Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 7 (1.4.1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 139 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 7 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 139 moll von Mozart. Mitwirkende: Lola Kronheimer (Klavier), Rosl Levite (Sopran), Ernest Frank (Bariton), Alfred Blum (Violine), Moritz Goldberg (Viola), Dr. Benno Flehinger (Violoncello). Die Liederbegleitung hat Kapellmeister Erich E r ck übernommen. Karten zu RM. 2.20 (numeriert) und RM. 1.10 (unnumeriert) in der Gemeindekanzlei sowie an der Abendkasse. Kategoriekarten für Jugendliche zu 60 Pfg. nur an der Abendkasse. Für alle Veranstaltungen des Kulturbundes sind Eintrittskarten für Mitglieder der Gemeinde auch in der Ewer-Buchhandlung, Ottostr. 2, Tel. 52 4 07, erhältlich. Otto Bernstein im Jüdischen Kulturbund Am 9. April 1934 findet im Museumssaal ein Vortragsabend von Otto Bernstein - Dresden „Zeitgenössische jüdische Dichter" statt. Dieser Abend soll zeitgemäß einen Überblick geben über diejenigen jüdischen Dichter unserer Tage, die in ihrem Schaffen bewußt jüdisch am Werke sind. In Viers und Prosa werden Richard Beer-Hofmann, Martin Buber, Emil Bernhard Gohn, Ludwig Strauß, Manfred Sturmann und Jakob Wassermann gehört werden. Otto Berns tein, der große Vortragsmeister, ist in München kein Unbekannter. Wir erinnern an jene Sonntagvormittage, da er im Residenztheater Kleists „Michael Kohlhaas" nicht wie üblich vorlas, sondern diese große leidenschaftliche Novelle auswendig sprach, eine Leistung, die in ihrer Art einzigartig ist. Jene, denen dieses künstlerische Erlebnis unvergeßlich geblieben ist, werden also am 9. April erneut Gelegenheit haben, Otto Bernstein im Jüdischen Kulturbund, diesmal mit jüdischen Dichtungen, und alle die, welche Bernstein noch nicht kenenn, werden einem Sprecher ganz großen Formates begegnen. Otto Bernstein gehört nicht zu den Rezitatoren, die neben ihrer Bühnenarbeit gelegentlich einmal der epischen und lyrischen Dichtung sich zuwenden. Zwar war auch er viele Jahre als Schauspieler und Regisseur tätig, aber in der Erkenntnis, daß seine Begabung in der reinen Sprachkunst ihr Schwergewicht hat, wandte er sich 1921 ganz der Rezitation zu und wurde bald einer der angesehensten Vortragsmeister Deutschlands. Seither ist er hauptberuflich Rezitator und ein gesuchter Lehrer der Vortragskunst. Die Namen Goethe, Kleist, Eichendorff, Tolstoi, Balzac, Viktor Hugo u. a. charakterisieren den künstlerischen Weg Bernsteins. Seit mehr als einem Jahrzehnt steht er im Dienste der deutschen Sprache, der er sich in ehrfürchtiger Liebe verbunden fühlt, und außerordentlich ist die Wirkung, die von diesem Dienste ausgeht. Um hierfür ein Beispiel zu geben, zitieren wir das Urteil einer großen deutschen Tageszeitung: „Wir alle saßen ohne Atem und ohne Laut hundert Minuten in diesem Erdbeben der Sprache. An unserer Erschütterung merkten wir, daß uns eine Begegnung mit Kleist geschehen war." Familienschufc Gemeinnütziger Verein fürHinterbliebenenfürsorge der Mitglieder jüdischer Gemeinden, E. V. Alle Arten Versicherung Unsere Vertreter machen Ihnen bereitwilligst vorteilhafteste Angebote. Bez.=Dir. Frau Tilly Landauer, Königinsir. 85/1, Tel. 31330 JIDDISCHER KULTURBUND IN BAYERN <Stapfjifcf)e 2hi*jhUung 3Derre juöfföer Äünftfer au& SSapern £?. fllatj 6i* etoa 1. Htaf f?54 fn ben gemeinbliäjen Räumen f9er3og=Cftubolf=©tra|3c 1 Eintritt 30 SRpf. ©eoffnet täglfc^ 10 -17 Uf)r mit 3lu3naf>me von ©amStag unb ©onntag ben 1. ^Iprtl. Kegttat ionöaoend lOtto $etnf!rin (Jteeäflen) am Montag, 9. tfpril 1954/ a&tnösi 8 Ufa im großen Hlufeurafoole SDerfe oon £mil Verdarb £ofa, Martin 23uber, Suörofg ©trauß, CRiajarb 33eer= Jpofmann, 3}lanfreb ©turmann, 3a?o6 SBajfermann. Ratten 31z 3?2?t. 2.20 (numeriert) unb 1.10 (unnumeriert), in Der ©emeinDefangfei unö an ber 2l&enbfaffe. Äategorie* farten für 3"genÖticf>e 3U 60 2Rpf. nur an Der ^SenDfaffe. üfeätf" unö ßammermuftfa&enö SJtündjner jübifdjer Äünftfer am fltontag,16.2Ipu! 1954/ a&enöä 8 ilfjt, im großen Hlufeurafaale 27tittDirfenÖe: Sota Äronfcimer (Älaoier) Sllfreb 23fom (Biotine) SRoff Seoite (©opran) SHoritj ©olboerg (Viofa) grneft Sranf (23ariton) ©r. 55enno Sfe&inger ((Selb) (£rid) (£rcf (Sieb&egfeitung) 5) 0 r t r a g i f 0 ( g e : 1.33raljm3 : Variationen unb <£uge über ein S&ema von Öänöet. '•IXTnSiff: }»^Pi'»««o„ 3.25i3et: Sieber für ©opran 4. Etoaart: Quartett g-mol für Violine, Viola, ffelto unb Äfaoier. Äarten 3U 2.20 (numeriert) unb 1.10 (unnumeriert) in ber ©emetnbera^rei unb an ber ^Senbfajfe. Äategoriefarten für 3ugenbttd|e 3U 60 5?pf. nur an ber "Stoenbfajfe. An die Sonnenküsfe Dalmatiens Billige Einzelpauschalreisen nach Jugoslavien und Griechenland sowie außerordentlich preiswerte Mittelmeerreisen mit jugoslavischen Schiffen. Prospekte und alle Auskünfte durch Jugoslavisches Verkehrsbüro München Maximiliansplatz 16 Fernsprecher Nummer 91584