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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1934-03-01 · 5 (1.3.1934) · p. Seite 92

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
10 (1934)
Issue
5 (1.3.1934)
Date
1934-03-01
Page
Seite 92 (sequence 12)
Language
German
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92 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 5 Alle Artikel des täglichen Bedarfs gut und billig Utßlßelder CmAfi. Tllvnctym. im fionntal diger Mensch vor einem — und legte Zeugnis ab von Leben und Leid und Leidens Uberwindung; ein tapferes und ergreifendes Schauspiel. — Daß auch für die Feinschmecker unter den zahlreich erschienenen Hörern am Schlüsse noch einige besondere Fragen der künstlerischen Technik eingehend behandelt wurden, erhöhte den Reiz des Gesamtbildes. # Es war kein Wunder, daß die eng gedrängt sitzenden Zuhörer und Zuschauer, denen so vielfache Freuden geboten wurden, sich mit Begeisterung bei den Spendern dieser edlen Genüsse bedankten. Und sie alle umgab das Jüdische Museum wie ein kostbarer und liebevoll gewählter Rahmen, der den Tag immerdar verknüpft mit ewigen Werten. Denn dieses Museum, das offensichtlich manchem der Anwesenden allzu wenig vertraut war, es bildete selbst eine der Entdeckungen dieses schönen Nachmittags. Von mehr als einem der Hörer vernahm man den Wunsch, dieser Nachmittag möge wiederholt werden: nicht nur, um mehr unserer notleidenden Künstler am Reinerlös teilnehmen zu lassen. Auch deshalb, weil fiür uns alle die Begegnung mit der Kunst, und zwar grade mit der allzu wenig bekannten jüdischen Kunst, zu den Beglückungen gehört, deren wir in diesen schweren und bedrückten Tagen nicht entraten können. . — bs — Aus der Gemeinde München Jüdischer Kulturbund in Bayern Infolge des von der Reichsregierung auf Sonntag, den 25. Februar, angesezten Gefallenen-Gedenktags wurde das Eröffnungskonzert in der Hauptsynagoge auf Sonntag, den 4. März, abends 8 Uhr, verlegt. Gelöste Karten behalten Gültigkeit. Die Vortragsfolge wird von dem neu gebildeten Münchener SKulturbundorchester bestritten, welches unter Leitung von Herrn Kapellmeister Erich Erck steht. Die Orgel der Synagoge wird in vollem Umfange zur Mitwirkung herangezogen. Nach dem einleitenden Concerto grosso g-moll von Händel wird in einer Ansprache die Eröffnung des Kulturbundes vollzogen werden. Sodann gelangt die Kantate „Non sa che sia dolore" von Bach für Sopran und Orchester zum Vortrag; das Sopransolo singt Fräulein Irma Stern. Den Beschluß bildet das Konzert F-dur für Orgel und Orchester von Händel. Eintrittkarten zu Mk. 2.20 (numeriert) und Mk. 1.10 (unnumeriert) in der Gemeindekanzlei sowie an der Abendkasse. Jugendliche (nur an der Abendkasse) Mk. —.60. Aufruf zur Bildung eines Oratorienchors Der Jüdische Kulturbund für Bayern hat für München die Aufführung eines biblischen Oratoriums von Händel (für Soli, großen vierstimmigen Chor und Orchester) in Aussicht genommen. Um diese Aufführung zu ermöglichen, ergeht an alle stimmbegabten Damen und Herren der Gemeinde die freundliche Bitte, sich zur Bildung des hiezu nötigen großen Chores zur Verfügung zu stellen. Es ist eine Abendprobe wöchentlich vorgesehen. Die musikalische Leitung liegt in Händen von Herrn Kapellmeister Erck. Am Sonntag, den 11. März, findet im Bibliotheksaal des Gemeindehauses (Herzog-Max-Straße 7/1) vormittags halb 12 Uhr eine kurze Vorbesprechung statt, zu der alle, welche zur Mitwirkung bereit sind, höflichst um ihr Erscheinen gebeten werden. Schwesternheim. Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Krankenheim, israelitische Privatklinik e. V. in München, findet am Mittwoch, den 21. März 34, abends 8 Uhr im Krankenheim, Hermann-Schmid-Straße 5/1. statt. Tagesordnung: 1. Erstattung des Jahres- und Kassenberichts für die Geschäftsjahre 1932 und 1933 und Erteilung der Entlastung. 2. Neuwahl des Ausschusses. 3. Statutenänderung. 4. Etwaige Anträge. Jüdischer Kindergarten Es wird nochmals auf die Wiedereröffnung des jüdischen Kindergartens, Herzog-Rudolf-Straße 1. Vorderhaus, aufmerksam gemacht. Der Kindergarten ist täglich von 9—12 Uhr geöffnet, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag. Die Kinder werden mit leichten Handfertigkeiten beschäftigt, spielen, turnen, singen und gehen bei gutem Wetter spazieren. Der jüdische Kindergarten ergänzt die häusliche Erziehung. Alles Jüdische, Erzählen aus der Bibel, Feiern der jüdischen Feste, spielen dabei eine große Rolle. Es werden Kinder im Alter von 3—6 Jahren aufgenommen. Anmeldungen im Lokal oder bei Frau Alice Jeidel, Wagmüllerstraße 16, Telefon 296 8 90. .'. ■ Künstlerhilfe. Das Kunst-Werk, eine Hilfsaktion für bildende Künstler, hat in den letzten zwei Monaten seine Postkarten-, folge nach Werken jüdischer Maler (Arbeiten von Max Liebermann, Julie Wolfthorn, Eugen Spiro, Rahel Szalit) in mehr als 100 deutschen Gemeinden verbreitet und hat einen Teil, des Erlöses Hilfszwecken zuführen können. Mitte Februar erscheint die zweite Kartenfolge mit drei neuen Werken: Meta Cohn-Hendel (Berlin), „Morgen am Bergsee" — Leo Mayer (Frankfurt a. M.), „Selbstbildnis von oben" — Julius Rosenbaum (Berlin), „Joseph wird von seinen Brüdern verkauft". Jüdische Organisationen, Buch- und Kunsthändler werden vom Verlag ersucht, ihre Mitarbeit bei Dr. Herbert Loewenstein, Berlin SO 16, Köpenickerstraße 76, anzumelden. Jüdischer Turn- und Sportverein München Ski-Abfahrts- und Slalomlauf am 25. Februar 1934 Blendende Sonne flutete über die Schneefelder des Sudelfeldkopfes, als um die Mittagstunde sich 40 Teilnehmer, darunter Taubstumme Kinder, Kinder mit Gehörresten oder vollem Gehör, welche die Sprache nicht erlernt haben, werden,— wenn geistig normal — von 4 Jahren ab zum 15. Äpril aufgenommen. Meldungen bis 20. März an die Israelitische Taubstummen-A nstalt vom Verein „Freunde der Taubstummen — Jedide Ilmim" Dir.D.F.ReicH,Berlin-WeißeDSße,Parksir.22

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