Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 22 (15.11.1932)
- Date
- 1932-11-15
- Page
- Seite 346 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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346 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 22 Aus der Gemeinde Augsburg Israelitischer Frauenverein Augsburg Die Pfundsammlung, die wir am 11. und 12. Oktober durchgeführt haben, war vom Wohlwollen unserer sämtlichen Mitglieder getragen und erfreute sich größter Sympathie. Sie hatte daher einen überraschend großen Erfolg und es war uns möglich, vielen Familien zum Festtag ein wenig Sonnenschein in Haus und Herz zu tragen. Wir danken auf diesem Wege allen gütigen Spendern herzlich. Aus bayerischen Gemeinden Neustadt a. d. Saale. Unser Gemeindemitglied, Herr Sigmund Weinstock, hier, und seine Gattin Rosa, geb. Stein aus Eschwege, haben vor kurzem durch den Sofer Herrn Kormann, Frankfurt a. M., eine wunderbare Tora-Rolle, ein wahres Prachtstück jüdischer Schreibkunst, anfertigen lassen und unserer Kultusgemeinde anläßlich der Bar Mizwoh ihres jüngsten Sohnes Norbert feierlich übergeben. Vereine Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe München. Der Jüdische Frauenbund lädt zu folgenden Veranstaltungen ein: I. Tee-Nachmittag in der Bonbonniere am Kosttor, Dienstag, 6. Dezember, nachmittags 4 Uhr. Programm: Frau Rhea Glus mit ihren Schülerinnen .(Tanz), Frau Emmy Sternberger (Gesang), Frl. Fannerl Weil (Klavier). Tee inkl. Steuer, ein Stück Gebäck oder zwei Brötchen und Trinkgeld RM. 1.30. Karten bei: Heinrich Cohen, Löwengrube 23; Gerstle & Löffler, Weinstraße 3; Spitzenhaus Klauber, Theatinerstraße 35; Israelitische Kultusgemeinde, Herzog-Max- Straße 7. Tischbestellungen ausschließlich in der Bonbonniere, Telephon 20203. II. Vorträge. Unsere vier Wintervorträge behandeln das Thema: „Was bleibt uns?“ 1. Geistiger Besitz und Arbeit. Referentin: Hanna Karminski, Berlin. Donnerstag, den 15. Dezember 1932, abends 8 Uhr, Concördia, Prannerstraße. 2. D i e Familie. Referentin: Hilde Landauer, Berlin. Donnerstag, den 24. Januar 1933, abends 8 Uhr, Concordia, Prannerstraße. 3. Das Judentum. Referentin: Gertrude Weil, München. Donnerstag, den 16. Januar 1933, abends 8 Uhr, Bibliotheksaal der Gemeinde. 4. Hoffen auf neue Gemeinschaftsbildung und neues Werden. Referentin: H annah Straus, München. Donnerstag, den 23. März 1933, abends 8 Uhr, Bibliotheksaal der Gemeinde. III. Pädagogische Gruppe (Arbeitsgemeinschaft). Es findet allmonatlich je ein Nachmittag mit Referat und anschießender Aussprache statt. Interessenten werden gebeten sich schriftlich zu wenden an Frau Rosl Stadler, Lessingstraße 4/II. Es sollen Probleme des Kleinkindes, Schulkindes und des heranwachsenden Kindes besprochen werden. IV. Unentgeltliche Arbeitskurse jeden Mittwoch von 6—9 Uhr, Herzog-Max-Straße 3/1. 1. Schneiderei, unter Leitung einer fachmännischen tüchtigen Kraft, von 7—9 Uhr. 2. Putzkurs von 6—8 Uhr (auf Anmeldung). 3. Handarbeitskurs von 6—9 Uhr. Stricken, Häkeln, Sticken usw. für Berufs- und Privatzwecke. 4. F1 i c k k u r s von 7—9 Uhr. Leiterin: Frau Ida Stern, Beethovenstr. 5/1, Tel. 52488. Fortsetzung Seite 351 NiBrenu. Zuckerkranke beachten Sie bitte die neuesten großen Erfolge mit Herr Professor Dr. med. Job. Dück staatl. Professor an der Handels-Akademie in Innsbruck schreibt am 28. Juli 1932: Gerne bestätige ich Ihnen auch unmittelbar, was ich Ihrem Herrn Vertreter hier schon wiederholt mündlich gesagt habe: Mit der Adelheidquelle habe ich seit den 2/4 Jahren, die ich sie in der Praxis verwende, eine ganze Reihe sehr beachtenswerter Erfolge, von denen folgende 2 Fälle ganz besonders beachtenswert sind: Fall A: 4jähriges Kind, seit l1/2 Jahren post-anginöse Nephritis im längst chronischen Stadium; alle klinische und private Therapie vermochte keine Eiweiß-Freiheit zu erzielen; auf ausschließliche Anwendung ihrer Adelheidquelle nach 6 Wochen keine Spur von Albuinen, der Zustand hat sich seitdem — 2 Jahre — gehalten, das Kind ist aufgebläht und hat nie mehr Eiweiß im Harn gezeigt; es trinkt noch täglich früh ein Glas Adelheidquelle. Fall B; 52jährige Dame, seit vielen Jahren Diabetes Mellitus; trotz langer klinischer und privater Insulin-Behandlung nie ganz zuckerfrei; nach 3 Monaten Adelheidquelle — ohne Insulin-Behandlung— vollkommen zuckerfrei;seither — 2 Jahre — nur einmal sehr wenig Zucker nach grobem Diätfehler; der Zucker verschwand bereits am 2. Tage wieder; Patient trinkt ebenfalls morgens ihr Glas Adelheidquelle. Ich halte überhaupt die regelmäßige Anwendung der Adelheidquelle auf nüchternen Magen für das beste, und sehr viele meiner Patienten, besonders ältere, nehmen ebenso wie ich selber täglich ohne Ausnahme prophylaktisch nüchtern morgens ein Glas Adelheidquelle und fühlen sich außerordentlich wohl dabei, wohl auch infolge der Stuhlregelung. Ich möchte diese Quelle nicht mehr aus meinem Arzneischatz missen. tgj. ^11554