Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 8 (15.4.1934)
- Date
- 1934-04-15
- Page
- Seite 159 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 159 flu! ruf des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde München Die gesetzliche Beschränkung der Kultusumlagen auf 10 Prozent hat für die Kultusgemeinde München den Ausfall von 5/is, also von fast der Hälfte des gesamten Kultussteueraufkommens zur Folge. Seit Jahren werden alle irgendwie möglichen Einsparungen gemacht Hierin wird auch weiter nachdrücklich fortgefahren. Durch die Zeitverhältnisse sind jedoch neue, früher unbekannte unvermeidliche Aufwendungen, insbesondere auf dem Gebiet des Schul- und Erziehungswesens sowie der Wohlfahrtspflege erwachsen. Gemeindeangehörige! Entzieht Euch in der Zeit der Not Euren Verpflichtungen gegenüber der jüdischen Gemeinde nicht. Es werden keine Mehrleistungen von Euch gefordert. Opfern, nicht spenden! Das ist auch für uns das Gebot der Stunde. Wie in jeder Gemeinde Bayerns muß auch in München der durch die Gesetzesänderung notwendig gewordene Ausfall von Umlagen durch Freiwillige Ergänzungsleistungen jedes Steuerpflichtigen ersetzt werden. Bei jeder künftigen Steuerzahlung, erstmals bei der am 10. Mai fälligen Vermögenssteuer-Vorauszahlung leiste jeder Steuerpflichtige statt der bisherigen 15 Prozent: 10 Prozent des Staatssteuerbetrags als gesetzliche Kultusumlage an das zuständige Finanzamt und weitere 5 Prozent an die Kasse der Kultusgemeinde München, Postscheckkonto München Nr. 124. Der Vorstand der Israelit. Kultusgemeinde München Kenntnis gegeben. Eingehend verweilte Dr. Baeck auch bei der Darlegung der Schul- und Kultur-Arbeit der Rjeichsvertretung. Präsident Dr. Baeck nahm — wie es vorher schon der Vorsitzende getan hatte — scharf und eindeutig 'Stellung gegen alle Versuche, die Bedeutung der bewährten Landesverbände zu verringern. Die Versammlung folgte den fesselnden Ausführungen mit großer Bewegung und dankte Dr. Baeck mit herzlichem, immer wiederholtem Beifall. Eine von Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumayer eingebrachte, einstimmig angenommene Kundgebung gibt dieser Stimmung Ausdruck; sie lautet: „Der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden dankt der Reichsvertretung der deutschen Juden und ihrem hochverehrten Herrn Präsidenten für die hingebende erfolgreiche Arbeit zum Wohle der jüdischen Gemeinschaft im Reiche und gelobt treue Mitarbeit und Gefolgschaft." Anschließend besichtigte die Versammlung mit viel Interesse die prachtvolle Ausstellung alter Kultgeräte des Kulturbundes. Der Nachmittag brachte geschlossene Ausschußberatungen. WANNER & HECHT Ip* HOF-SCHNEIDER DIENERSTRASSE 9/1 Die besten Anzüge und Mäntel von 198.— RM. an. Über 70 Qualitäts-Zigarren! Jahre Alfred KIODffer Maximilianj Firnruf 27 0 39 Strasse 10 | Sie Pflcgcfrattc iür ^refjaitffjnfcu. ^intf* ärnfäfc tft autrj für 4ic Öu> WäMttti ttlundincc Ifauöfcaucnrnlfc Landwehrstraße 57/59 <5corg Jjorfer Fernsprecher 596858 Auch der kleine Finger kann die Umschaltung bedienen, denn die CORONA »S« hat Segment - (Typen- Icorb)-Umschaltung, die aul Kugeln läuJt. Weitere Vorzüge: Klaviertasten-Anschlag normal breite Schreibwalze, Stahlrahmen usw. Nur 7,5 leg Gewicht mit Koffer. Verlangen Sie unverbindliche Vorführung Kleine Anzahlung Kleine Raten {Büro Heim Reise Hauptvertretung: Alfred Bruck, Sonnenstrafye 12 Inn.: Rudolf Lewin Tel. 90786