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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-06-01 · 11 (1.6.1934) · p. Seite 228

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
11 (1.6.1934)
Date
1934-06-01
Page
Seite 228 (sequence 8)
Language
German
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228 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 11 •lOilisdicrKiiltiirliiiiMl in BaiYcrn Konzert des Münchner Jüdischen Vokalquartetts Zum Abschluß der Konzertsaison bietet der Kulturbund dem Münchener Publikum ein Konzert des Münchener Jüdischen Vokalquartetts, das am Mittwoch, den 6. Juni, abends 8 Uhr, im Museum stattfindet. Die Künstler, die sich zu diesem Quartett zusammengeschlossen haben, sind in München wohlbekannt. Frau Sonja Z i e cj l e r , die Solistin unseres Synagogenchors, hat als Sopran die Führung des Quartetts. Die Altstimme ist durch Frau Staatsopernsängerin Emma Färber-Straser vertreten, die durch ihre Tätigkeit an der Münchener Staatsoper noch in aller Erinnerung steht. Auch Herr Kammersänger Dr. Paul Kuhn, der die Tenorpartie innehat, ist unserem Opernpublikum kein Fremder; in seinen Bufforollen, namentlich als David und Mime, ersang er sich große Erfolge. Walter Ries, der Bassist des Quartetts, gehörte dem Ensemble der Staatsoper bis vor kurzem an und tritt auch jetzt noch dort häufig als Gast auf. Die Klavierbegleitung liegt in Händen von Kapellmeister Josef Ziegler, dem I^eiter des Synagogenchores. Die Künstler werden an diesem Abend Lieder, Duette und Quartette von Schubert. Schumann, Mendelssohn und Brahms zur Aufführung bringen. Eintritt RM. 1.25 (numeriert. Einheitspreis): Kalegoriekarten für Jugendliche zu RM. —.60 nur an der Abendkasse. Vorverkauf: Gemeindekanzlei und Ewer- Buchhandlung. Es wird gebeten, die Eintrittskarten tunlichst im Vorverkauf zu lösen. Ausstellung jüdischer Photographie Der Jüdische Kulturbund in Bayern veranstaltet vom 17. Juni bis einschließlich 8. Juli eine Ausstellung photographischer Werke. Die in München ansässigen Berufs photographen werden aufgefordert, sich als Aussteller zu beteiligen. Die Wahl der photographisch dargestellten Gegenstände steht frei. Auch Photomontage ist zulässig. Da die Größe der verfügbaren Wandfläche noch nicht feststeht, kann keine Gewähr dafür übernommen werden, daß alle eingesandten Arbeiten ausgestellt werden können. Einlieferung: Freitag. 1. Juni, bis 12.30 Uhr, Herzog-Max-Straße 7. Schriftliche Voranmeldung wird möglichst bald erbeten an Marie Luise Kohn, München 2 NW, Loristraßie 7/1. Kaufen Sie unsere ijiife ILleklim«) ItOSCIlf elllCr Bayerstraße 5 Martin Buber: „Die Lehre und die Tat" Am 9. Mai sprach im Rahmen der Veranstaltungen des „Jüdischen Kulturbundes in Bayern" Professor Martin Buber über „Die Lehre und die Tat" in der Münchener Hauptsynagoge. Der Gesang von Arien aus Miendelssohns „Elias" umrahmte die Feier; die Arien wurden von dem bekannten Tenor E r n s t M o s - b a c h e r hervorragend wiedergegeben. Der Inhalt des Vortrages entsprach im ganzen dier Lehrhausrede, die Buber zur Eröffnung des Fnühjahlehrgangies in Frankfurt a. M. vor kurzer Zeit gehalten hat. Die Rede ist im Wortlaut in der „Jüdischen Rundschau" vom 18. Mai abgedruckt. Eine außergewöhnlich große Zahl von Hörern folgte dem Redner, der zu dien großen deutschen Sprachmeistern zählt, mit gespannter Aufmerksamkeit. „Das Leben im abgelösten Geist ist von Übel, am meisten wenn es der Geist der Ethik ist; aber auch das tut Not zu wissen, daß uns, die wir die Lehre ohne Tat verneinen, die Tal ohne Lehre vernichten müßte." Diese eindringliche Quintessenz nahm jeder Hörer mit nach Hause. Ergebnis des Preisausschreibens Zu dem vom Kulturbund erlassenen Preisausschreiben zur Erlangung eines charakteristischen Zeichens (Signet) sind zahlreiche, teilweise sehr ansprechende Arbeiten der jüdischen, in Bayern ansässigen Künstler eingeliefert worden. Das Preisgericht erkannte einstimmig den ersten Preis der unter dem Kennwort „Verbundenheit" eingesandten Zeichnung zu. Der zweite Preis wurde der Arbeit mit dem Kennwort „Menorah" zuerkannt. I.Preis: 2. Preis: Kennwort „Verbundenheit" Kennwort „Menorah" Die beiden preisgekrönten Signete sind unter I und II wiedergegeben. Der Künstler, der das Zeichen unter I verfertigt hat, ist Herr Alfons R Osenberg in B achern am W ö r t s e e; der Künstler der Zeichnung unter II wird gebieten, seinen Namen und seine Adresse der Geschäftsstelle des Kulturbundes zu nennen. Maff ei Strasse 6 KLEIDER MANTEL HÜTE Zeitgemässe Preise

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