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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1933-04-01 · 7 (1.4.1933) · p. Seite 97

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
9 (1933)
Issue
7 (1.4.1933)
Date
1933-04-01
Page
Seite 97 (sequence 1)
Language
German
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Ütayttifcty* 3fcoeltttfc^e (Bcmemu^eitung llorfjrirfjtenfrlatt öet Jftoelüifrfjen Kultxi^gemdnflen in JBüntfjetv ^ugi&urg, ©omierg unfi de* OecfanAt* #ayeufcf)er Jfraelttiftfjet iSemein^ cn Erscheint am l.u. 15. jeden Monats. — Verlas: B.Heller, München, Bezugspreis für nicht eingewiesene Bezieher: RM. 4.80 für das PHnganserstr.64, Tel.73664 u. 73665, Postscheck München 3987, Jahr. Anzeigenpreis: Geschäftsanzeigen nach aufliegendem Ta- Herausgeber: Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden, rif. Kleine Anzeigen und Stellenmarkt ermäßigter SondertarIL IX. Jahrgang München. 1. April 19^3 Nummer 7 Inhalt: Die Vertretung der bayerischen Israeliten zur gegenfrei — Eine neue Auflassung der Lebensgeschichte Spinozas — wärtigen Lage — Jecheskels Vision von der Auferstehung — Aus dem Verbände — Aus der Gemeinde München — Aus der Aus 'dem Legen denschatz zu Pesaoh — Ch. N. Bialik — Shake- Gemeinde Augsburg — Aus bayerischen Gemeinden — Vereine speare umd die jüdische „Hagada" — Der Pharao gibt Israel — Büoherschau — Personalia Die Vertretung der bayerischen Israeliten zur gegenwärtigen Lage i. Der Rat des Verb an des Bayerischer Israelitischer Gemeinden hat in seiner Sitzung vom 26. März 1933 beschlossen, folgende Erklärung an den komissarischen Ministerpräsidenten in Bayern, Herrn General von Epp, abzugeben. Hochgeehrter Herr Ministerpräsident! Wir sind uns bewußt, daß die Einstellung breiter nationaler Kreise, von unrichtigen Vorstellungen geleitet, sich gegen uns richtet. Wir als die öffentlich-rechtliche Vertretung der bayerischen Juden halten es darum für notwendig, Ihnen, Herr Ministerpräsident, als dem Leiter des bayerischen Staates, folgendes klarzulegen. Wir wenden uns gegen die Angriffe, die sich gegen die Juden in ihrer Gesamtheit richten und uns in unserer vaterländischen Einstellung herabzuwürdigen suchen. Unsere Religion gebietet uns, Achtung und Ehrfurcht der Regierung zu erweisen und dem Staate zu dienen. Wir werden diese religiöse Verpflichtung auch weiter mit vollem Herzen erfüllen. Verbunden sind wir, nicht nur staatsbürgerlich, sondern tief innerlich, dem bayerischen Boden, den wir als unsere Heimat lieben. Wir fühlen uns eins mit dem deutschen Volk, dessen Schicksal wir geteilt haben. Auch wir haben mit Stolz für unser deutsches Vaterland gekämpft und ihm unser Blut geopfert; unsere Sehnsucht und Hoffnung und unermüdliche Arbeit gilt seinem Wiederaufstieg. .Wir glauben, daß Deutschlands Erneuerung eine so schwere und heilige Aufgabe ist, daß sie die Mitarbeit aller Kräfte erfordert, die willens sind, sich voll einzusetzen für die Größe des Reiches. Darum gebietet es uns unsere vaterländische Pflicht, Ihnen, Herr Ministerpräsident, von unserem Wunsch und festen Willen Kenntnis zu geben, dem großen Werk des^ deutschen Aufbaus zu dienen und zu unserem bescheidenen Teile mitzuhelfen, die deutsche Zukunft in Ehren zu gestalten. Das Präsidium des Verbandes: gez. Dr. Neumeyer, gez. Rabbiner Dr. Freudenthal. II. Am Montag, den 3. April, wurden als Vertreter der bayerischen Israeliten der- Präsident des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden Dr. Neumeyer und Herr Rabbiner Dr. Baerwald vom bayerischen

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