Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 22 (10.11.1933)
- Date
- 1933-11-10
- Page
- Seite 360 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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360 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 22 WeiBe Zähne I Reiner Atem: I BiO>C-ULTRA die sparsame i i schäumende ' ZAHNPASTA mit biologischer \ Sauerstoff'Wirkung Winterhilfswerk nach Kräften unterstützen. Die Berücksichtigung unserer Hilfsbedürftigen ist grundsätzlich sichergestellt. Rabbiner Dr. Baerwald hält Bibelstunden in der kleinen Synagoge, Herzog - Max - Straße 3/5, jeden Mittwoch Abend 20.15 Uhr. Beginn 15. November 1933. Eintritt frei. Bücherschau „Auswandern — wohin?" Von Paul Horast Verlag B. Heller, München 25. Auswandern, in einem anderen Lande Existenz gründen und eine neue Heimat suchen — ist heute Lebensnotwendigkeit für viele unserer Leser. Aber wohin sich wenden? Denn die weitverbreitete Wirtschaftskrise mit ihrer Arbeitslosigkeit hat die meisten Staaten gezwungen, die Niederlassung und Erwerbstätigkeit von neuzuziehenden Fremden stark einzuschränken. Die vorliegende Schrift dient der Orientierung über die vielen in diesem Zusammenhang auftretenden Fragen. In äußerst gedrängter Form gibt sie Auskunft über die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen aller wichtigeren Länder, dann aber auch über die rechtlichen Möglichkeiten, als Ausländer einen Beruf, sei es als Arbeitnehmer, Gewerbetreibender oder Akademiker auszuüben. Die in den verschiedenen Ländern nur Einheimischen vorbehaltenen Berufe sind aufgeführt. Schließlich unterrichtet der Verfasser über die Bürgerrechtsverhältnisse der einzelnen Staaten: Wird durch Geburt im Lande (jus soli) und Heirat mit einem Einheimischen das Bürgerrecht erworben oder nicht? Vorbedingung zur Einbürgerung; Verlust der Staatsangehörigkeit. Die Angaben über die Erwerbs- und Einbürgerungsbedingungen machen diese Broschüre zu einem besonders wertvollen Auskunftsmaterial. La concession de banques des prets aux juifs par les papes des seizieme et dixseptieme siecles. Contribution ä l'histoire des finances d'Italie. Par Ermanno Loevinson. Soprintendente del Reg. Archivio di Stato, Prof. in Bologna. Publica- tions de la societe des etudes juives. Paris (Imprimerie H. Elias, Rue Saint-Denis 226) 1932. Prof. Loevinson, der auch in weiteren Kreisen in Deutschland als Verfasser des Werkes „Roma Israelitica" (deutsch Frankfurt a.M. 1927) bekannt ist, hat in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert Als. Direktor des Staatsarchivs in Bologna und" Oberintendant der italienischen Staatsarchive der Provinz Emilia erfreut er sich, noch immer im Amt, eines unbestrittenen und ungestörten Ansehens in Italien und weit darüber hinaus. Die Verleihung von Darlehenskassen an Juden durch die Päpste gehört zu den wichtigsten wirtschaftlichen Vorgängen des Frühkapitalismus. Die Päpste der Renaissance. Alexander VI. bis Paul III. hatten den Juden ihrer Gebiete allmählich größere Freiheiten eingeräumt, die ihnen in der Epoche der Gegenreformation unter Julius III. und Paul IV. wieder entzogen wurden. Vor 80 Jahren (1853) hat Gregorovius in seinen „Wanderjahren in Italien" dem römischen Ghetto und seiner Geschichte eine klassische Schilderung gewidmet, die jedem gebildeten deutschen Juden bekannt ist. Dort sind auch die Hauptstellen der Bulle Pauls IV. von 1555 (Cum nimis absurdum) und von Pius V. von 1569 (Hebraeorum gens sola quondam a Domina electa) abgedruckt. Mitte des 16. Jahrhunderts war die fürchterlichste Zeit für die Juden des Kirchenstaats. Aber selbst in dieser Zeit schwerster Bedrückung zeigte sich die Schwerkraft der natürlichen Gesetze des Lebens und der Wirtschaft stärker als die Verordnungen und Ausführungsbestimmungen der herrschenden Mächte. — Besser wurde es erst unter dem berühmten Papst Sixtus V. (1585—1590), der ihnen mit der Bulle von 1586 (Christiana pietas infelicem Hebraerorum statum commiserans) die früheren Privilegien erneuerte. Alexander v. Hübner, der österreichische Botschafter am Vatikan, hat in seinem zweibändigen Werke über Sixtus V. aus dem Jahr 1871, auch der Judenpolitik dieses N € UH AUS € RSTR- 50 Bestellen S.e Ihre Stempel, Schilder in Errai) und Messing DRUCKSACHEN Buchdruckerei J.Epstein Dachauer Straße 31 Telefon 54 6 48 Spedition A. Frank & Söhne München, Westendstr. 160, T.597561-65 Internationale Transporte und Lagerung Auswandererberatung Spezialität-Umzugstranspoite nach dem Ausland LLOYD TRIE3TINQ ( Express-Verkehr nach Palästina Abfahrt ab Triest jed. Mittwoch Auskünfte und Platzbelegung General-Agentur, München, Odeonsplatz I Fernspreoher 27 4 64