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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1929-09-15 · 8 (15.9.1929) · p. Seite 18

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Nr. 8 Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern 18 Treujahrwunsch-Entstehung, Liste I Bamberger Dr., Nürnberg; Berlinger, München; Blatt, Obbach; Blumenthal, Hofheim: Blumenthal, Neustadt; Bravmann, Königshofen; Edelstein, Sugenheim; Ellinger, Fürth; Eschwege, Würzburg; Frank, Straubing: Frank, Usfenheim; Fuchs, Cronheim; Hammelburger Dr., Würzburg; Hellmann, Würzburg; Krämer, München; Lautmann, Frankfurt; Levi, Burgreppach; Mandelbaum, Würzburg; Rose, Altenstadt; Rosenblatt, Memmingen; Rosenwald, Frankfurt; Sonn, Kitzingen; Stein, Berolzheim; Stoll, Würzburg; Strauß, Nördlingen; Weil, Hof; Weinstock, Theilheim; Uhlfelder, Nürnberg; Adler, Eisfeld, Glaser, Dr. Keßler, Kirschner, Kissinger F., Kissinger I., Dr. Klugmann, Lachmann, Müller, Rosenfeld; sämtliche in München. Einzahlungen im Juli 1929 Bon: Strauß, Weiden RM. 30; Sonn, Grotzlangheim 15; Pollack, Marktbreit 7.50; Sulzbacher, Hanau 15.50; Hirsch, Nürnberg 30; Neumann, Feuchtwangen 5; Fränkel, Erlangen 30; Geßner, Rostock 10; Berlinger, München 15; Mayen, Niederhochstadt 15; Stein, Regensburg 15; Weil, Hof 30; Sonn D., Würzburg 15; Rosenstein, Schopfloch 15; Anfänger, Heßdorf 5; Hetz Miltenberg 15; Kahn, Hirschaid 30; Levite, Gunzenhausen 15; Rose, Altenstadt 16; Weichselbaum, Adelsberg 15; Glaser H., München 10; Glaser S., München 15; Lachmann, München 10; Kirschner, München 16; Eisfeld, München 16; Rosenfeld, München 15; Krämer, München 20; Uhlfelder, Nürnberg 17; Rosenwald, Frankfurt 5; Bamberger, Kitzingen 30; Levi, Burgpreppach 10. Durch: Schottland, Frankenthal RM. 10; Adler, München 100; Rosenfeld, München 10; Gundersheimer, Brückenau 7. Bon: Sonn, Buttenwiesen RM. 32; Blumenthal, Hofheim 5; Heippert, Scheinfeld 15; Wechsler, Alzenau 30; Edelstein, Sugenheim 17; Blumenthal, Neustadt 3; Ellinger, Fürth 17; Frank, Straubing 32; Kannenmacher, Aub 5; Weinstock. Theilheim 18; Strauß, Nördlingen 3; Weil Hof, 3 Reinhold, Forchheim 30; Stein- Berolzheim 18; Frank, Uffenheim 3; Einstädter, Jürnberg 30; Berendt, Veitshöchheim 15; Dr. Eschwege, Frankfurt 10; Gundersheimer, Brückenau 18; Wurzmann, Schlüchtern 10; Wechsler Aschbach 15; Freudenberger, Thüngen 15; Köstrich, Ühlfeld 15; Strauß, Windsheim 15; Tannenwald, Afchaffenburg 15. Postscheckkonto Nürnberg 6479. Würzburg, 1. August 1929. M. Hellmann. Einzahlungen im August 1929 Bon: Geßner, Rostock RM. 20; Blum, Nürnberg 15; Nußbaum Neumarkt 30; Heß, Miltenberg 15; Rosenberger, Hammelburg 20 Lion, Grünstaat 15; Blatt, Obbach 17; Berlinger, München 13 Wähler, Neustadt a. d. S. 40; Kissinger, Fürth 15. Postscheckkonto Nürnberg 64 79. Bezirkskonferenz Fürth Die nächste Konferenz findet am Sonntag, dem 22. September, nachmittags 14 Uhr statt. Tagesordnung: 1. Mischna, Fortsetzung, Referent Ellinger. s 2. Die Bibel und ihre „anstößig" erscheinenden Stellen. Referent Edelstein. 3. Vereins- und Standesangelegenheiten. Bitte um pünktliches und vollzähliges Erscheinen. Blumenthal. Aus der Pfalz. — Am 2. September vollendet unser Kollege, Kantor Raphael Mandel, Jugenheim, in voller Frische und Rüstigkeit sein 70. Lebensjahr. Als eine Zierde des Kantorenstandes, ein vorbildlicher Beamter, ein wackerer Kollege und Freund, dient er in Treuen seiner Gemeinde Jngenheim seit Juli 1883, also bereits 46 Jahre lang, geliebt und geehrt von allen Mitgliedern seiner Gemeinde, wertgeschätzt von allen Bürgern des Ortes und weit darüber hinaus. Wir wünschen dem lieben Kollegen noch viele schöne Jahre in Gesundheit und Lebensfreude — ad meoh w'ehrim schonoh! vücherschau Moses Mendelssohn. Der Mensch und das Werk. Zeugnisse, Briefe, Gespräche. Herausgegeben und eingeleitet von Bertha Badt- Strauh. Weltverlag Berlin, 1929. Das vorliegende Buch stellt sich die Aufgabe, „den Menschen Moses Mendelssohn in seiner Zeit und aus seiner Zeit zu erkennen". Briefe vor allem, einzelne Abschnitte aus seinen Schriften, Urteile und Schilderungen von Zeitgenossen über ihn, Gespräche sind hier in einzelnen Kapiteln für bedeutende Epochen seines Lebens oder seines Wirkens zusammengestellt. Und Strich für Strich ergibt sich aus ihnen allen das Bild "»es Mannes und seiner Zeit: sein Leben gleitet an uns vorüber von der kümmerlichen Jugend über Arbeit und Krankheit bis zum Tod; Gestalten, die ihn auf dem Lebensweg begleiten, mit ihm oder gegen ihn wirken und die in ihrem besonderen Verhältnis zu ihm erst sein Lebensbild vollenden, werden hier, lebendig: Lessing, Nicolai, die Freunde; Lavater, der Gegner; Herder, Abbt, um nur einige zu nennen. Die Briese insgesamt sind meist einfach, beinahe alltäglich, große philosophische Fragen sind wenig angeschnitten; der Herausgeberin war es in ihrer Auswahl wohl mehr darum zu tun, das „Wie" als das „Was" seines Wirkens zu beleuchten. Nur die jüdischen Probleme seiner Zeit tauchen in ihrer ganzen Fülle und Schwere immer wieder auf. Aus allem aber ergibt sich Zug um Zug die Größe des Mannes und seines Werkes, wie sie nun oft in Büchern und Zeitungen geschildert wurde; nur daß sie hier viel unmittelbarer und anspruchsloser — sei es aus Zeugnissen von ihm oder über ihn — zu uns spricht. Und das macht den absoluten Wert dieses Buches aus. Eine Einleitung der Herausgeberin gibt die Richtlinien; Quellenangaben im Inhalts-Verzeichnis zeugen für den wissenschaftlichen Wert des Buches; einzelne Abbildungen erhöhen die Anschaulichkeit. Das Buch ist jedem jüdischen Haus zu empfehlen. Beathe Rosenfeld. Festgabe zum zehnjährigen Bestehen der Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Akademie-Verlag Berlin. Man muß es mit lebhaftem Danke begrüßen, daß uns die Akademie diese Festgabe auf den Tisch legt, gibt sie doch damit weiteren Kreisen Gelegenheit, Einblick in ihr Werk, das in jedem Sinne ein Aufbauwerk genannt werden darf, zu gewinnen. Solche Einblicke sind förderlich, ja notwendig! Denn wie die Früchte, die am Baume der Wissenschaft reisen, letztlich der Allgemeinheit zu gute kommen, so muß sich anderseits das Wurzelwerk aller wissenschaftlichen Arbeit tief Hineinstrecken in den Boden der Gemeinschaft, um von dort immer neue Kraft zu ziehen. Die mitten im Revolutionstrubel 1919 ins Leben gerufene Akademie hat sich eine doppelte Aufgabe gestellt. Sie erstrebt zunächst eine Verjüngung der jüdischen Wissenschaft in personalem Sinne, indem sie für die Erneuerung des jüdischen Gelehrtenstandes sorgt und die Grundlagen für ein materielles Gelehrtendasein schafft. Sie will aber auch der Wissenschaft selbst eine Verjüngung bringen durch Bildung einheitlicher und exakter Forschungsmethoden, durch den Ausbau der Akademie als Forschungsinstitut, das den Gesamtbereich der jüdischen Wissenschaft in sein Arbeitsgebiet einbezieht. Mit stolzer Genugtuung darf I. Gutmann, der mit der Darstellung der Entwicklung der Akademie die hier angedeuteten Probleme aufzeigt, auf die trotz äußerer und innerer Schwierigkeiten tm abgelaufenen Jahrzehnt erreichten Leistungen Hinweisen und wenn er das Erreichte dem Idealismus des deutschen Judentums als hohen Ruhmestitel anrechnet, so hat dieses seinerseits alle Ursache der jüdischen Gelehrtenwelt, insbesondere den Leitern der Akademre für ihre hingebende Arbeit aufs tieffte zu danken. Dem Berichte schließen sich gleichsam als köstliche Festgeschenke eine Reihe von Aufsätzen an: Gustav. Bradt. Von Leo Baeck. — Die Idee der Religion bei Lessing und Mendelssohn. Von Ernst Cassirer. — Ein ungedruckter Vortrag Hermann Cohens über Spinozas Verhältnis zum Judentum. Eingeleitet von Franz Rosenzweig. — Zum Problem der jüdischen Literaturgeschichte. Von Jsmar Elbogen. — Ursprung und Wesen des Antisemitismus im Altertum. Von Isaak Heinemann. — Es ist zu wünschen, daß die Festgabe viele Leser, die Akademie aber viele neue Freunde und Förderer finden möge. R. Für den Inhalt der „Mitteilungen,, verantwortlich: Max Adler, München.

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