Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 8 (15.4.1933)
- Date
- 1933-04-15
- Page
- Seite 123 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 123 Vorzügliche Betten f reudigen Hotel Bayerischer Hof Oienst am Gast irnT'tenerVo"kommenhe't I Augsburg Straße; Rosenthal Dr.- Joseph,• Bavariaring; Reinemann Fritz, Herzog-Heinrich-Straße; Reinemann Dina, Martiusstraße. Steinam Siegfried, Leopoldstraße; Spicker & Hechinger, Theatinerstraße; Spier Max, Nationalschuhe, Kaufingerstraße; Spielmann Joseph und Otto1, Feilitzschsträße; Süßheim Dr., Prof., Rüthlingstraße; Schloß Hugo, Waltherstraße; Schloß Louis, Wi'denmayerstraße; Schnaier S. Söhne, Türkenstraße; Schönfeld Friedr. und Max, Petterakoferstraße; Schöntal Ida, Martiusstraße; Schweißheimer Julius, Martiusstraße: Schwarzschild W., Häberlstraße 6. Theilheimer Gabriel, Paul-Heyse-Straße; lausig, Oberingenieur, Kaulbachstraße; Thalmessinger Karl, Jakob-Klar-Straße. Weil Max und Leo, Schillerstraße; Weil Heinrich, Siegfriedstraße; Wildbeng Isac, Herzog-Heinrich-Straße; Wild Klara, Liebigstraße^..Wassermann Dr. Otto, Geheimrat, Guvillierstr. Sechs. Spender unter N. N- Sachspenden von: Guggenheim Joseph,' Lindwurmstraße; Kronheimer E. 6c Co., Schwanthalerstraße; Weil & Silberschmid, Müllerstraße. Einrichtung eines Altersheims In dem Anwesen der Lipschütz'schen Versorgungsanstalt, Mathildenstraße 9, wurde der erste Stock für die Zwecke eines Altersheimes baulich umgestaltet. Das Altersheim ist für sich abgeschlossen und nur durch gemeinsame Küchenführung mit dem Lipschütz'schen Stift verbunden. In acht behaglichen, hellen Zimmern mit den notwendigen Nebenräumen ist für alle Bedürfnisse, bestens gesorgt. Die unter der Bauleitung des Herrn Architekten Hellmut Maison stehenden Bauarbeiten wurden von der Firma Hochbau G. m. b. H. ausgeführt, die Zentralheizung besorgte die Firma M. E. Fulda, die Warmwasserversorgung richtete J. Kleofaas & Knapp ein. An der weiteren Ausstattung waren beteiligt die Firmen E. Rosenberg (Lichtleitung), S. Bick (Malerarbeiten), Hahn & Bach sowie J. Sechser jr. Bücherschau Die Welt der Gebete. Kommentar zu den Werktags- und S ab b a t g e b e t e n, nebst Ubersetzung von Rabbiner Dr. Elie Münk in Ansbach. 374 Seiten Groß-Oktav. Preis geb. RM. 6.50. Verlag des Israelit (Hermon-Verlag) Frankfurt a. M. 1933. Aus der Vorankündigung des Verlages: Mit dieser bedeutsamen Neuerscheinung findet ein langjähriger Wunsch der jüdischen Öffentlichkeit nach einer deutsch geschriebenen, leichtfaßlichen und doch gründlich wissenschaftlichen Erläuterung unseres Gebetbuches endlich seine glück-, lichste Lösung. Diese empfindlichste Lücke in der Reihe der belehrenden und erziehenden deutsch-jüdischen Literatur ist nunmehr restlos ausgefüllt. Der Verfasser enthüllt in diesem Werke eine fast völlig unbekannte „Welt der Gebete". Denn seine Darstellung hält sich, im Gegensatz zu mancherlei bisherigen Versuchen auf diesem Gebiete, frei von jeder Einseitigkeit; sie beleuchtet vielmehr die Gebete nach ihren geschichtlichen Entstehungsgründen, nach ihrem quellenmäßigen Ursprung, nach ihrer inhaltlichen Bedeutung und nach ihren großen und allgemein logischen Zusammenhängen. Getragen vom unbestechlichen Streben zur Auffindung der historischen Wahrheit und gestützt auf ernsteste Forschung, die auch die Ergebnisse der Kabbala nicht minder als die aller übrigen Systeme in den Kreis ihrer Problematik zieht, weiß der Kommentar auch die schwierigsten Partien des Gebetbuches mit ihren häufig unverstandenen und formelhaft anmutenden Redewendungen und Satzwiederholungen zu deuten. So wächst aus diesem Buch ein erhabenes Bild von dem unerschöpflichen Ideenreichtum unseres Gebetbuches empor, aber auch von der Tiefe und der Innigkeit der in ihm verborgenen Gemütswerte. Zwei einführende Betrachtungen über: „Die Bedeutung der Gebetzeiten" und den „Aufbau der Gebete" tragen noch besonders zur Vervollständigung dieses Gesamtbildes bei. Das Buch der Gebete offenbart sich solchermaßen als Buch der jüdischen Welt- und Lebensanschauung, als eine neue Quelle der wahren Gotteserkenntnis. Es enthüllt sich als das, was seit den Urzeiten seiner Bestimmung in Israel entsprach, als Buch der Ermutigung und des Trostes, der Zuflucht zum himmlischen Vater in allen Zeiten der Sorgen und des Elends, der nationalen Bedrückung und Verfolgung. Die wechselvollen Geschicke seiner Vergangenheit, die-unversiegbare Quelle geistig-sittlicher Erhebung in jeder Gegenwart und glaubensstarke Hoffnung auf seine Zukunft, die Israel in seinen Gebeten wiederfindet, dies weiß der Verfasser unserem Blicke zu erschließen und unseren Herzen nahezubringen. Dieses Werk, das bisher erste seiner Art, dürfte ganz besonders von allen Erziehern und Lehrern der Jugend begrüßt werden. In den Vereinsbibliotheken, wie in den Arbeitsgemeinschaften und Jugendvereinen wird es sich als eine willkommene Bereicherung seinen Platz zu erobern wissen. Dem wichtigen Werk von Herrn Rabbiner Dr. Elie Münk (Ansb.ach) soll später an dieser Stelle eine ausführliche fachmännische Besprechung gewidmet werden. Von den Bluttagen in Palästina. Joman Bagalil, galiläisches Tagebuch, von den Bluttagen in Palästina (Verlag Iwrim Nürnberg 1932) heißt das vor kurzem erschienene Buch des jungen begabten Dichters Sch. Schalom (sein bürgerlicher Name ist Schalom Schapiro), das seinen Verfasser, nach den ersten zwei Gedichtbändchen Belew Haolam (im Herzen der Welt) und Mi? (Wer?), in die erste Reihe moderner hebräischer Lyriker stellt. In diesem Tagebuch aus der Zeit kurz vor und während der Unruhen im August 1929 in Palästina werden nicht etwa die äußeren Tätsachen jener schicksalsschweren Tage objektiv aufgezeichnet, es ist keine Reportage, sondern es spiegelt sich darin die innere Welt des Dichters in jenen Tagen und seine Liebe zu einem arabischen Mädchen. Einen großen Raum nimmt die Schilderung des Alltags eines hebräischen Lehrers in einer Siedlung Nordpalästinas ein. Einzelheiten, die ein lebendiges Bild vom Leben des heutigen Palästinas geben. Sehr interessant sind die Schilderungen der herrlichen Natur des Galil und des Lebens der Juden während der Unruhen, ihres Handelns und Empfindens, ihrer Leiden und Kämpfe. So über die Natur Nordpalästinas „übei Augen, die aus dem Kineretsee winken... über die Schritte von Generationen, die dahingleiten zwischen den Bergen des mystischen Safed... Elektr. Beleuchtung liefert Ing. Erich Rosenberg G.m.b.H. 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