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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1927-03-08 · 3 (8.3.1927) · p. Seite 65

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
3 (1927)
Issue
3 (8.3.1927)
Article
Die Schrift
Date
1927-03-08
Page
Seite 65 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 3 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 65 vie Schritt zu verdeutschen unternommen von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig Anläßlich des Vortrags-Zyklus, den Martin Buber im Februar in München hielt, bringen wir mit Genehmigung des Verlags Lambert Schneider (Berlin) einige Proben dieser Bibelübersetzung. Die Schöpfung Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Und die Erde war Wirrnis und Wüste. Finsternis allüber Abgrund. Braus Gottes brütend allüber den Mastern. Da sprach Gott: Licht werde! Und Licht ward. Und Gott sah das Licht, daß es gut war. So schied Gott zwischen dem Licht und der Finsternis. Dem Licht rief Gott: Tag! und der Finsternis rief er Nacht! Abend ward und Morgen ward: Ein Tag. Gott sprach: Gewölb werde inmitten der Master und fei Scheide von Master und Wasser! So machte Gott das Gewölb und schied zwischen dem Master ringsunter dem Gewölb und dem Master ringSüber dem Gewölb. Und es ward. Dem Gewölb rief Gott: Himmel! Abend ward und Morgen ward: zweiter Tag. Gott sprach: Das Master unterm Himmel sammle sich an einem Ort, und das Trockene erscheine! Und es ward. Dem Trockenen rief Gott: Erde! und der Sammlung der Master rief er: Meere! Und Gott sah, daß es gut war. Gott sprach: Sprießen laste die Erde Gesproß, Kraut, das Samen samt, Fruchtbaum, der nach seiner Art Frucht trägt, darin sein Same ist, auf der Erde! Und es ward. Di« Erde trieb Gesproß, Kraut, das nach seiner Art Samen samt, Baum, der nach seiner Art Frucht trägt, darin sein Same ist. Und Gott sah, daß es gut war. Abend ward und Morgen ward: dritter Tag. Gott sprach: Leuchten seien am Gewölb des Himmels, zwischen Tag und Nacht zu scheiden, daß sie werden zu Malen, so für Gezeiten so für Tage und Jahre, und seien Leuchten am Gewölb des Himmels, über die Erde zu scheinen! Und es ward. So machte Gott die zwei großen Leuchten, die größre Leuchte zur Herrschaft des Tages und die kleinre Leuchte zur Herrschaft der Nacht, und die Sterne. Gott setzte sie ans Gewölb des Himmele, über die Erde zu scheinen, Tag und Nacht zu beherrschen, zu scheiden zwischen dem Licht und der Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war. Abend ward und Morgen ward: vierter Tag. Gott sprach: Das Master wimmle, ein Wimmeln lebenden Wesens, und Gevögel fliege über der Erde vor dem Gewölb des Himmels! So schuf Gott die großen Wale und alle lebenden regen Wesen, welche das Master hervorwimmelte, nach ihren Arten, und alle beschwingten Vögel nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war. Gott segnete sie und sprach: Fruchtet und mehrt euch und füllt das Master in den Meeren, und das Gevögel mehre sich über der Erde! Abeno ward und Morgen ward: fünfter Tag. Gott sprach: Die Erde treibe lebendes Wesen nach seinerr Art, Vieh, Gewürm und das Getier des Feldes nach seiner Art! Und eö ward. So machte Gott das Getier des Feldes nach seiner Art und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Ackers nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Gott sprach: Machen wir Menschen in unserem Bilo nach unserem Gleichnis! Sie sollen walten unter den Fischen des Meers, den Vögeln des Himmels, allem Getier der Erde und allem Gewürm, das auf Erden sich regt. So schuf Gott den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn, männlich, weiblich schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Fruchtet und mehrt euch und füllet die Erde und werdet ihrer mächtig! Waltet unter den Fischen des Meers, den Vögeln des Himmels und allem Getier, das auf Erden sich regt! Und Gott sprach: Hier gebe ich euch alles Kraut, das Samen sät, auf der ganzen Erde und-jeglichen Baum mit samensäender Baumfrucht, euch sei eS zur Speise, und allen Tieren des Felds, allen Vögeln des Himmels, allem was auf Erden sich regt, darin lebendes Wesen ist, alles Grün der Kräuter zur Speise. Und es ward. Da sah Gott alles, was er gemacht hatte: ja, eS war sehr gut. Abend ward und Morgen ward: der sechste Tag. Vollendet waren der Himmel und die Erde, mit ihrem ganzen Heer. Da vollendete Gott im siebenten Tag die getane Arbeit und feierte am siebenten Tag von aller getanen Arbeit.

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