Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 14 (15.7.1929)
- Article
- Protokoll der Verhandlungen der siebenten Tagung des Verbandes bayerischer israelitischer Gemeinden in Aschaffenburg am 30. Juni und 1. Juli 1929
- Date
- 1929-07-15
- Page
- Seite 228 (sequence 5)
- Language
- German
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228 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung Nr. 14 erblicken sind. Wir danken für die freundlichen Worte, die der Herr Vertreter der Staatsregierung an uns gerichtet hat, wir danken für die Fürsorge, mit der er unsere Angelegenheiten verwaltet. Wir find hoch erfreut über die Anerkennung, die er unserer stetigen Entwicklung und unserer Finanzpolitik gezollt hat und für den Appell, Treue zu bewahren der Verbandsidee. Unter den Ausgaben stellt sich als der größte Posten die Veamtenbesoldung mit 312 000 RM. dar. Ab 1. April 1928 erhalten die sämtlichen Rabbinate des Landes einen Zuschuß von 50 Prozent, das Bezirksrabbinai Schwabach 75 Prozent, das Bezirksrabbinai Neumarkt 70 Prozent. Regelmäßige Gehaltszuschüsse bekommen 56 Gemeinden: 29 in Unterfranken, 20 in Mittelstanken, 3 in Oberfranken, 1 in Schwaben, 3 in der Oberpfalz. Unser Beamtenrecht soll durch die Ihnen zugegangenen Vorlagen in nicht sehr wesentlichen Punkten ergänzt werden. Es dürfte dann wohl so ausgebaut sein, wie dies in keinem anderen deutschen Lande der Fall ist. Die Bauzuschüsse an 44 Gemeinden betragen rund 28 000 RM. Erwähnen möchte ich hier die erheblichen Zuschüsse, die wir für die Wiederherstellung der Synagoge in Heidingsfeld gegeben haben. Diese künstlerisch überaus wertvolle Synagoge, die von den Meistern der großen Würzburger Barockzeit stammt, wird vom bayerischen Staate unter den Landesdenkmälern ausgeführt. Das Bauwerk geht im Herbste seiner Vollendung entgegen. Es wird seiner ursprünglichen Bestimmung wiedergegeben und wir freuen uns, mit der Würzburger Gemeinde ein Werk geschaffen zu haben, das ebenso unserem Bekenntnisse wie dem bayerischen Lande zur Ehre gereicht. Mit besonderem Danke möchten wir hierbei der Tätigkeit des Würzburger Oberregierungsbaurats Dr. Lommel gedenken. Für soziale und kulturelle Zwecke wurden rund 245 000 RM. aufgewendet. Der Verband unterhält eine eigene Wohlfahrtsanstalt, das Landesheim (Siechenheim) in Würzburg. In unserer Gemeinschaft hat sich das Bedürfnis der Fürsorge für alte und gebrechliche Leute als besonders vordringlich erwiesen. Es hängt dies mit dem Altersaufbau unserer Gesellschaft zusammen, mit der beklagenswerten, schon öfter an dieser Stelle erwähnten Tatsache, daß es im Verhältnis viel mehr alte als junge Leute in unserer Gemeinschaft gibt. Aber die Fürsorge für das Alter ist uns religiöse Pflicht und wir entsprechen ihr wie dem Bedürfnis in gleicher Weise, wenn wir für den Ausbau unserer Anstalt eintreten. Es wird Ihnen eine Vorlage wegen der Ausgestaltung oder Verlegung des Landesheims zugehen, die ich Ihrem besonderen Wohlwollen empfehlen möchte. (Fortsetzung des Protokolls in der nächsten Nummer der Zeitung.) £ MAX NEUMAYER Kraftfahrzeuge» Kaulbachstraße 82/86 (Näh* Siegestor) Telephon 33 8 23—24 OPEL I STUDEBAKER Vertretung / SpeziahReparaturwerkstätte / Günstige Ratenzahlungen Caf€ Luitpold — Palm engarten Tabarin Luitpold neue Leitung: Hans Keckeisen Erstklassige Küche u. Wirtschaftsführung jeder Art zu mäßigen Preisen Täglich nachm, und abends Konzert, Sonn- und Feiertags nachmittags 4-Uhr-Tee Tabarin täglich Künstlerprogramm Telephon 900 65, 92 7 99 mit Tanz III III Die letzte Unwetter Katastrophe beweist die Notwendigkeit des Abschlusses einer Aus dem Reiche Jüdischer Frauenbund Aus Anregung von Frau Henriette May (Berlin) wurde Ende des Jahre 1926 die Reisesteuerkasse, nach ihrem Ableben „Henriette-May-Gedächtnisfond" genannt, gegründet, zur Ergänzung der Erholungsfürsorge des Jüdischen Frauenbundes. Sie erbittet von allen Frauen, welche die Möglichkeit einer Erholungs- oder Vergnügungsreise haben, eine kleine Reisesteuer, um Frauen, die in ehrenamtlicher Arbeit ihre Kräfte der Jüdischen Gemeinschaft widmen, eine Erholung zu verschaffen. Viele von ihnen haben in der Nachkriegszeit Vermögen und Gesundheit eingebüßt und sind nicht mehr in der Lage, aus eigenen Mitteln ihre Kräfte wiederherstellen zu können. Im Jahre 1928 konnten 26 Reisezuschüsse gewährt werden, aber wir hoffen, durch Vergrößerung unserer Mittel, in diesem Jahre diese Zahl bedeutend erhöhen zu können. Wir müssen daher Sorge tragen, daß der Gedanke der Reisesteuer sich jeder jüdischen Frau einprägt, die in der Lage ist, sich eine Reise leisten zu können. Jede Spende ist als Hilfe willkommen! Die Reisezeit beginnt! Jede Frau zahle ihre Reisesteuer an das Postscheckkonto Essen Nr. 22637, Frau Jda Koblenz, Düsseldorf. flus dem Verbände Altenstädt i. Schwaben. Einer unserer Besten ist aus ünserer Mitte für immer berufen worden. Herr Bankier Meie? Lehmann wurde in seinem 57. Lebensjahre seiner Familie und unserer kleinen Gemeinde allzu früh entrissen. Mit Herrn Lehmann ist ein glaubens- V e Sicherung Schützen Sie Ihre Gebäude mit Inventar für eine geringe Prämie gegen Sturmschaden durch Abschluß einer Sturm- Versicherung bei der Kölnische Feuer- und Kölnische Unfall-Versicherungs- Aktiengesellschaft Köln Bezirksdirektion München<Bernatzeder München 16, Postschließfach Theresienstraße 76/11 / Fernsprecher 58449 DAllARMt .FIRMA CARL V0LKERT HOFLIEFERANT MÜNCHEN MÄXIMILIÄNSTR. 41 Die alte Spezialfirma für die gepflegte Qualitätszigarre