissensgute den notwendigen Aufbau einer geschlossenen Weltanschauung zu zimmern verstehen. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten München und Augsburg. München. Die kameradschaftlichen Abende des Monats Oktober finden am Mittwoch, den 3. Oktober, und am Montag, den 15. Oktober, in der Gaststätte Schwarz, Schlosserstr. 2, statt. In Augsburg kameradschaftliche Abende jeden ersten Samstag im Monat (Gaststätte Bollack), jeden Mittwoch Kegelabend (Gesellschaft Frohsinn). LUDWIG OBÜBEB Odeonsplatz 17 Das Geschäft des Qualitätsrauchers! Manfred Sturmann Eine Probe aus seiner neuesten Gedichtsammlung „Wunder der Erde" ist auf Seite 393 veröffentlicht. Aus der Gemeinde München Sprechstunden des Palästina-Amtes. Das Palästina-Amt München bittet uns bekanntzugeben, daß Sprechstunden Montag mit Donnerstag auf 16—17 TJhr und Freitag auf 11—12 Uhr in der Theatinerstraße 30/1 festgesetzt sind. Es wird dringendst gebeten, diese Zeiten einzuhalten. lwria, Darlehenskasse e. V. Die I w r i a Darlehenskasse e. V. ist ein auf kaufmännischer Grundlage aufgebautes gemeinnütziges Unternehmen, bestimmt, Angehörigen der Kultusgemeinde München Beihilfen zu wirtschaftlichen Zwekken zu leisten. Das Betriebskapital wurde zum Teil von Mitgliedern der Kultusgemeinde, zum Teil von dieser selbst und der Zentraldarlehenskasse in Berlin zur Verfügung gestellt. Es kann hier nicht der Ort sein, ausführlich über die Leistungen der Kasse zu berichten. Nur wenige Zahlen mögen ein Bild von der umfangreichen Tätigkeit derselben geben. Die Kasse arbeitet nunmehr 1% Jahre. Innerhalb dieser Zeit wurden 275 Darlehensgesuche eingereicht. Von diesen wurden als nicht in den Rahmen der Vereinslätigkeit fallend abgelehnt oder konnten mangels der satzungsgemäßen Unterlagen 54 nicht bewilligt werden; in 221 Fällen konnte die Kasse unterstützend eingreifen. Die gewährten Darlehen beliefen sich auf rund RM. 55 000—, die Einzelbeträge auf RM. 50 — bis 1000.—. Wenn auch die Rückzahlung infolge der Verschlimmerung der wirtschaftlichen Verhältnisse nicht in allen Fällen unter Einhaltung der vereinbarten Raten erfolgen konnte, so blieb die Kasse doch von erheblichen Verlusten verschont. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen hat die Kasse mit ihren Kunden und Bürgen die besten Erfahrungen gemacht. Die Geschäftsführung kann sich aber auch mit Genugtuung sagen, daß sie nicht nur durch Gewährung von Mitteln, sondern in vielen Fällen auch durch sachgemäße und wohlwollende Beratung manchen unserer Mitbürger vor dem Ruin bewahrt und manchem fleissigen und ehrlichen Menschen den Wiederaufbau seiner Existenz ermöglicht hat. Schulungskurs Zu dem geplanten Schulungskurs der Mittelstelle für Erwachsenen-Bildung vom 1.—4. November wird darauf hingewiesen, daß sich unbedingt auch die Münchner Jugendführer bis zum 10. Oktober schriftlich anmelden müssen, da sonst keine Übersicht über die zu erwartende Teilnehmerzahl zu gewinnen ist. 80. Geburtstag. Frau Schein dele Schwarz vvald, München, Klenzestraße 26/0, geb. 20. September 1854, konnte in diesen Tagen in voller Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag feiern. Neujahrs-Glückwunschenthebung (Nachtrag). Ackermann Rud. u. Frau, St.-Pauls-Platz 5 - Gerstle Hermann u. Frau, Prielmayerstraße l/II Haimann Frau Ciarisse, Martiusstraße 8/0 Haimann Paul u. Frau, Prinzregentenstraße 14/111. Unterstützungsstiftung des Jüd. Lehrervereins für Bayern E. V. Neujahrswunschenthebung 5695 (Nachtrag). Bernstein, Zweibrücken; Heß, Miltenberg; Heymann, Rodalben; Lamm, Pirmasens; Lehmann, Eschau; Liberles, Ludwigshafen; Marx, Speyer; Michel, Pirmasens; Rosenberger, Hammelburg; Rosenstiel, Mutterstadt; Samuel, Homburg; Schloß, Aschaffenburg; Schottland, Frankenthal; Steinern, Landau; Wahler, Neustadt a. S.; Wechsler, Alzenau; Wetzler, Ludwigshafen; Wiedemann, Landau; Zeilberger, Landau. München, 26. September 1934. M. Rosenfeld. Adolf Rosenblatt s. A. Am Erew Sukkaus hat man ihn zu Grabe gebracht, diesen lieben, gütigen Menschen. Als man sich in den jüdischen Häusern rüstete, das „Fest der Freude" würdig zu empfangen, lag unser Heim in tiefer Trauer. Wir haben in Adolf Rosenblatt einen guten Freund verloren. Seine kluge Beratung wird uns häufig fehlen. Wir werden dem treuen Heimgegangenen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Israelit. Pensionat in der Kaulbachstraße. Kalender des Jüdischen Frauenbundes. Wie sich eben herausstellte, ist in der diesjährigen Auflage ein Fehler bei der Zusammenstellung der Blätter vorgekommen; in einigen Exemplaren fehlen Teile, während andere doppelt vorkommen. Wir bitten unsere Bezieherinnen, den Kalender durchzusehen und die Fehlexemplare innerhalb einer Woche an Frau Hermine Ellinger, Ainmillerstraße 35/11, sen- M. SIMIERTHAIT «& CO. KAUFINGERSTBASSE 10 Das Haus für hübsche Geschenke in Uhren Schmuck Silberwaren

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