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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1930-07-15 · 14 (15.7.1930) · p. Seite 225

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
6 (1930)
Issue
14 (15.7.1930)
Article
Kultusgemeinde Speyer
Date
1930-07-15
Page
Seite 225 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 14 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 225 Ihr Zuhause Hotel Bayerischer Hoff ma I Bestellen Sie bitte rechtzeitig. Fernruf22 Erklärung: In Nr. 25 des „Israelit" vom 19. Juni 1939 schreibt Herr Neustädter, Bad Kissingen, über „Das Bayerische Schächtverbot und seine Lehren". Er bringt es dabei fertig, die jüdischen Lehrer für die so überaus bedauerliche Entwicklung in Bayern und für die Mindereinschätzung der Schechita verantwortlich zu machen. Es ist nicht das erste Mal, daß sich der Artikelschreiber in Angriffen gegen unseren Verein und seine Führung ergeht. Wir haben bisher dazu geschwiegen, weil uns die Frage der Schechita viel zu hoch steht und weil wir es in dieser Zeit nicht glaubten verantworten zu können, Auseinandersetzungen mit anderen jüdischen Beamtengruppen zum Gegenstand einer öffentlichen Polemik zu machen. Wir halten uns nun aber im Interesse unserer Kollegen verpflichtet, die grundlosen Verdächtigungen in dem angeführten Artikel mit allem Nachdruck und größter Entschiedenheit zurückzuweisen. Im übrigen lehnen wir es ab, uns mit Herrn N., der sich merkwürdigerweise bis in letzter Zeit selbst als „Lehrer" bezeichnet hat, in weitere Auseinandersetzungen einzulnssen. München, den 1. Juli 1939. M. Rosenfeld M. Adler Einzahlungen im Juni 1930 Von: Kissinger, Fürth 15.—; Schloß, Mellrichstadt 15.—; Rosenfeld, München 25.—; Berlinger, Schweinfurt 15.—; Weinstock, Theilheim 19.—; Steinhäuser, Höchberg 39.—; Stollberg, Höchberg 35.—; Reiter, Gerolzhofen 19.—; Bernstein, Zweibrücken 15.—; Samuel, Homburg 29.—; Tannenwald, Aschasfenburg 25.—; Krämer, München 35.—; Marx, Rothenburg 15.—; Berendt, Veitshöchheim 25.—; Hellmann, Würzburg 29.—; Eldod, Höchberg 29.—; Strauß, Geroda 29.—; Nußbaum, Dahn 39.—; Blumenthal, Unsleben 29.—; Kissinger, Würzburg 15.—; Strauß, Weiden 29.—; Neumann, Kassel 25.—; Gundersheimer, Brückenau 43.—; Stoll, Würzburg 49.—; Friedmann, Mainstockheim 25.—; Dr. Klugmann, München 19.—; Dr. Keßler, München 25.—; Müller, München 19.—; Lachmann, München 19.—; Adler, München 29.—; Schottland, Frankenthal 29.—; Lichtenstädter, Hamburg 19.—; Reinhold, Forchheim 15.—; Adler, Nürnberg 15.—; Kissinger, Fürth 19.—; Gutmann, Schnaittach 19.—; Anfänger, Würzburg 19.—; Erlebacher, Höchberg 59.—. Durch: Rosenfeld, München 45.—. Scheckamt Nürnberg 54 79. Würzburg, den 39. Juni 1939. A. Hellmann. Für den Inhalt der „Mitteilungen" verantwortlich: Max Adler, München. Augenmerk aus das Wichtigste und Entscheidenste zu richten, nämlich aus die Gestaltung unseres Innenlebens, wir haben verlernt, um in der Sprache der Bibel zu reden, Gott zu dienen in der rechten Weise. Wenn also Alle, welche die deutsche Heimat nährt und trägt, sich entschließen wollten, Gott zu dienen in der Weise, wie wir es soeben angedeutet, werden sie gewiß die innere Freiheit, die Freiheit des Geistes zurückgewinnen. Werden wir wohl uns bald zu einer Befreiungsfeier in dem angedeuteten Sinne rüsten können? Die Ereignisse sprechen leider nicht dafür. Oder können wir an eine Wandlung und Erneuerung glauben, solange Leidenschaften, die aus den dunkelsten Tiefen des Menschenherzens hervorquellen, ihr Spiel treiben mit den deutschen Menschen, solange etwas so Verkehrtes und Falsches wie Glaubenshaß sie irre führen darf? Und doch hoffnungslos wollen wir nicht sein, zumal nicht in einer so festlichen Stunde, wie der heutigen. Und unser Teil wollen wir dazu beitragen, daß die Kluft geringer werde, welche die Kinder des gleichen Vaterlandes heute trennt. Lauterkeit und Ehrenhaftigkeit in Gesinnung und Tat, soll das Losungswort jedes deutschen Juden sein. Unser Tun soll niemals irgendwelche Angriffsflächen darbieten. In unserer Anhänglichkeit an unser Vaterland, in unserer Liebe zur Heimat, in der gewissenhaften Erfüllung unserer staatsbürgerlichen Pflichten, soll uns niemand übertreffen können. Dann haben wir getan, was in unserer Macht steht, damit die Zeit reise für jene Befreiungsfeier, die wir noch erwarten, und erhoffen, jene Befreiungsfeier, die unser deutsches Volk erst dann begehen kann, wenn es sich selbst überwunden, und von allen Vorurteilen abgewendet, wenn es nicht nur, wie jetzt, vom äußeren Druck, sondern auch innerlich und im Geiste, in der Seele frei geworden ist. AmeN. 25jähriges Stiftungsfest des Israelitischen Frauenvereins Alzenau- Wasserlos (Ufr.). Einen in allen seinen Teilen würdigen Verlauf nahm die Feier des 25jährigen Bestehens des Israelitischen Frauenvereins Alzenau am 15. Juni 1939. Samstag vormittag entwarf in seiner Feftpredigt Herr Bezirksrabbiner Dr. Breuer von Aschaffenburg in der geschmackvoll dekorierten Synagoge ein Bild des idealen Frauencharakters Mirjam an Hand des in der heiligen Schrift verlesenen Wochenabschnitts und ermahnte die Mitglieder des Vereins zu treuem Festhalten an den Geboten. Das Dreigestirn Moses, Ahron und Mirjam möge der Gemeinde stets als Leitstern ihrem Leben vorschweben: dann wird der Verein immer feinem Ziele näher kommen. Sonntag abend fand eine weltliche Feier statt. Die Schülerin Meta Hamburger trug den von Herrn Lehrer Wechsler verfaßten Prolog vor. Hierauf begrüßte dieser im Namen Münchner Lehreinerwerkstütten FÜR KUNSTGEWERBE E.G.M.B.H. Gediegenste Einzelmöbel, Ausstattung kompletter Wohmmgen u. Villen MÜNCHEN, LUDWIGSTRASSE 26 Einzige Verkaufsstelle palästinensischer Handarbeiten Kleider für Damen und Kinder Westen - Kleiderbesähe Taschen - Gürtel - Schmuck Außerordentlich mäßige preise WallachHauptpost Deutsche Mscherei Felix Brandner G. m. ö. H. München, Thlerschstr. 21 Tel. 23 7 08 Annahmestelle auch Jägerstr. 16 Spezial-Dampfwaschanstalt, nur Herren-Stärkwäsche Augsburg A 432, Vorderer Lech

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