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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1933-12-15 · 24 (15.12.1933) · p. Seite 401

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
9 (1933)
Issue
24 (15.12.1933)
Date
1933-12-15
Page
Seite 401 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 24 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 401 LÜDWIO GRÜBER Odeonsplatz 17 DaS OeSClläft des Qualitätsrauchers! Der Vorsitzende berichtet ferner über den Stand der Versorgung der jüdischen Bevölkerung mit Koscherfleisch, die einen reibungslosen Verlauf nehme. Alsdann gibt der Schatzmeister des Verbandes, Herr Kommerzienrat Rosenzweig (Nürnberg), einen Überblick über die Finanzlage. Die bisherigen Einnahmen und Ausgaben hielten sich im wesentlichen im Rahmen des. Voranschlages. Die finanziellen Verhältnisse des Verbandes hätten sich sonach nicht günstiger gestaltet, als bei Aufstellung des Etats angenommen worden sei, so daß mit einem Fehlbetrag am Ende des Etatjahres zu rechnen sei, der zu größter Sparsamkeit und Vorsicht nötige. Trotzdem müsse man die unbedingt erforderlichen Ausgaben bewilligen. Zu diesen rechne er auch eine Beteiligung an den Kosten der Reichsvertretung. Er stimme daher dem Antrag des Präsidenten in dieser Richtung zu und schlage vor, die auf Bayern entfallenden Kosten im Betrage von RM. 1500.— zu bewilligen. Es wurde nach dem Antrag des Berichterstatters unter der Voraussetzung beschlossen, daß auch der Preußische Landesverband den auf ihn entfallenden Teil übernimmt. Im Anschluß an den Finanzbericht teilt Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neurneyer mit, daß von den beteiligten Ministerien (Kultus- und; Finanzministerium) die Einführung eines Kirchgeldes in Aussicht genommen sei und daß ein Entwurf hierüber dem Ministerrat vorliege. Ferner sei eine grundsätzliche Abänderung des religionsgesellschaftlichen Steuergesetzes in Aussicht genommen, die eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der Kirchenumlagenerhebung bezwecke.1 Auf Anregung von Kommerzienrat Dreichlinger (Neumarkt) nahm der. Rat zu der Frage Stellung, ob Zweckvermögen, die unter Verwaltung der Gemeinden stehen, für allgemeine Wohlfahrtszwecjc^j insbesondere für Darlehenskassen Verwendung finden können. Gegen die Verwendung derartiger Vermögen, die den »Gemeinden mit bestimmten Auflagen überlassen worden sind, wurden Bedenken geltend gemacht. Die Verbandsleitung vertrat; die Auffassung, daß derartige Zweckvermögen (unter staatlicher Aufsicht stehende Stiftungen mit Rechtspersönlichke.it .kommen hierbei nicht in Frage) für allgemeine Wohlfahrtszwecke und auch für Darlehenskassen nutzbar gemacht werdfeftj^önnten, sofern Kapitalien sichergestellt sind und die Stiftung'szwecke keinen Schaden leiden. Der Vorsitzende berichtet ferner über die Arbeit des Zentralausschusses, ifi^ Hilfe und Aufbau und die im Lande eingerichteten Unterausschüsse. Um Mittel aus dem Auslande zu erhalten, sei es dringend erforderlich, daß durch eigene Sammlungen so viel MitteKwie nur irgend möglich beschafft werden, da die Hilfe aus dem Ausland nur in einem bestimmten Verhältnis zur Eigenleistung der Gemeinden erfolgen werde. Er richtet einen Appell an; dje, Versammlung, daß die Gemeinden, wie von der Reichsvehfeturig/ festgelegt worden sei, 25% ihrer Sammlungen dem Reich^>a£ex jauch 10% dem Lande zur Verfügung stellen, da nur so "eine1; gedeihliche Arbeit geleistet und entsprechende Mittel aus dem Ausland zur Verfügung gestellt werden könnten. Er bericht^yteijer über die Beihilfen, die von dem Reiche den Ländern uti^^h^jeinden bisher zugeflossen .seien. Einen b'r^ilgo^aüm in den Verhandlungen nahm die Erörterung der Sdiulfiige ein. Nach eingehender Berichterstattung seitens des-^Qrspzenden, in der er auch die behördliche Stellungnahme darlegte, stimmt die Versammlung den von dem Präsidenten vorgetragenen Grundsätzen zu, nach welchen die Gemeindenli^haltjan sein sollen, nach Möglichkeit gemeindliche Volksschulen*"zu" errichten. Die Versammlung nahm davon Kenntnis, daß mehrere jüdische Volksschulen an einem Ort nicht zugelassen würden und daß mit der Neuanstellung von Lehrkräften>dupöhs'den Staat wohl nicht gerechnet werden könne. hat inzwischen in seiner Sitzung vom 6. Dep^esetzentwurf zurückgestellt, so daß bis auf [erf'-Einführung der Kopfsteuer nicht zu rech- Pelzangelegenheiten sind Vertrauenssache. Wenden Sie sich bti Anschaffungen oder Pelzumarbeitungen an mich, Sie werden gewissenhaft u. vorteilhaft bedient. HEINRICH GRÜNHUT Kürschnermelster, Augustenstr. 85, Telefon 58160 Jka Am Stachus Neuhauser Straße 10 Dachauer Straße 2 Dienerstraße 14 Reichenbadistraßel3 Fachgeschäfte für Wäsche und Strümpfe Als ChannKKa-Geschenk ein schöner Koffer-Musik-Apparat mit guten Schallplatten oder eine Hohner-Harmonika vom Odeon-Musikhaus J U11 US JSCOb München, Neuhauser Straße! 2 (neben Pschorr),Tel.91217 Prompter Versand nach auswärts denn auch er weiß, wie wohl Ihnen, die tägliche Trinkkur tut mit den berühmten Heilbrunnen» UeöerMnger Sprudel nnü Adellieidaaelle Teioactier flirscnuoeiie und Sprudel Dilzenbacher Jara-Sprndßl o. Sanerürnnn imnsoer Apollo-Sprudel Remstal-Sprudel Beinsieiii Ueberall erhältlich. Prospekte durch die Mineralbrunnen A. G. Bad Ueberkingen

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