Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 8 (15.4.1932)
- Date
- 1932-04-15
- Page
- Seite 123 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 123 K05CHER FÜR PESSACH Zwei koschere Pflanzenfette ... so sparsam, so bequem! NV2 V» NV2 Tomor, hergestellt unter Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Rabbiner Dr. Wolf, ist reinste Mandelmilch-Margarine! Sie*können sie als Brotaufstrich unter Fleischbelag verwenden und für Kuchen und Torten, die Sie unmittelbar nach der Mahlzeit reichen wollen. Tomor enthält keine tierischen Fette und darf daher zu allen Speisen ohne Unterschied gebraucht werden. Palmin koscher besteht zu vollen 100% aus reinem Cocosfett. Beim Kochen, Braten, Backen —immer freuen Sie sich über seineAusgiebigkeit und seinen reinen Geschmack. Palmin koscher enthält keinen Tropfen Wasser — es spritzt daher nicht aus der Pfanne, das ganze verwendete Quantum wird voll ausgenützt. Und dabei istPalmin koscher so leicht verdaulich,daß es selbst dem empfindlichsten Magen gut bekommt. TOMOR PALMIN Mit diesen beiden Fetten koscher gelingen die österlichen Speisen zu Ihrer vollsten Zufriedenheit TPK3—111 IlTI Frühjahr müssen Sie vegetarisch essen! Es ist gesund! Vegetarisches Restaurant Bauer Schommerstraße 14 / nächst Hauptbahnhof Duhms Buch ist letzten Endes ein Bekenntnis, das ohne Urnschweife die Konsequenz aus der wissenschaftlichen Kritik des Alten und Neuen Testaments zieht und sich mit aller Deutlichkeit und in klarster Gemeinverständlichkeit mit der gesamten christlichen Dogrnatik auseinandersetzt. Diese Wegleitung des modernen Menschen zu Gott beruht auf der optimistischen Voraussetzung, daß alle Menschen von Natur aus wissen, was gut und böse ist. Dieser Optimisinus erfüllt den Verfasser mit der Überzeugung, daß die echte Religion, deren Kern wie alles Große etwas sehr Einfaches ist, Herz und Verstand jedes modernen vernünftigen Menschen befriedigt und beglückt, daß der Befriedigung und Beglückung indes die in den Kirchen und Konfessionen organisierten Religionen inr Wege stehen. Dieses Resultat ist allerdings viel weniger interessant, als der Weg, auf dem es gewonnen wird. F. Ludwig Bauer, Morgen wieder Krieg. Untersuchung der Gegenwart — Blick in die Zukunft. Ernst Rowholt Verlag, Berlin 1931. Weder die funkelnden Formulierungen, noch die positive menschenfreundliche und echt liberale Grundtendenz dürfen darüber hinwegtäuschen, daß das viel gelesene und bewunderte Buch von Bauer zu der politischen Tagcsbelletristik zählt, die am Ende der Wiederkehr des innerlich freien, sich selber bindenden Menschen nicht dient. Gewiß, wir haben die pathetischen verstaubten Formeln des liberalen Traditionalismus, besonders wenn sie aus jungem Munde kommen, satt, aber ebenso die Welt- und Wirtschaftswende-Bücher, die in sprühenden Kaskaden über uns hcreinstürzen. Die Grundfrage, die Bauer stellt: Ist die Krankheit unserer Kultur heilbar, oder muß diese sich in eincin nahen Krieg auflöscn? wird allmählich langweilig. Cs soll nicht bestritten werden: ein neuer Krieg wäre die Auflösung! Lassen wir dem Verfasser auch die Freude an seiner geistreichen Formulierung: Der gute alte Weltkrieg war Biederineier im Vergleich mit jenem, der auf uns wartet. Die Hoffnungen, die Gefahren, die Therapie, die Prognose, wie sie uns hier blendend, in einem selten eleganten und witzigen Vortrag vorgeführt wird, sind letzten Endes „Literatur", ja sogar das Schulbeispiel verantwortungsbefreiter Sprechkunst, im Augenblick zwingend, entlastend (wie ein witziges Wort), befreiend, im Ergebnis dialektische Seifenblasen. Greifen wir aus der Fülle geschliffener und verblüffender Thesen das hier nahe liegende Thema „Juda" auf. Bauer reiht es unter die vergeblichen „Hoffnungen" ein. Also: „Juda, dem schon vor Hitler seit Jahrtausenden der dringende, oft handgreiflich unterstützte und dennoch bisher niemals vollkomrnen erfüllte Rat gegeben wird, zu verrecken, gilt weiter- Die echte, plombierte "l&O Gerauer Land- und Delikateb wurst der Firma Hermann Gottschall, Klein-Gerau, pro Pfd. RM. 1.70 und RM. 1.20, sowie alle Feinkostartikel erhalten Sie im Lebensmittelhaus Tel. 55651 Dora Doll, Landwehrstr.42 Spezialitäten: Garnierte Platten und Brötchen, und frisdie Mazzos SEK PREI SWURDICE MÜNCHNER TUCH AUS SONNENSTR ASSE PHOBUSPALAST Kopfwehl Bei Kopfweh, Katarrh, Grippe, Rheuma, Ischias, Hexenschuß, Zahnweh, überhaupt bei katarrhalischen und neuralgischen Erkrankungen ist und bleibt Germosan, — von dankbarsten Patienten verehrt und von erfahrenen Fachleuten bewundert, — das ideale Mittel. Der so viel bestaunte Erfolg mit der auffallend raschen und angenehmen Wirkung ohne jede Schädlichkeit erklärt sich ärztlicherseits nur durch die äußerst erprobte und sorgfältig abgestimmte Zusammensetzung (Amidophenaz., Phenaz. sah, Chin., Coff.). DerVersuch überrascht! ^JPQ|*|Y10Scl I*) In Äpoth. erhältl. zu 1.10 M. p. Schachtel