Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 9 (1.5.1934)
- Date
- 1934-05-01
- Page
- Seite 190 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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190 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 9 sehen Werke Herzls wurde soeben ausgegeben. Er umfaßt auf 550 Seiten 54 Essays, Reden, Botschaften und andere Dokumente aus der Feder Theodor Herzls, davon 15 in .den früheren Ausgaben nicht aufgenommene und bisher unbekannte. Der umfangreiche Band, dem ein Bild Herzls in Kupfertiefdruck nach einer Aufnahme aus dem Jahre 1895 beigegeben ist, kostet bei Subskription auf das Gesamtwerk kart. RM. 3.85. in vornehmem Ballonleinenband mit Goldaufdruck RM. 5.85. Er ist auch einzeln zum Preise von RM. 4.50 kart. und RM. 6.50 in Leinen zu beziehen. — Eine Würdigung der Neuausgabe von Herzls „Zionistischen Schriften" behalten wir uns vor. — Nach Mitteilung des Verlages erscheint der zweite Band der Gesamtausgabe bereits im Mai dieses Jahres, die folgenden Bände in Abständen von 4 bis 6 Wochen. Das Leben des Flavius Josephus. Aus seinen eigenen Aufzeichnungen zusammengestellt und übersetzt von Emanuel bin Gorion, Schocken-Verlag, Berlin 1934- Flavius Josephus, Führer der Juden im Kampf gegen die Römer, später Geschichtsschreiber und in der jüdischen Geschichte viel umkämpft, war für die Generationen des jüdischen Volkes in gewissem Sinne eine Aktualität. Das hebräische Buch „Josippon" gehört zu den populärsten Schriften, die im jüdischen Volk lebendig waren. Es ist daher ein sehr begrüßenswertes Unternehmen, daß im Rahmen der Bücherei des Schokken-Verlages diese kleine Schrift erschienen ist. die aus den verschiedenen Schriften des Flavius Josephus diejenigen Kapitel sehr geschickt zusammenstellt, die ein zusammenhängendes Bild vom Leben des Mannes ergeben. Wir werfen einen Blick in jene Zeit, in der der Untergang des jüdischen Staates endgültig besiegelt wurde. Und wenn wir auch immer bedenken müssen, daß das meiste, was hier gesagt wird, dazu dient, um die Persönlichkeit des Verfassers gegenüber Angriffen zu verteidigen und sie ins rechte Licht zu stellen, so tritt uns doch eine Epoche jüdischer Geschichte auf diesen wenigen Seiten lebendig vor Augen. Das Buch dürfte daher insbesondere auch in den Händen Jugendlicher sehr nützlich sein. oe. Außerdem sind in der gleichen Bücherei noch folgende ausgezeichnete Bändchen erschienen: Leo Baeck, Die Pharisäer — Aron Bernstein, Vögele der Maggid, eine Novelle — David Koigen, Das Haus Israel. Besprechung folgt. „Der Morgen", Monatsschrift der deutschen Juden. Philo-Verlag, Berlin W 15. Jahrgang 10, Heft 1. Jahresabonnement RM-12.—, bei Einzahlung bis 1. Mai RM. 10.80. Einzelheft RM 1.— Wir machen wiederholt auf diese führende Monatsschrift des deutschen Judentums aufmerksam. Die Reichhaltigkeit und Gediegenheit des Inhalts steht in keinem Verhältnis zu dem billigen Bezugspreis. Das Aprilheft des „Morgen",, mit dem die Zeitschrift ihren 10. Jahrgang beginnt, stellt zunächst in einer grundsätzlichen Überschau „Nach einem Jahr" die Haltung der deutschen Juden zu den Vorgängen dieses Jahres dar. „Deutsch-jüdische Wanderungen im 19. Jahrhundert" beschreibt B. Weinryb nach alten Dokumenten: Man ist überrascht, welch breiter Strom jüdischer Menschen sich schon vor hundert Jahren in die Welt ergoß, zu einer Zeit also, die man als die klassische jüdische Seßhaftigkeit anzusehen gewohnt war. Ludwig Feuchtwanger würdigt „Franz Oppenheimers Werk". Margarete Susman stellt „Stifters Abdias" als Deutung jüdischen Schicksals neben Shakespeares Shylock und Rembrandts Meisterwerke. Im Ausgleich der fruchtbaren Spannung zwischen „Religion und Volkssitte" erblickt Max Wiener die Bedeutung des Pessachfestes. Das Feuilleton bringt den mit Spannung erwarteten Schluß zu Max Samters „Legende von den Juden" und führt mit einer neuen Novelle M. Y. Ben-Gavriels „Der Garten des Sergeanten Dardar" in das dem Westeuropäer noch fremde Leben zweier kaukasicher Bergjuden, die sich aus den Kämpfen zwischen Roten und Weißen nach Palästina durchschlagen, um dort, mit dem Gewehr in der Hand, „dem jüdischen König aus Davids Stamm zu dienen". Eine Presseschau, Buchbesprechungen und Glossen, unter denen ein Bericht über die Juden in Holland erwähnt sei, beschließen das gehaltvolle Heft. Wir beglückwünschen die Zeitschrift zu ihrem Jubiläum und hoffen, daß die großzügige Senkung des Abonnementspreises, mit dem sie diesen Jahrgang einleitet, ihr auch den großen äußeren Aufschwung sichert, auf den sie ihrem inneren Wert nach Anspruch hat. SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÜNCHEN, THEATINERSTRASSE 17 Spezialität: BALLY-SCHUHE SUD AFRIKA EXPRESS VON EUROPA NACH SODAFRI 14Vi TAGE AUSKÜNFTE. BUCHUNGEN DURCH ITALIA FLOTTE RIUNITE BERLIN NW7, U. D. LINDEN 47 * TELEFON: A1 1355 FRANKFU RTa. M. HAMBURG MÜNCHEN STUTTGART Kaiserstraße 20 * NcuerJungfernstieg17 * Odeinplitz 1 i( Schi11eroIa-tz * Telefon: Nr. 23754 Telefon Nr.34-5100 Telefon: Nr. 27464 Telefon: Nr. 24336 sowie sämtliche Reisebüros LLOYD TRIESTINO I Express-Verkehr nach Palästina Hbfahrt ab Triest jeden Mittwoch Auskünfte und Platzbelegung durch General-Agentur, München, Odeonsplatz I Fernspreoher 27464;