Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 6 (15.3.1933)
- Date
- 1933-03-15
- Page
- Seite 91 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 6 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 91 Vorzugliche Betten und freudigen fliniiot sm Pnof in seltener Vollkommenheit UlBnSl alll boSI finden Sie im iWotel Bayerischer Hoff Augsburg ischen Maßstäbe. Die Zeitungen geben nur Einzelausschnitte, die mehr verwirren als klären. Darum wird in diesem Buche der Versuch gemacht, Gandhi selbst reden zu lassen, in seiner schweren, nicht ohne weiteres verständlichen und doch im Grunde so einfachen Denkweise. Wir nennen ihn einen Nationalisten, einen .Politiker, einen Volksfreund, ohne ihn damit erschöpfend bezeichnen zu können. Die Wurzeln seiner Persönlichkeit sind religiöser Art, sie ruhen in dem uralten indischen Kulturgut, das uns fremd, dem Inder aber ohne weiteres verständlich ist Daher die ungeheure Wirkung auf sein Volk, die ein Europäer nie verstehen wird. Professor Rudolf Otto, der feine Kenner indischer Religionsgeschichte, sucht diese Wurzeln bloßzulegen, während sein Begleiter, Birger Forell, ein anschauliches Bild des Menschen Gandhi und seiner Umgebung gbit. Der Inder Bedi zeigt in einer längeren Einführung den wirtschaftlichen Boden auf, der Gandhis Erfolge erst möglich macht. Wesendonk, O. G. von, Das Weltbild der Iranier. (Kafkasche Geschichte der Pilosophie, Bd. la.) 354 Seiten mit einer Kar- . tenskizze des iranischen Kulturgebietes. Verlag von Ernst Reinhardt in München. Preis broschiert RM. 6.50, Leinen RM. 8.50. Der vorliegende Band der Kafkaschen Geschichte der Philosophie behandelt die Anschauungen der Iranier, jener arischen Völkergruppe, zu der die Meder, Perser und Skythen gehören und aus der geistige Führer wie Zarathustra und Mäni hervorgegangen sind. Während die stammverwandten Inder eine bedeutsame systematische Philosophie entwickelt haben, sind die Iranier, die als Staatenbildner Gewaltiges geleistet haben, nicht zur Ausbildung eines eigentlichen methodischen philosophischen Denkens gelangt, haben aber geistige Werte geschaffen, denen grundlegende Tragweite zukommt. Die iranische Geistigkeit steht mit dem alten Orient, mit Indien, dem Fernen Osten, Hochasien, den Steppen des heutigen Rußland, mit Ägypten, Griechenland und den Juden in Verbindung. Noch halten sich als eine eigene, geschlossene Religionsgemeinschaft von hoher ethischer Prägung die Anhänger des großen religiösen Neuerers Zarathustra. Dem Islam hat die geistige Haltung Irans in der Periode, in der sich die Lehre Muhammeds zu einer Weltreligion ausbildete, vielfach den Stempel aufgeprägt. Nach Darlegung des historischen Materials, das uns ja nur in ganz unvollständigem Maße überliefert ist, geht der Verfasser in seiner Darstellung von der Religion Zarathustras mit ihrem hohen ethischen Charakter aus. Da sie uns nur in der Form des Avesta erhalten ist, wird versucht, aus diesem Konglomerat verschiedenster Anschauungen das herauszuschälen, was mit einiger Bestimmtheit als die Grundlehre Zarathustras betrachtet werden kann. Der Verfasser zeigt, wie in diese rein abstrakte Lehre allmählich der Volksglaube und -aberglaube eindringt, so daß uns aus den Inschriften der Perserkönige und aus den Überlieferungen der antiken Schriftsteller ein wesentlich anderes Bild persischer Religion und Philosophie entgegentritt als aus den ursprünglichen Teilen des Avesta. Besonderes Interesse dürften auch die Kapitel beanspruchen, in denen der Verfasser «von den Auswirkungen der persischen Religion auf andere Religionssysteme handelt. Wenn sich auch nicht überall direkte Verbindungslinien nachweisen lassen, so sind doch wesensnahe Züge nicht zu verkennen. Im übrigen steht auch die persische Religion dauernd unter dem Einfluß anderer Religionen, besonders der babylonischen, die mit der persischen fast zur Einheit verschmolzen ist, so daß es manchmal schwer hält, die Richtung der Beeinflussung anzugeben. Das Buch beansprucht das ganz besondere Interesse nicht nur des Philosophen, sondern auch vor allem des Religionsforschers und des Kulturhistorikers, ist doch aus dem Iran der Gnostizismus, der Manichäismus. und der Mithraismus hervorgegangen, deren Einfluß sich weit in die christliche und islamische Philosophie und Religion erstreckt. Schließlich ist das Buch auch für den klassischen Philologen, den Germanisten und den Vorgeschichtler nicht ohne Bedeutung: die Darstellungen mancher antiker Schriftsteller erscheinen dadurch in ganz neuer Beleuchtung und andererseits wird auf die Religion der vorgeschichtlichen Germanen manches interessante Streiflicht geworfen. Jakob Mehlis, Das Ma'assebuch. Seine Entstebune und Qoiel- Iemgeschichte. Mit einem Geleitwort von Moses Gaster Ph. D,. London. XVI, 152 Seiten u. 4 Bildtafeln. Berlin (Rubm Mass) 1933. Brosch. RM. 4.80, Leinen RM. 6.50. Auf Grund umfangreicher Studien und Materialsarnmlungen an in- und ausländischen Bibliotheken liefert der Verfasser eine systematische Bearbeitung der altjiddischen Geschichten- KOSCHER FÜR PESSACH heute wie vor 30 Jahren! nos -wd TOMOR Mandelmilch-Pflanzenmargarine enthält keine tierischen Fette. Sie ist fleischig wie milchig verwendbar und unter Fleisch ein köstlicher Brotaufstrich. 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