Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Journal
- Bayerische israelitische Gemeindezeitung
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 1 (1.1.1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2727810-2727823-2727824--00669-2729337- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 1 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 17 lZekanntmachungen der Israelitischen kullusgemeinde München Betreff: Aufwertung. Zum Zwecke der Aufwertung der durch die Inflation entwerteten Kapitalsanlagen (Hypothekenpfandbriefe, Anleihen des Staates und der Länder, Jndustrieobligationen u. a.) muffen gegenwärtig auf Grund des Aufwertungs- und des Anleiheablöfungsgefetzes vom 16. Juli 1925 die entsprechenden Anträge bei den Anmeldungsstellen eingereicht werden. (Bgl. unsere Ausschreibungen vom 6. November und 3. Dezember 1925.) Eine besondere Berücksichtigung erfahren bei der Aufwertung die Besitzer von Markanleihen des Reiches und der Länder, die diese Werte bereits vor dem 1. Juli 1920 in Besitz gehabt haben und als bedürftig anzusehen sind. Dies ist der Fall bei Personen, deren Jahreseinkommen Mark 800.— nicht übersteigt. Solche Personen erhalten unter gewissen Voraussetzungen neben der Ablösungsschuld und den Auslosungsrechten eine Vorzugsrente bis zu 800 Reichsmark im Jahr, die bei Personen über 60 Jahren bis auf 1000 und 1200 Reichsmark erhöht werden kann. Die hier in Frage stehenden Bestimmungen sind in mehreren Gesetzen und Verordnungen verteilt, so daß es einer genauen Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen bedarf, um im Einzelfall zu wissen, wo Rechte gewahrt werden müssen. Um die Geltendmachung aller derartigen Ansprüche zu erleichtern und zu verhindern, daß berechtigte Ansprüche aus Unkenntnis der bestehenden Bestimmungen nicht erhoben werden können, wird im Monat Januar 1926 an jedem Montag von 3—4 Uhr im Vorstandszimmer der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 7/1, eine Sprechstunde eingerichtet, in der jede gewünschte sachdienliche Auskunft durch einen mit der Materie vertrauten Juristen erteilt wird. Die strengste Diskretion wird gewährleistet. Alle zweckdienlichen Papiere (Personalausweis, Bankauszug, Depositenschein usw.) sind mitzubringen. Der Vorstand. Volkszählung 1925. Die Israeliten Bayerns verteilen sich nach dem amtlichen Ergebnis der Volkszählung vom 16. Juni 1925 wie folgt auf die einzelnen Regierungsbezirke: Oberbayern 10790 Niederbayern 348 Pfalz 7868 Oberpfalz 1181 Oberfranken 2544 Mittelsranken 13719 Unterfranken 9879 Schwaben 2834 Jnsges. 49163 Personalnachrichten Var rNizwah-Feier. 9. 1. Ernst Kitzinger, Sohn des Herrn Justizrat Dr. Wilhelm Kitzinger, Giselastraße 1. Fritz Michel, Sohn des Herrn Isidor Michel, Weilheinu 16. 1. Josef Rippstein, Israelitische Kinderhilfe, Baaderstraße 5. 23. 1. Fritz Hanauer, Sohn des Herrn Ferdinand Hanauer, Richard-Wagner-Straße 5. 30. 1. Herbert Ullmann. Sohn des verft. Herrn Karl Ullmann, Hohenstaufenstraße 6/:(. 30. 1. Wilhelm Weißmann, Sohn des Herrn Adolf Weißmann, Karl-Theodor-Straße 45. Trauungen. 20. 12. Hugo Goldschmidt mit Frl. Hedwig Loidiller. 28. 12. Dr. Robert Bloch mit Frl. Lotte Donnerslag. Beerdigungen und Sterbefälle. 28. 11. Hoenig Zacharias, 57 I. 29. 11. Weil Pauline, 79 I. . 2. 12. Loewenthal Babette, 77 I. Köhler Louise, 74 I. 4. 12. Bamberger Carrin, 73 I. 6. 12. Weil Albert, 60 I. 9. 12. Rubinstein Berta, 52 I. 15. 12. Gundersheimer Rosl, 21 I. Sadler Nathan, 70 I. 17. 12. Ullmann Josef, 59 I. 18. 12. Maier Benno, 60 I. 20. 12. Schindel Moriz, 49 I. üdjlufi De» redaktionellen Teils. Der neue Krieg ist aus dem Marsche! Bewahren wir die Menschheit vor ihm! In einigen Tagen erscheint die neue Broschüre von Dr. jlir. Botho Laserstein, Redakteur der „Jüdisch-liberalen Zeitung" „Das Judentum ist der Friede". Sie ist zum Preise von Mk. 1.— durch die Buchhandlung „Friede durch Recht" G. m. b. H., Wiesbaden, Gartenstraße 18, zu beziehen. Der Subskriptionspreis beträgt Mk. 0.50. Dafür erhallen diejenigen das Heft, die bis zum 29. Dezember 1925 unter gleichzeitiger Einzahlung dieses Betrages, zuzüglich Mk. 0.10 für Porto und Verpackung auf das Postscheckkonto Dr. Botho Laserstein, Berlin N. 4 Nr. 58585 beim Postscheckamt Berlin N.-W. 7, bestellen. Diese Arbeit des bekannten jungen Pazifisten und Verfassers von „Rousseaus Schriften zum ewigen Frieden" dürfte berechtigtes Aufsehen Hervorrufen. Die Preissenkungsbestrebungen der Regierung stehen gegenwärtig im Vordergrund der allgemeinen Aufmerksamkeit. Der Pessimist sieht in der ganzen Bestrebung einen Schlag ins Wasser. Der Optimist ist voller Erwartung und Hoffnung: was man will, das glaubt man gern. Der Verbraucher fordert die Preissenkung als erste Voraussetzung für die Gesundung unseres Wirtschaftslebens. Der Fabrikant begrüßt die Bewegung und sagt ihr seine Unterstützung zu, bedauert aber, unter den gegenwärtigen Steuer-, Arbeits- und Lohnverhältnissen die Preise nicht ändern zu können. Auch der Groß- und Kleinhandel ist sehr dafür, aber — sagt er — die Preisherabsetzung selbst liege nicht in seiner Macht. Und die Lebensversicherung? Sie allein ist der Preissenkungsaktion längst vorausgeeilt, indem sie schon seit Jahr und Tag den Versicherungsschutz zum Vorkriegspreise gewährt. Ein Vergleich der bei der „Neuen Stuttgarter" — vgl. die Anzeige in der heutigen Nummer dieser Zeitung — geltenden Prämiensätze mit denen ihrer Vorgängerin, der rühmlichst bekannten „Alten Stuttgarter", vom Jahre 1913 zeigt, daß die heutigen Prämien fast durchweg niedriger sind als die Friedensprämien. Dazu kommt, daß die Versicherten der „Neuen Stuttgarter" aus Grund der überaus günstigen finanziellen Ergebnisse des ersten Wiederaufbaujahres 1924 und der nicht minder günstigen Entwicklung in dem jetzt zur Neige gehenden Jahre 1925 mit einer ganz bedeutenden Dividende rechnen dürfen, die sich neben den Ausschüttungen der Vorkriegszeit sehen lassen kann. Die Lebensversicherung ist also geradezu ein Vorbild für unsere deutsche Wirtschaft. Töchterpensionat Wieler Konstanz a. B. Wissenschaft!, u. hauswirtschaftl. Ausbildung. Beste Lage nächst See u.Wald. Reich!, u. kräft. Verpflegung. Auf Wunsch Prospekt