Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 11 (1.6.1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 232 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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232 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 11 Öffentlicher Vortrog. Äm Mittwoch, den 13. Juni 1934, 20 Uhr, spricht im Museumssaal, Promenadestr. 4, nach längerem Aufenthalt in Palästina Dr. Enzo Sereni, Berlin Bundesleiter des Deutschen Hechaluz, über das Thema ff Palästina und wir" Hebräische Chöre und Sprechchor unter Leitung von Ä. Scheinermann. Karten zum Preise von RM. —.50 an der Äbendkasse. Bayerischer Landesverband und Snif München des Hachaluz der äußeren unbeeinflußbareii Verhältnisse i'i'ir die Zukunft zuversichtlich sein dürfen. Das deutsch-jüdische Dasein geht durch eine Zeit der Gefahren, aber auch der durch Sorge und L'eid geläuterten Festigung. Über die sachliche Arbeit der Konferenz und das Problem der Erwachsenenbildung, die besondere Arbeit Bubers, dem die deutsche Judenheil zu größtem Dank verpflichtet ist. wird noch zu sprechen sein. Bücherschau Dreißig tschechische Erzähler. Herausgegeben von Anna Aurednicek. (Darmstädter Verlag in Darmstadt 1933.) in dieser Reihe von Erzählungen ist eine sehr reichhaltige Überschau über tschechische Prosaliteratur unserer Zeit geboten, die offenbar keine dichterische Schönheit, keine sprachliche Feinheit des Originals verloren gehen läßt. Bei der Fülle von Geschichten und ihrer Kürze ist nicht zu verwundern, wenn auch einiges mit unterlaufen ist, bei dem es sich der Verfasser etwas gar zu leicht gemacht hat, oder auch, was wenig Eigenartiges enthält. Auch ist es begreiflicherweise vielfach nicht möglich, ohne weiteres aus der einzelnen Erzählung einen Schluß auf Bedeutung und Können des Schriftstellers zu ziehen. Aber jedenfalls steht in dem Buche sehr vieles, das Aufmerksamkeit verdient, in leichterem oder tieferem Sinne anregt und durch gute Beobachtung, Phantasie, Humor oder lyrischen Reiz gefangen nimmt. Fast alle Erzählungen sind Proben eine.s gesunden Realismus und geben großer Liebe zu aller Kreatur Ausdruck. Wenn nachstehend einige Geschichten zwecks kurzer Charakterisierung herausgegriffen werden, soll damit kein Urteil über die nicht erwähnten abgegeben sein. Vor allem verdient Vrchlick's „Die Rose" genannt zu werden, bestechend durch Anmut einer Seelenfrühlingsstimmung, in deren Mittelpunkt Dante und Be'atrice stehen. Besonders fallen Tiergeschichten auf durch zarte und eigenartige Beseeltheit, so Preissova mit ..Liebestod", Slejhar mit „Der Fuchs" und Elgart-Sokol mit der „Schwanenballade". Ergreifend wirkt die Alterseinsamkeit in „Der alte Feldhüter" von Vchorä-Keectikä, und ein Muster zusammengedrängter Spannung bietet Bass in „Die kleine gläserne Guilottine". Durch unerbittlich Schicksalhaftes, in lyrischer Verklärung, bannt Kubka in „Nanu und Oya", während Langer in „Sie starb zur rechten Zeit" uns durch dämonische Dramatik daran erinnert, daß er auf der Bühne zu Hause ist. Wahrhaft dichterische Psychologie ist an Kopta's „Ich armer sündiger Mensch" zu rühmen und zwingend schildert die Atmosphäre eines Verbrechers Tilschorä in „Angst". Durch feine Ironie ergötzt Huskovä's „Beichte" und schließlich sei noch Wolker's „Die Magd" gedacht, in welcher Erzählung sich Stoff und Darstellung zu erschütternder Wirkung vereinigen. M„ K. Geschäftliches In Nr. 8 dieser Zeitung war unter den bayerischen Heil- und Erholungsbädern Bad Tölz genannt. Es sei hier nachdrücklichst darauf hingewiesen, welch hervorragende Heilerfolge dieses Bad aufweist. Der Aufenthalt dort ist n a c h w i e v o r für jeden Kurgast uneingeschränkt angenehm. Das Park-Hotel, wie auch die Kurpension Hellmann (vergl. Inserat in dieser Nr.) bieten in Küche und Keller, in Ausstattung der Gastzimmer und Gesellschaftsräume, mit großem Park und Liegewiese alles, was zur Behaglichkeit und Erholung der Kurgäste erwünscht ist. PLISSEE IDie Mode! Hohlsaum, Stoffknöpfe, Knopflöoher,Monogramme E. 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