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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1931-12-01 · 23 (1.12.1931) · p. Seite 361

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
7 (1931)
Issue
23 (1.12.1931)
Date
1931-12-01
Page
Seite 361 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 23 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 361 Dieses an Handlung nicht reiche Stück bedarf eigentlich einer technisch vollkommenen Bühne, um das Zauberhafte' seiner Sprache auch wirkungsvoll in das Räumliche zu übertragen. Die „Bretter" des Steinicke- Saales stehen aber an Primitivität kaum denen der Shakespearebühne nach, und dennoch ließen sich diese hier natürlichen und unüberbrückbaren 'Mängel übersehen. Man hätte aber besser die Erzengel und Samael die Bühne betreten lassen sollen. Die Idee, nur ihre Stimmen zu geben, ist an sich gut; praktisch aber geschieht zu wenig in der Nachtszene auf der Höhe Beth-El: so wirkte das Ganze ein wenig ermüdend. Der beschränkte Raum verbietet es mir, die Leistung jeden Spielers hier durchzusprechcn. Gesagt soll nur sein, daß der Jaakob Alfred Obermayers eine glaubhafte und packende Gestalt war, daß er sich sprachlich und darstellerisch aufs beste bewährte. Sein Gegenspieler Cdom (Willi Arnold) stand ihm nicht' nach. Die nächtliche Begegnung der Brüder hinterließ einen tiefen Eindruck. Die wohlgelungene Aufführung, die unter der umsichtigen Leitung von Heinz Brenner stand, möge die junge Spielschar zu weiterer Zusammenarbeit ermuntern. -nn. Chanukka-Konzert des Indischen Kammerorchesters München Das Jüdische Kammerorchefter, das in diesem Jahre organisatorisch umgeftaltet wurde und nunmehr unter der künstlerischen Leitung von Herrn Kapellmeister Erich Erck steht, veranstaltet am Samstag, den 12. Dezember, abends 8^4 Uhr im Museumssaale sein erstes Symphoniekonzert. Geleitet von dem Bestreben, trotz aller Schwere der Zeit die gerade in jüdischen Kreisen stets gepflegte Musikkultur zu bewahren und zu fördern, trägt das aus tüchtigen Inftrumentalisten bestehende Orchester in hingebungsvoller und sorgfältiger Arbeit dazu bei, ein jüdisches Ideal zu erhalten. An Orchesterwerken gelangen zur Aufführung das Concerto grosso in d-moll von Vivaldi, eine der glanzvollsten Schöpfungen des italienischen Barock, und die Suite in C-dur von Bach, mit eines der stärksten Zeugnisse seiner Gestaltungskraft. An Solisten hat sich eine Anzahl jüdischer Künstler zur Verfügung gestellt, deren Name in der Öffentlichkeit einen guten Klang hat. Frau Gertrud Masser, eine Geigerin von Rang, spielt die beiden Romanzen für Violine und Orchester von Beethoven. Fräulein Irma Stern, bekannt durch ihre Tätigkeit an der Münchener Staatsoper und im Rundfunk, singt die Arie „Höre Israel" aus dem Oratorium „Elias" von Mendelssohn. Fräulein Alma Weiß, von der Meifterklasse der Akademie der Tonkunst, bringt das selten gehörte Konzert in D-dur für Klavier und Orchester von Haydn zum Vortrag. Die Eintrittspreise sind niedrig gehalten. Eine Anzahl von Plätzen wird zum Preise von RM. 2.20 abgegeben; im übrigen gilt für die Sitzplätze der Einheitspreis von RM. 1.10. Stehplätze sind für Jugendliche an der Abendkasse zu RM. 0.70 erhältlich. Den Vorverkauf haben übernommen: Kanzlei der Israelitischen Kultusgemeinde, Herzog-Max-Straße 7; Ewer- Buchhandlung, Ottostr. 2; Leflinghaus, Herzog-Rudolf-Str. 1; Pelzhaus Goldberg, Schwanthalerstraße 24. Jüdischer Jugendverein. Margarete Bach (Wien) sprach im überfüllten Saale der „Concordia" biblische und deutsche Dichtungen. Don den ersten Versen an schlug die Künstlerin alle in den Bann ihres wohlklingenden und modulationsfähigen Organs. Es war eine Lust, auf einem Podium wieder einmal vollendete Sprechtechnik zu hören. Die Art, wie die Vortragende u.a. Liliencrons „Geheimnis", Rilkes „Die Blinden", Goethes „Der Gott und die Bajadere" oder in fein-charakterisierendem Humor Rittners „Konzertsaal" rezitierte, riß die Zuhörer zu stürmischem Beifall hin, der die Künstlerin zu wiederholten Zugaben veranlaßte und ihr den Wunsch nach baldigem Wiedersehen zum Ausdruck brachte. S. K. Jüdischer Jugendverein München. I. Donnerstagabende. Lessingsaal. Beginn 20.30 Uhr. 2.12. Vortragsabend: „Freud, Cous und die moderne Psychotherapie." (Referent Dr. Horn.) Regenmäntel Ulster und Paletots Nur hochwertige Qualitäten Vollkommen ln Schnitt und Verarbeitung 95.- 108.- 118- 138- 148- 165- SAKKO-ANZÜGE ab RM. 220.— In unserer bekannt exquisiten Ausführung LOTZ & LEUSMANN München PerusastraBe Neuhauser$tr.2? Münchens , größte Pelz-WerkStätte GRUBER-KORSETTEN ö SONDER-VERKAUF IEEE OlJSmae l/l r* wähl ausnutzt I U*3»0 ImlUtjG Adelgundenstraße 3ö/o, nächst St.-Anna-Platz Generalvertreterin Frau H. Mühlhauser, zwecks gewünschter Vorsprache Sa erreichbar unter Fernruf 20 4 54 G Hoiel und Resianrast Peterhol Fernruf 23 6 28 MÜNCHEN Marienplatz 26 Alle Zimmer modernsft mit fließendem kalten und warmen Wasser Bekannt durch seine vorzüglichen Speisen! Mäßige Preise

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