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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1933-03-01 · 5 (1.3.1933) · p. Seite 72

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
9 (1933)
Issue
5 (1.3.1933)
Date
1933-03-01
Page
Seite 72 (sequence 8)
Language
German
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72 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 5 Neuendorf ist ein ausgedehntes landwirtschaftliches Gut, auf dem unter Leitung von pädagogisch und fachlich geschulten Kräften jungen jüdischen Menschen Gelegenheit zur landwirtschaftlichen und handwerklichen Arbeit gegeben ist. Für sinnvolle Freizeitgestaltung ist durch geistige Fortbildung, Sport und Unterhaltung in weitgehendstem Maße Sorge getragen. Auskünfte erteilt der Jüdische Arbeitsnachweis. München, Herzog-Max-Straße 5/1. v Auszeichnung für Lehrlinge Am Todestag des bekannten Münchener Wohltäters Freiherrn von Rast, der durch seine hochherzigen Vermächtnisse in der Mitte des vorigen Jahrhunderts besonders das Handwerk zu fördern bestrebt war, fanden auch heuer Verteilungen von Preisen für Handwerkslehrlinge statt. Stiftungsgemäß wurden dabei auch jüdische Lehrlinge bedacht und es erhielten Ermunteruntgspreise Gertrud Bodenheimer, Schneiderlehrling, und der Feinmechanikerlehrling Max Scherz. Die Überreichung der Preise wurde mit einer kleinen Feier verbunden, die im Sitzungssaal der Kultusgemeinde stattfand. Rabbiner Baerwald hob in einer Ansprache hervor, daß in Zeiten wie den heutigen der Mensch einen Rückhalt im Leben doppelt nötig habe und daß dieser Rückhalt in der persönlichen Frömmigkeit verbunden mit der Treue in der Berufsarbeit gefunden werden könne. Als Vertreter der Stiftung überreichte Herr Landtagsabegorneter Schmidt die aus einem Gebetbuch und einem Geldbetrag bestehenden Preise. Es ist das erstemal, daß bei dieser Gelegenheit ein weiblicher Lehrling bedacht wurde. Otto.Frank, Bauerstraße; Max Frank sen., Hiltensbergerstr.; Siegfried Frank, Blumenstraße; Auguste Fuerther. Leopoldstr. Heinrich Goldscthmiidt, Lindwurmstraße 88; Georg Gottheiner, Hohenzollernstraße; Gabriel Guggenheim, Herzog-Rudolf-Str.; Paula Gutmann, Herzog-Rudolf-Straße; Oskar Grünhut, Herzog-Heinrich-Straße. Leo Hähnlein, Isartorplatz; Kiurpension Hellmann, Tölz: aus Spenden der Kurgäste. I. Hauser, Müllerstraße. Siegfried Hochfeld, Franz-Josef-Straße. Sanitätsrat Dr. Haas, Richard-Wagner-Straße. Frau K. R. Heinemann, Lenbachplatz. Auguste Hirsch, Königinstraße. Anna Heilbronner, Haimnauser Straße. Ernestine Heß, Franz-Josef-Straße. Siegfried Jondan, Mauerkircherstraße. Frau Katzenstein, Liebherrstraße. Jacob Kohn. Tierschstraße. Wilhelm Kahn, Mariannenstraße. Stefanie Kahn. Herzog-Rudolf-Straße. I. Keßler, Baderstraße. Z. Kreschower. Tattenbachstraße. Dipl.-Ing. E. Kohn, Wotanstraße. Kegelklub der Isarloge. Frau K. R. Kramer, Martiusstraße. Dr. Lewinsky, Bauerstraße. Frau D. Levy und Familie, Liebherrstraße. Leo Lehrburger, Prielmayerstraße. Berta Maier, Hiltenisbergerstraße. Karl Mai, Paradiesstraße. Dr. Otto Monheimer, Pilotyistraße. Dr. Marschütz. Georgenstraße. Frau Berta Moreau, Luzern. N. N. Ernestine und Henriette Neustätter, Herzog-Rudolf- Straße. Auguste Neuhofer, Olgastraße. N. N. Justizrat Dr. Oestreich, Pfandhausstraße. Geh. Justizrat Dr. Obermeyer, Bruderstraße. M. Philipsohn, Herzog-Rudolf-Straße. Franz Pick, Bürkleinstraße 7. Adolf Rosenthal, Hildegardstraße. Frau K. Rotter, Samuel Knoblauch Die vereinigten Synagogenvereine Linath Hazedek und Agudath Achim betrauern den unerwartete Verlust ihres ersten Vorsitzenden, der im Alter von 63 Jahren nach kurzer Krankheit verstarb.. Unter seiner tatkräftigen Führung und nie erlahmenden Initiative wurde die Synagoge, Reichenbachstraße 27, erbaut, welcher er seine ganze Energie und liebevolle Fürsorge zuwendete. In gleicher Weise wie er die Aktion, die zur Errichtung des Gotteshauses führte geleitet hat, stand er dem Synagogenverein seither vor, und daß heute an Stelle der früher völlig unzulänglichen Räume eine würdige Stätte für den Gottesdienst steht, ist mit einem kleinen Kreis von Männern, vor allem dem Verstorbenen zu danken. Er hat sich mit diesem Werk ein unvergängliches Denkmal geschaffen und wie sehr er sich den Dank seiner Gemeinde erworben hat, zeigte die ungewöhnlich große Zahl derer, die ihm das letzte Geleit gaben. Die Synagoge sollte der Kern weiterer und größerer Einrichtungen für das Gemeinwohl sein. Vor der Verwirklichung großer Pläne für die Allgemeinheit, die ihn beschäftigten, wurde er abberufen. R. 80. Geburtstag. Frau Emma Jacob ovics beging in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit am 28. Februar ihren 80. Geburtstag. ~ Rabbiner Dr. Geis wohnt nunmehr Tengstraße 36/4, Telephon Nr. 372152. Winterhilfe Aokermann Samuel, Widenmayerstraße; Adler Siegfried und Frau, Häberlstraße; Arnold Johanna. Tierschstraße; Regierungsbaumeister Josef Adler, Possartstraße, II. Spende. Fabrik M. Ballin, Deisenhofener Straße; Firma L. B'ernheirner, Lenbachplatz; Familie Bacharach, Tierschstraße; Manki Benlinger, Liebherrstraße; Bach Hermine. Tierschstraße; Frau K. R. Bach, Lamontestraße; Herr und Frau Edmond Bach, Maria- Theresia-Straße; Berta Bach, Herzog-Rudolf-Straße; Franziska Bloch, Habsburgerstraße; Dr. Siegfried Buxbaum, Nymphenburger Straße; Glasermeister Boehm, Thierschstraße, II. Spende. Geheimrat S. Drey, Maximiliansplatz. Frau Dr. Epstein, Rondell Neuwittelsbach: Rosa Etzinger, Romanstraße. - . Teppich - Import Orientcompagnie GmbH Größtes Spezialhaus in Perser Teppichen Kaufingerstraße 26 Fernruf Nr. 91625 Charakterforschung durch Handschriftenana'ysen Unerläßlich vor Anstellung von Angestellten, vor Verlöbnis, Eheschließung oder enger geschäftlicher Bindung! — Gewissenhafte Gutachten auf modern-wissenschaftschaftlicher Grundlage durch Akademiker mit langjähriger Erfahrung von 3.— M. an. Glänzende Erfolge. Dr. Fenk, München-Freimann. Rehwild, Fasanen, Rebhühner, Wildenten Alle See- und Flußfische Feinkost- und Kolonialwaren liefert in I. 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