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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-04-01 · 7 (1.4.1934) · p. Seite 144

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
7 (1.4.1934)
Date
1934-04-01
Page
Seite 144 (sequence 16)
Language
German
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144 Bayerische Israelitische Gemeindezeitunff Nr. 7 Die „Monatsschrift" als Festschrift für Immanuel Low Am 20. Januar beging Herr Oberrabiner Dr. Immanuel Low in Szeged seinen 80. Geburtstag. Herr Dr. Low ist, wie in diesen Blättern schon öfters ausgeführt wurde, gleich ausgezeichnet als Theologe, als Orientalist und — als Naturforscher; von der seltenen Vielseitigkeit seiner Ausbildung legt insbesondere sein vierbändiges Werk „Die Flora der Juden" beredtes Zeugnis ab, . dessen Schlußband jüngst hier besprochen wurde. Der unermüdlich schaffende Gelehrte, der zugleich zu den religiösen Führern der ungarischen Judenheit zählt, hat sich jede Ehrung verbeten und nur in das Erscheinen einer Festschrift gewilligt. Diese Festschrift erscheint als ein Heft der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums", zu deren Mitarbeitern der Jubilar seit Jahrzehnten zählt.. Angesehene Gelehrte dreier Erdteile, Juden und Nichtjuden, haben sich hier zur Ehrung Löws verbunden; neben fachgelehrten Beiträgen finden sich auch solche, aus denen der Laie Forderung und Belehrung ziehen kann. So behandelt Bernhard Heller die Stellung des Judentums zum Tierschutz unter neuen Gesichtspunkten. Überhaupt enthält jedes Heft der — sechsmal im Jahre erscheinenden — „Monatsschrift" neben gelehrten Abhandlungen solche, die für einen weiten Leserkreis bestimmt sind. Sie darf daher auf das Interesse aller derer rechnen, die an dem Judentum, seiner geistigen Entwicklung und seiner Vergangenheit Anteil nehmen. Obwohl das erste Heft diesmal bereits über 250 Seiten stark ist, beträgt der Bezugspreis des ganzen Jahrgangs nur RM. 10.—; er ist an die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) einzuzahlen. Hugo von Hofmannsthal, Nachlese der Gedichte. Neuerscheinung, aus dem Nachlaß. Berlin (S. Fischer) 1934. Broschiert RM. 3.—, in Leinen RM. 4.80. Die „Nachlese der Gedichte", von der wir eine Probe in diesen Blättern abgedruckt haben, enthält in der Hauptsache die frühen Gedichte Hofmannsthals. Des Dichters lyrische Klassik wird durch sie überraschend ergänzt. Uberraschend ist vor allem die Typenfülle, die vertreten ist, alle Arten sind nur in wenigen Beispielen vorhanden, mitunter nur in einem. Die Metamorphose des Dichters vollzieht sich mit unbegreiflicher Schnelligkeit. Damit hängt zusammen die seltene Unmittelbarkeit dieser Verse. Manchmal sind sie nur ein Atemzug und nicht mehr als eine unbewachte Gebärde der Seele — und doch Ewigkeit. Da sind Gedichte, die nicht zuerst als Gedicht gelten, sondern als Tagebuchblätter, in denen der Schüler verzeichnet hat, welchen Geistern der Geschichte und der Dichtung er begegnet und wie er mit ihnen fertig geworden ist; Zeugnisse seines geschichtlichen Gewissens. Unser Bild Hofmannsthals, das durch die Veröffentlichungen des späteren Dichters bestimmt ist und fast schon zu einem Begriff erstarrt war, wird in dieser Sammlung durch die bedingungslose Unmittelbarkeit von lebendigen Augenblicken wieder in Leben zurück verwandelt. T,TJ1>WJ OBÜBER Odeongplatz 17 * kostet 1/8 Los der i*' STAATS LOTTERIE t**t Lose in jeder Einteilung versendet ferner kosten pro Klasse. . 1/4 1/2 1/1 Los . RAA. 6.- 12.- 24.- Ziehung: 1. Klasse 20. und 21. April JUg9 Neue Erhöhung der Mittelgewinne! >M2h Staatl. Lotterie«Einnahme Schwab, Nürnberg Königstrafje 2. (Postscheck-Konto Nürnberg 15143) ae> Das Geschäft de« Qualitätsraucliers! Jka-Strümpfe im Frühjahr Bewährtes wird vertieft, Neues gewagt...... 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