Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 24 (15.12.1932)
- Date
- 1932-12-15
- Page
- Seite 385 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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385 Nr. 24 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung den Teilnehmern aller Richtungen der Münchener Gemeinde die uns bewegenden neu gestellten Fragen der jüdischen Situation im gegenwärtigen deutschen Staat in ungewöhnlich glücklicher und überlegener Weise. Aus dem Schicksal der deutschen Juden in den letzten 1600 Jahren leitete der Redner die Forderung eines unbeirrten Selbstbewußtseins ab, das uns in einer Zeit beispielloser Defamierüng des jüdischen Namens vor Resignation, Selbsthaß und Minderwertigkeitspsychosen schütze. Der Central-Verein hat sich durch die Gewinnung dieses Redners auch deshalb ein besonderes Verdienst erworben, weil hier eine allen politischen und religiösen Anschauungen im deutschen Judentum gemeinsame Linie deutlich sichtbar wurde. Jüdischer Gesangverein E. V. München Einladung (gemäß § 16 der Satzungen) zur ordentlichen Generalversammlung am Dienstag, den 3. Januar 1933, abends 8 Uhr im Lessingsaal, Herzog-Rudolfstraße 1. Tagesordnung: 1. Jahres- und Kassenbericht, 2. Entlastung der Vorstandschaft, 3. Neuwahlen, 4. Anträge und Verschiedenes. Anträge müssen bis zum 27 Dezember beim. Schriftführer, Herrn Josef Silbermann, Schlörstraße 5 schriftlich eingereicht sein. Der Vorstand: Bettsack. Israelitische Volksschule München Wir machen nochmals auf unsere Chanukka- und Schulfeier (näheres im Anzeigenteil des Blattes) besonders aufmerksam- Bücherscnau München und die deutsche Kunst des 19. Jahrhunderts. Von Prof. Hans K a r 1 i n g e r. 256 Seiten. 112 Bilder. Geh. RM. 7.20. (Verlag Knorr & Hirth, München.) , Das 19. Jahrhundert begründete Münchens Ruf als Kunststadt. Hier lag einmal der Schwerpunkt deutschen Kunstschaffens: hier wirkten Klenze, Cornelius, Gärtner, Kaulbach, Schwanthaler, Rottmann, Schwind, Spitzweg, Defregger, Oberländer, Leibi, Marees, Lenbach, Trübner, Hildebrandt und hundert andere mit bleibenden Einfluß auf Malerei, Plastik und Architektur. Auch das Dreigestirn Liebermann, Slevogt, Corinth nahm von hier seinen Ausgang. Alles, was Ruf und Namen hatte, traf sich irgendeinmal iii München; Und von hier aus gingen wiederum geistige Strömungen nach allen Teilen des Reichs und weit über dessen Grenzen hinaus und befruchteten das künstlerische Schaffen des XIX. Jahrhunderts. Hans Karlinger, der bekannte ord. Professor für Kunstgeschichte an der Technischen Hochschule in München, zeigt zum erstenmal diese ganze reizvolle Entwicklung in seinem Buche „München und die deutsche Kunst des 19. Jahrhunderts“ auf in der übersichtlichen, knappen, lebendigen Art seiner Darstellungskunst, die wir schon von seiner „Bayerischen Kunstgeschichte“ her kennen. Als Probe für den Geist und den Reichtum dieser Münchener Kulturgeschichte sei hier die Stelle über Leibis Bewertung in München wieder-;gegeben: . „Für das gleichzeitige Münchener Schrifttum ist die Art, wie Leibi seinen Weg gehen mußte, alles eher als lobenswert. Besonders, wenn man bedenkt, daß die französische Kritik auch nach 1870/71 stets nur mit größter Hochachtung von seinen Bildern sprach -- in München quittierte man das Faktum damit, daß man ihn mangelnder nationaler Gesinnung verdächtigte. Geschehen in der Generation der internationalen Kunstbestrebungen des späten 19. Jahrhunderts, geschehen in Kreisen, bei den Haiders oder des Hans Thoma Malerei als unzeitgemäß galt, geschehen in einer Umgebung, für deren Architektur alles zulässig war, was nicht an die Einfachheit heimischer Bauform erinnerte. Zur Königsschlösserromantik und zu Wagnerschen Bühnenaufmachungen bot Leibis Kunst allerdings keinen Weg: der Maler scheute das Theater. Es ist überliefert, daß Montaignes Essais seine Lieblingslektüre waren; die Schärfe und Präzision klarer Form fesselte ihn; wo gab es die in München; vor Hildebrand und U h d e und wie schwer kämpften : diese um ihren Weg?“ Jede Bemerkung zu diesen historischen Feststellungen müßte ihre Bedeutung abschwächen. — Dieses Buch ist mehr als ein /spezieller Ausschnitt aus der einheimischen Kunstgeschichte. 112 liebevolle ausgewählte, teils seltene Bilder und die hervor- | ragende Buchausstattung machen das Werk dem Freunde ' deutscher-Kunst zu einem Kleinod. ------ keine Dutzend- Ware sondern etwas Schönes....! Individuelles ... I Etwas von.. WEIHNACHTS-VERKAUF Ski-, Sport-, Eislauf-Stiefel und Überschuhe für Damen, Herren und Kinder Mode- und Strassenschuhe Spezial-Sclmlihaus nur München, Fiirstenstr. 7 1 Minute v. odeonspi. Hauptpreislagen: Mk. 10.50, 12.50, 14.50 usw. Bei Bezugnahme auf das Inserat Extra-Skonto. Mitglied d. A-B.C. Ein überraschendes Weihnachtsgeschenk fKit 6J!H%i/uy kaufen Sie die AGFA-STANDARD 6x9 cm Rest zahlbar in neun Monatsraten zu 6.- RM. Gebrauchte Kamera wird in Zahlung genommen I! PHOTOsSCHAJA MÖNCHEN 2NOI liefert alle Markenkameras gegen 10 Monatsraten Günstige Geiegenheifskäufe am Lager!