Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 9 (1.5.1932)
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 129 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Bayerische Aachrichtenblatt üer IsraelMschen KultuSgemeinöen in München, Augsburg, Hambttg unö öeS Äerbanües Hagerischer Israelitischer Gemeinöen Israelitische Gemeinüezeitung Erscheint am 7. unö 15. seöen Monats. — Verlag: S. Keller, München, LezugSpreiS für nicht elngewiesene Sezkeher: Reichsmark 4.80 für öas plinganserstrche 6$, Fernruf 7} 6 6$ unö 7? 665, Postscheck München 5?87, Jahr. Anzeigenpreis: Sie 4 gespaltene Millimeter-Zeile 40 RelchSpfennlg Schristleltungr Sr. Luöwlg Zeuchtwanger, München, Grillparzerstraste )S Zamilienanzeigen, Stellengesuche unö ähnliche Angebote 15 RelchSpfeuni, Vlll. Jahrgang München, t. Mai Ar. 5 Inhalt: Ein Gang durch Münchens jüdische Friedhöfe — Der Sohar, das heilige Buch der Kabbalah — Jüdische Abgeordnete im Bayerischen Landtag — Aus der Gemeinde München — Aus bayerischen Gemeinden — Vereine — Bücherschau — Amtlicher Anzeiger: Bekanntmachungen des Verbandes Bayer. Jsr. Gemeinden: Bekanntmachung über Erstattung von Kirchenumlagen; Bekanntmachung über erledigte israelitische Volksschulstelle; Bekanntmachung über erledigte ReligionSlehrerstelle; Der bekannte Siddur, Tefillath Jisroel — Bekanntmachungen der Jsr. Kultusgemeinde München: Bekanntmachungen über die Besetzung der Ausschüsse und die Ernennung der Beauftragten der Gemeinde — Personalia. Cin Sang durch Münchens jüdische Sriedhöke Von TheodorHarburger mm mm mm Abb. 1: Alter jüdischer Friedhof in München Sepia-Aquarell im Besitze des „Vereins für jüdische Museen in Bayern" Die jüdische Gemeinschaft in München konnte nach jahrhundertelanger Ausschließung zu Ende des 18. Säkulums sich aus dem Kreise der mit dem kurfürstlichen Hofe in Verbindung stehenden Juden und ihres Anhangs bilden, besaß aber als solche bis ins erste Viertel des vorigen Jahrhunderts keine Rechte und konnte selbst die gebräuchlichen und notwendigen Institutionen nur unter stillschweigender Duldung der Behörden errichten. Jede öffentliche Betätigung ihres religiösen Sonderdaseins war ihr untersagt; so durfte sie ihre Toten nicht einmal im weiteren Umkreis der Stadt zur letzten Ruhe bringen, sondern mußte sie mit naturgemäß großen Schwierigkeiten in dem fernen Kriegshaber bei Augsburg bestatten. Erst im Jahre 1815 gelang es, die behördlichen Widerstände zu überwinden und die Erlaubnis zur Anlage eines Friedhofes in der Nähe der Stadt, bei Thalkirchen, zu erlangen. Trotz des verhältnismäßig kurzen Bestehens dieses Begräbnisplatzes sind seine ältesten Grabmäler doch bereits verschwunden. Der Grund liegt vor allem in der Verwendung eines weichkörnigen Sandsteins als