Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 10 (15.5.1934)
- Date
- 1934-05-15
- Page
- Seite 211 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 211 (Fortsetzung von Seite 207: Jüd. Handelsvertreter) im Interesse aller jüdischen Handelsvertreter für die Sicherung und Förderung ihrer Existenz- und Betätigungsmöglichkeit und dient der beruflichen Unterrichtung und Beratung des einzelnen jüdischen Handelsvertreters. Endlich wird sich das Dezernat die Betreuung von in Not geratenen jüdischen Handelsvertretern und der Hinterbliebenen von verstorbenen Handelsvertretern angelegen sein lassen. Das Dezernat wird innerhalb des Centrai-Vereins von dem langjährigen Syndikus des Centraiverbandes Deutscher Handelsvertreter-Vereine, Diplomkaufmann A. Juliusburg, betreut. Glückliche Rettung Einen sehr seltenen und schwierigen Auftrag hatte der bekannte Chefchirurg des Krankenhauses der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Professor Dr. Paul Rosenstein, auszuführen. Er wurde zu dem ältesten Berliner Einwohner, Herrn S. in der Witzlebenstraße, gerufen, einem 103jährigen Manne, der an einem eingeklemmten Dünndarmbruche schwer erkrankt war. Auf dringendes Bitten der Angehörigen entschloß sich der Chirurg zur Operation und konnte tatsächlich durch einen sehr schnell in örtlicher Betäubung ausgeführten Eingriff den Kranken wiederherstellen. Der 103jährige Patient wurde nach 14 Tagen geheilt nach Hause entlassen. Es dürfte wohl das erste Mal sein, daß an einem über 100jährigen eine so schwere Operation mit Erfolg durchgeführt werden konnte. Für die geistige Rüstigkeit des Mannes ist es charakteristisch, daß er Herrn Professor Rosenstein auf die Frage, ob er nicht eine Zigarre rauchen wolle, die Antwort gab: „Das Rauchen habe ich mir schon mit 80 Jahren abgewöhnt." Professor Rosenstein ist mit seinem Patienten im Jüdischen Krankenhause mehrfach photographiert worden. Jacob Wassermanns nachgelassener Roman Den Bemühungen der Jüdischen Buch-Vereinigung ist es gelungen, den letzten großen Roman Jacob Wassermanns für ihre Mitglieder zu erwerben. Die Jüdische Buch-Vereinigung darf es sich als besondere Leistung anrechnen, daß sie das kostbare Vermächtnis eines der größten jüdischen Dichter, die in deutscher Sprache geschrieben haben, den deutschen Juden zuerst und ausschließlich zugänglich macht. Der Roman führt den Titel „Kerkhovens dritte Existenz" und ist der letzte Teil der großartigen Trilogie, die mit dem „Fall Mauritius" anhebt. Des mächtigen Umfangs wegen — der Roman enthält 640 Selten — erscheint er bei der Jüdischen Buch-Vereinigung in zwei Bänden. Der erste Band wird am 15. Juni ausgegeben. An alta die noch nicht Mitglied sind, ergeht die Aufforderung, ihren Beitritt möglichst umgehend zu erklären. Nur so ist die Gewähr für pünktliche Lieferung des Werkes gegeben. — Der Mitgliedsbeitrag beträgt RM. 3.25 vierteljährlich. Das erste Buch der Jahresreihe, der Roman von Georg Hermann „Eine Zeit stirbt" wird gegen Zahlung des ersten Quartalsbeitrags geliefert. Anmeldungen sind an die Jüdische Buch-Vereinigung, Berlin W 15, Pari- ^/^iandsdiuhe LOHR \ X am Oottlertergl / Sürjtenfef&erftr.iz \ :So^gemipe £anbtter«arbe!i / X (»ein p f a f 4>). / Sfoferfigurtg, iRepara« X Xfuren, SÄrben unb/ iReinigungenyr Unsere Spezialität seit 15 Jahren! Verkauf bisher über 25000 Ltr Alkoholfreies, garantiert echtes MKKEN- HAARWASSER pflegt das Haar, begünstigt die Frisurund ist äußerst wirksam gegen Schuppen und Haarausfall. Liter RAA. 1.80, mit Fett RM. 2.— Drogerie - Parf ümerie Thorsdi, München Müllerstraße 50, Fernruf 28 0 66 GeleoenhellsMMe in National-Registrier-Kassen I TEPPICHE VORHÄNGE! STEPP- D DAUNEN-E | SCHLAF- C REISE- K IN 8 VORLAGEN! BRÜCKEN LÄUFER SCHAUFENSTERN FELLE DIVAN- E TISCH- N GEGR. 1894 färiTergrXben 23I SCHULZ neuwertig, Neugarantie, bequeme Monatsraten, Reparaturwerkstätte, Ersatzteile ADOLF LEHMANN, MOZ ARTSTRASSE 4, TEL. 5 96 6 56 Schreib-, Sicherheitsu. Registrierkassen• Für Strumpfwaren und Wäsche j empfiehlt sich die STRUMPF-TANTE HANS REINE MAN N Färber graben ßl gegenüber Knagge & Peitz Neuheiten fürs Frühjahr Kostüme, Mäntel, Kleider, Blusen Besichtigung unverbindlich! LEO OPPENHEIMER, MÜNCHEN Dachauerstraße 9 (neben Kaffee Ungerer) Einfach, nicht kompliziert ist die tragbare Büromaschine CORONA »S« zu handhaben. Alle Hebel liegen bequem. Sie schreiben angenehm (Klaviertasten-Anschlag), schalten leicht die grofjen Buchstaben (Typenkorb- Umschaltung) und haben stets Freude. Verlangen Sie unverbindliche Vorführung Kleine Anzahlung Kleine Raten {Büro Heim Reise Hauptvertreiung: Alfred Bruck, Sonnensfraffe 12 Inh.: Rudolf Lewin Tel. 90786