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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1928-01-15 · 1 (15.1.1928) · p. Seite 2

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1928
Issue
1 (15.1.1928)
Article
Schulgeschichtliche Aufzeichnungen über die israelitische Volksschule Buttenwiesen
Date
1928-01-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern Nr. 1 amtierende Stefan Utz stellte Ansprüche an die israelitische Gemeinde. Utz begründete seine Forderung damit, daß bei einer Schultrennung chm das Schulgeld der israelitischen Kinder, welche die überwiegende Mehrheit der Schüler bildeten, entgehe und infolgedessen seine Fassion nicht mehr erreicht werde. Von der Lokal- und Distriktsschulinspektion sowohl, als auch von der Kgl. Regierung war dem Beschluß der israelitischen Gemeinde, eine eigene Elementarschule zu gründen, die Genehmigung bereits erteilt worden, wovon uns nachfolgendes Ernennungsdekret des Lehrers Heilbronner berichtet. II. Eröffnung der Schule Augsburg, den 28. Juni 1846. Im Namen Seiner Majestät des Königs von Bayern. Der israelitische Religionslehrer Abraham Heilbronner wird hiedurch unter Beibehaltung seiner bisherigen Eigenschaft als israelitischer Religionslehrer nunmehr auch als Schullehrer an der neugebildeten mit der Religionsschule vereinigten teutschen Schule der Juden zu Buttenwiesen, K. Landgerichts Wertingen, mit einem jährlichen Einkommen von fünfundsiebzig Gulden für die teutsche Schule unter Beibehaltung seiner bisher als Religionslehrer genossenen Bezüge ernannt, und demselben gegenwärtige Ausfertigung zugestellt, welche er dem gedachten K. Landgerichte, sowie der k. Distrikts- Schul-Jnspektion in Wertingen vorzuzeigen hat. Königliche Regierung von Schwaben und Neuburg, Kammer des Innern. An den israelitischen Religionslehrer Abraham Heilbronner in Buttenwiesen. Dessen Ernennung als Schullehrer an der teutschen Schule der Juden zu Buttenwiesen. Trotz dieser behördlichen endgültigen Genehmigung, die mit der Ernennungsurkunde ausgesprochen war, sah sich die israelitische Gemeinde gezwungen, sich mit dem obenerwähnten Lehrer Utz gütlich zu einigen. Dieses Abkommen verpflichtete die israelitische Kultusgemeinde, an Lehrer Utz vom Jahre 1846 bis zu seiner Pensionierung 1860 jährlich 80 Gulden und von 1860 bis zu seinem im Jahre 1873 erfolgten Tode jährlich 50 Gulden als „Aversum" zu bezahlen. Nach Beseittgung aller Hindernisse trat dann mit Beginn des Schuljahres 1846 die Israelitische Elementarschule ins Leben. .Der Unterricht erfolgte vorerst noch im gleichen Raume, der bisher k^r Religionsschule gedient hatte. Aber schon am 30. Juni 1846 erging vom Kgl. Landgerichte Wertingen an die israelitische Gemeinde die Aufforderung zur Auswahl eines Bauplatzes und zur Erbauung eines eigenen Schulhauses zu schreiten. Das hierüber vorliegende amtliche Schriftstück hat nachfolgenden Wortlaut: Wertingen, 30. Juni 1846. Vom Königlichen Landgerichte! Nachdem die Errichtung einer eigenen Schule und der Bau eines eigenen Schulhauses nunmehr der israelitischen Gemeinde gestattet ist, so muß vor allem zur Auswahl eines Bauplatzes geschritten werden. Die israelitische Kultusverwaltung wird daher aufgefordert, hierüber in Beratungen zu gehen, Beschluß zu fassen und diesen anher vorzulegen. Dieselbe wird bei der Auswahl gut tun, einen sachverständigen Baumeister beizuziehen, weil der Grund, auf welchem gebaut werden soll, ein nicht unerheblicher Punkt beim Bau ist, sich auch hierbei der Zustimmung der Lokalschulinspektion zu versichern. Die Vorlage des Ergebnisses wird binnen 8 Tagen gewärtigt. Der Königliche Landrichter: v. Aretin. (Fortsetzung folgt.) Von der Mitgliederversammlung Die diesjährige Mitgliederversammlung konnte sich, nachdem mit Rücksicht auf die sich ihr anschließende Tagung des Reichsverbandes jüdischer Lehrervereine von der Erstattung von Referaten abgesehen worden war, eingehend mit den vorliegenden Anträgen wirtschaftlicher und ideeller Art befassen.: Der Antrag Uhlfelder wurde vom Antragsteller selbst zurückgezogen (nur für die außerbayerischen Mitglieder wurde eine Ermäßigung des Beitrags beschlossen), die Anträge der Bezirkskonserenz München zur weiteren Beratung einem Ausschuß überwiesen. Für 1928 ist wieder Würzburg als Versammlungsort in Aussicht genommen. Mit der Versammlung soll die Einweihung des Ehrendenkmals der im Weltkriege gefallenen jüdischen Lehrer in der neuen Synagoge der Lehrerbildungsanstalt verbunden werden. Personalien Fürth. Schon wieder haben wir den Verlust eines Kollegen zu beklagen. Unser Vereinsmitglied, Studienrat Lippmann Stein/ ist am Donnerstag, dem 1. Dezember 1927, im 57. Lebensjahre durch einen Schlaganfall jäh aus dem Leben gerissen worden. Stein wirkte mehrere Jahre als Religionslehrer in Wonfurt bei Haßfurt, übernahm 1895 das hiesige Häberleinsche Mädcheninstitut und wurde, als dasselbe an die Stadt überging, als Lehrer dieser Schule mitübernommen. Seit einigen Jahren befand er sich wegen eines Kehlkopfleidens im Ruhestand. Bei der Beerdigung sprachen nach dem Rabbiner Dr. Behrens der Oberstudiendirektor des Lyzeums, Dr. Frank, Rechtsanwalt Dr. Stahl für die Loge und Lehrer Gutmann für den Lehrerverein. Dem Heimgegangenen soll in unseren Reihen ein treues Gedenken bewahrt bleiben. G. Einzahlungen im November 1927 Von: Steinhäuser, Höchberg 15.—; Eldod, Höchberg 15.—; Erlebacher, Höchberg 15.—; Hirnheimer, Höchberg 15.—; . Rosenstein, Schopfloch 10.—; Friedmann, München 7.50; Dr. Elias, Fürth 15.—; Neumann, Feuchtwangen 10.—'; Heß, Nürnberg 15.—; Friedmann, Mainstockheim 15.—;. Schmid, Ansbach 15.—; Wetzler, Ludwigshafen 30.—; Schloß, Mellrichstadt 15.—; Wechsler, Alzenau 30.—; Nußbaum, Neumarkt 30.—; Rosenbaum, Ingolstadt 30.—; Vernheimer, Nürnberg 15.—; Fränkel, Erlangen 15.—; Eschwege, Frankfurt 15.—; Eschwege, Würzbürg 30.—; Oppenheimer, Fürth 10.—; Berlinger, Schlüchtern 10.—; Neumann, Cassel 30.—; Adler, Frankfurt 15.—Liffgens, Rothenburg 15.— Cisemann, Würzburg 8.—; Anfänger, Heßdorf 15.—; Bein, Nürnberg 15.—; Heß, Miltenberg 15.—; Manes, Nürnberg 9.50; Steinberger, Kiffingen 30.—; Oppenheimer, Bamberg 15.—; Blumenthal, Unsleben 10.—; Krämer, Ansbach 5.—; Stein, Regensburg 15.—; Strauß, Geroda 30.—; Strauß, Frankfurt 30.—;' Schloß, Aschaffenburg 15.—; Reinhold, Forchheim 30.—i; Berlinger, Schweinfurt 30.—; Fulder, Treuchtlingen 15.—; Uhlfelder Louis, Nürnberg 15.—; Strauß, Weiden 15.—; Samuel, Homburg 16.—; Einstädter, Kitzingen 30.—; Adler, Schweinfurt 15.—; BluM, Jchenhausen 15.—; Rülf, Nürnberg 30.—. D u rch: Fränkel, Erlangen 22.—; Hellmann, Würzburg 10.—. Würzburg, 1. Dezember 1927. M. Hellmann. Tanz-Unterricht Lasskorn Pettenbeckslraße 5 am Rosental rosa heinzmann gesch. Fernsprecher 296487 4 Abende je 2 std. Faschings-Schnellkurse rm. 12.— / Einzelstunden Jederzeit / kl Zirkel V. rm. 3 - an Leiterin des Institut bis heute unerreichte Pädagogin / Auskunft u.Anmeldung täglich ab 10 Uhr morgens (auch Sonntags) Für den Inhalt der „Mitteilungen" verantwortlich: M. Rosenfeld, München.

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