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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1932-10-01 · 19 (1.10.1932) · p. Seite 299

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
8 (1932)
Issue
19 (1.10.1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 299 (sequence 11)
Language
German
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Nr, 19 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 299 BiOX-ULTQA - Zahnpasta dar Dam« verhindert Zahnsteinansatz. l_ockerwerden der ZShne, spritzt nicht u. Ist hochkonzentriert, daher so sparsam. BiOX- ULTRA fördert gesunde Speichel- ■ekratloe und erhalt ZShne und Mund gesund. der Wesenschau, Elemente enthalten wären, die den Weg von dem wissenschaftlichen Ernst Husserls über den anregenden, aber ungebundenen Einfallsreichtum Schelers hin, zu Heideggers Ontologie (die sich als gekünstelte Verbaltechnik erweist) freigäben. Ein klarer und systematischer Nachweis dieser für das philosophische und das kulturelle Gesicht des zwanzigsten Jahrhunderts überhaupt höchst bezeichnenden Zusammenhänge fehlt bisher vollständig. Ihre Darlegung bildet den Inhalt der Schrift von Kraft, die damit eine unerläßlich gewordene Klärung vollzieht. Ihr Ergebnis besteht in einer zwingenden Kritik der unhaltbaren Positionen der Phänomenologie, deren Schicksal ein neuer Beweis für die Unmöglichkeit des „Intuitionismus“ in der Philosophie ist. Die Bedeutung dieser Nachweisung reicht bis in die Erfahrungswissenschaften hinein, vor allem in ihre Methodik, z. B. in den — philosophischen Fehldeutungen stark ausgesetzten — Sozial Wissenschaften. Die Untersuchung ist aber auch ein positive, nämlich eine Rückforderung der unverjährten Ansprüche des philosophischen Kritizismus in seinem von Autoritätsgläubigkeit wie von Verwässerung freien, systematischen Grundbestand, der allein den Weg der Philosophie als.strenger Wissenschaft, abseits von der Metaphysik unserer Tage, zu beschreiten gestattet. Julius Kraft hat in seinem Buch die produktive Kritik der Heideggerscheu Pseudophilosophie glänzend durchgeführt. Er wird — in vielleicht noch abgeklärterer Form — darin von Ernst Cassirer in seiner grundlegenden, gegen Heideggers Kant-Interpretation gerichteten Abhandlung „Kant und das Problem der Metaphysik“ in den Kantstudien (Bd. 36, Heft 1, Jg. 1931) unterstützt. F. Rom und Jerusalem. Der neue Roman von Lion Feuchtwange r „Rom und Jerusalem“ ist in großen, in sich abgeschlossenen Teilen seit 20. September in der „Vossischen Zeitung“ abgedruckt und wird gleichzeitig von Ullstein als Buch*angekündigt. Aus der Ankündigung: Das neue Werk von Lion Feuchtwanger ist ein großer historischer Roman aus 'dem ersten Jahrhundert n. Chr., sein Held Flavins Josephus, der als Mitglied der jüdischen Priesterschaft Josef ben Matthias hieß, bekannt als Verfasser der berühmten Geschichte der Zerstörung Jerusalems durch die römischen Legionen. Feuchtwanger ergründet das Rätsel dieses Charakters, der zwischen Trugbildern von Ehrgeiz und Pflicht zum Verräter wurde. Das Buch gestaltet das Leben der alten Welt in bewußter Annäherung an das heutige. Auf der Grundlage des historischen Materials entwickeln sich die Schicksale, die Episoden, die Gespräche frei und natürlich in einer so gegenwartsnahen Form, daß der Vergleich mit unserem Dasein sich zwanglos ergibt und das Interesse weit über das Historische hinaus erregt. Joseph Roth, Der Radetzkymarsch. Roman. Berlin, Kiepenheuer, 1932. In dem eben erschienenen Gemeindekalender sind Stücke aus dem neuen Roman abgedruckt. Die Frankfurter Zeitung brachte ihn im Sommer in fast 100 Fortsetzungen. Das neue Werk übertrifft noch an Erzählungskunst und Eindruckskraft die unvergessene Dichtung „Hiob“. Joseph Roth erzählt die ergreifende Geschichte einer' altösterreichischen Beamten- und Offiziersfamilie durch drei Generationen, den Aufstieg des „Helden von Solferino“, das namenlose Leben eines gewöhnlichen Bezirkshauptmanns und Liebe und Tod des Leutnants Carl Joseph Freiherrn von Trotta. Aufstieg und Niedergang einer Familie, die wunderbar verbunden sind mit Regierungsdauer, Glück und Ende Kaiser Franz Josephs des Ersten. Er malt in farbenbrennenden Bildern und Szenen kaiserliche Audienzen und Feste, Manöver, Fronleichnamsprosession, Militärparade, Duell und Offizierskasino, die ganze versunkene Pracht des apostolischen Reiches. Wieder sind in den Gang der Handlung die Schicksale einiger Judengestalten verwoben, die man nicht vergißt. „Per Radetzkymarsch“ ist das Buch des Winters 1932/33. In Augsburg ist die Nummer C 47 für Sie sehr wichtig, wenn Sie in Uhren und Schmuck gut bedientsein wollen. H ö r I heißt das Fachgeschäft, es befindet sich in der Karolinenstraße C 47 dicht beim Dom Das Vertrauen j unserer Kundschaft ist uns mehr wert, als eine einmalige Kundschaft, die wir mit „Unterpreisen“ gewinnen könnten. Wenn wir an Waschmaterial sparen, greifen wir mit den billigeren Mitteln das Gewebe der Wäsche an und verlieren unsere Kundschaft. Wir halten aber fest an unserem besten Material und darauf beruht unser Erfolg. — Bitte überzeugen Sie sich durch einen Besuch unseres Betriebes wie schonend und hygienisch einwandfrei Ihre Wäsche bei uns behandelt wird. Wäscherei „Münchner Hausfrauenhilfe44 Landwehrstraße 57/59 Fernruf 5 96 S 58 Calß Ludwig (FRÜHER TEICHLEIN) INHABER: R. EBERHARDT LUDWIG STRÄSSE Das vornehme Familien-Cafe Eigene Konditorei auch abends Gll3 P1*3 U I Wissen Sie was ein gut sitzendes, nach Maß gearbeitetes Korsett oder Mieder bedeutet? Eine elegante Figur tigen Sie meine Modelle und lassen Sie sich unverbindlich von mir beraten. — Die Preise habe ich der Notzeit angepaßt! Cläre Kluge, München, Thierschstr. 39/1 / Telefon 20454 ßauchf’Haus Bergmann Klasse f Die ZigapeH’e fup Dich und fup mich 2735

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