Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 17 (1.9.1930)
- Article
- Altenstadt (Schwaben) [Nachricht]
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 275 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17 Bayerische Israelitische Gcmeindezeilung 275 Allenstadl (Schwaben). Frau Mina Wassermann konnte am 10. August im Kreise der ihren in geistiger und körperlicher Frische den 85. Geburtstag feiern. Hofheim—Lendershausen (Untersranken). Unser hochverehrter Lehrer Baruch Wolf in Lendershausen ist im nahezu 80. Lebensjahr verschieden. Baruch Wolf ist noch aus den alten Vorbereitungsschulen für den Lehrerberus aus der Schule eines Rabbi Eleasar Ottensosser (Höchberg) und Rabbi Seligmann Bär Bamberger (Würzburg) hervorgegangen, nachdem er zuvor noch zu Füßen des damaligen bedeutendsten Thoragelehrten Rabbi Jsak Gutmann (Heidingsfeld) gesessen und so neben einem umfangreichen Fachwissen einen großen Schatz an Thorawissen in sich vereinigte. Während seiner vierzigjährigen Tätigkeit hat er sich nicht nur in der ursprünglichen, nunmehr fast aufgelösten Kultusgemeinde Lendershausen und späteren Gemeinde Hosheim—Lendershausen die größte Hochachtung erworben, sondern auch das Vertrauen der hiesigen Gesamtbevölkerung besessen. Ehrende Worte widmete dem Entschlafenen Herr Bezirksrabbiner Dr. Ephraim namens der Kultusgemeinde, des Rabbinatsbezirks und des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden; Herr Rabbiner Dr. Michalski (Karlsruhe) sprach als Verwandter am Grabe; der Amtsnachfolger Lehrer Blumenthal (Hofheim) als Vertreter des israelitischen Lehrervereins Bayern, Oberlehrer Gräf namens des Bezirkslehrervereins Hofheim, Kaufmann Schuster (Hofheim) im Namen der Schüler und des Vorstandes des Turnvereins Lendershausen, dessen langjähriges, treues Mitglied der Verewigte gewesen ist. Die hiesige Kultusgemeinde wird das Andenken des Entschlafenen stets in Ehren halten. Aus den Kultusgemeinden der pkalz Bayerische Handelsbank gegründet 1869 Bodenkreditanstalt München gegründet 1869 Go'd-Hypolhekenbestand Mitte 1930: rund GM. 255'300,000.— Go'.d-Pfandbriefumlauf Mitte 1930: rund GM. 254'800,U00.— (einschließlich D. R. K.-A.) jT °/o ige unkündbare Gold-Hypoihekenpfandbriefe, mündelsicker * stiftungsmäßig * lombardfähig, in Stücken zu 100, 200,500,1000, 2000 und 5000 Goldmark. Gewährung von Hypotheken-Darlehen auf ländlichen und städtischen Besitz. An - und Verkauf der Gold-Hypoihekenpfandbriefe an unseren Schaltern Nr. 56—58 den morgens 8XJ2 Uhr bis abends 4 Uh: durchgehend, sowie bei allen Banlstellen. Der“'1 das Lokal_ jedes Einheimischen und Fremden NEUER PÄCHTER J HHNS FÜRST Steinbach a. Gl. (Rheinpfalz), 9. August. Unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde feierten an Schabbos Nachamu der Vorstand des Synagogenrates der hiesigen Kultusgemeinde, Joseph Löb, und seine Ehefrau Sophie, geb. Aron, das Fest der goldenen Hochzeit. Der frühere Lehrer der Gemeinde, Herr David Rosenwald aus Frankfurt a. M., feierte den 79jährigen Jubilar als überzeugten Glaubensgenossen, als hilfsbereiten Gemeinderat und Kultusvorstand, der in selbstloser Weise schon jahrzehntelang den Gottesdienst versieht und so das religiöse Leben der verwaisten Kleingemeinde aufrecht erhält. Nus dem Verbände Mitteilung des Schochtimverbandes Bayerns Wir ersuchen unsere Mitglieder um sofortige Einsendung des Beitrages von RM. 7.— für das zweite Halbjahr 1930 an den Kassier Lubinski (Schweinfurt) unter Postscheckkonto 36559 Nürnberg. In diesem Betrag ist der Beitrag für den Reichsverband enthalten. Kollegen, die eine Glückwunschenthebung zu Rosch-Haschono zugunsten unserer Unterstützungskasse betätigen wollen, bitte ich um sofortige Mitteilung, damit deren Namen für die betreffende Ausgabe der Gemeindezeitung gemeldet werden kann; der Betrag von mindestens RM. 2.— ist gleichzeitig an mich zu senden. Wir haben den „Israelit" als Vereinsorgan für den Reichsverband gewonnen. Unsere Mitglieder erhalten auf das Abonnement 50% Rabatt. Kollegen, denen das Abonnement zum ermäßigten Preis eingewiesen werden soll, mögen sich an den Vorsitzenden wenden. Lubinski. Neustädter. Vereine Jubiläumskagung des Jüdischen Lehrervereins in Bayern. Die Fünfzigjahresfeier des Jüdischen Lehrervereins in Bayern nahm in allen ihren Teilen einen glänzenden Verlauf. Herr Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, der Präsident des Rates des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, wurde zum Ehrenmitglied des Jüdischen Lehrervereins in Bayern ernannt. Den Höhepunkt bildete der Festakt am Montag vormittag. Die Vertreter der Behörden und jüdische Organisationen entboten dem Verein herzlichste Glückwünsche. Die Festrede: „Der Jüdische Lehrer von heute" hielt Dr. Fränkel (Augsburg). Zwei hebräische Chöre unter der Leitung von Oberlehrer Hellmann rahmten die Feier würdig ein. (Ausführlicher Bericht über die Tagung in den Mitteilungen des Lehrervereins.) J.B.H. Deutscbe mscherel Felix Brandner ü.m. D.H. München, Thlerschstr. 21 Tel. 23 7 08 Annahmestelle auch Jägerstr. 16 Spezial-Dampfwaschanstalt, nur Herren-Stärkwäsche Augsburg A 432, Vorderer Lech cPefzmoden Wenn Sie an einen preiswerten Pelz denken, dann denken Sie an Orfjans/zy X, SC<Sofirj Tleu/icLziseT’stv. 29 37