Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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6 Fischei Schajowitz aus Klausenburg, Günter Heilb o r n aus Beuthen und Paul Hirsch aus Aachen. Diese Herren besitzen zwar das Alter und die geistige Reife von Abiturienten, jedoch nicht das Reifezeugnis; über die Frage, unter welchen Bedingungen sie als ordentliche Hörer anerkannt und später zu den Prüfungen zugelassen werden können, schweben noch Verhandlungen mit der Reichsvertretung, da die Frage der Vorbildung für Rabbiner nur für alle Anstalten gleichmäßig gelöst werden kann. Am 1. Januar zählte das Seminar 40 Vollhörer. Unter den Hörern befinden sich 21 Deutsche, 8 Polen, 7 Tschechoslowakei 2 Rumänen, 2 Staatenlose. Außerdem nehmen 17 Gasthörer an einzelnen Vorlesungen teil. Die Vorbereitungskurse für Lehrerseminare in Palästina (vgl. S. 11 f. des vorigen Berichtes) sind nach wie vor gut besucht. Sie sind in zwei Gruppen eingeteilt. Zahlreiche Teilnehmer an diesen Kursen besuchen auch einzelne Vorlesungen des Seminars. Ein Anfängerkurs wird zu Ostern eingerichtet werden; Bewerber, welche mindestens die mittlere Reife besitzen, erfahren Näheres über die Aufnahmebedingungen durch Herrn Dozenten Dr. L e w k o w i t z, Wallstraße 14. Von unseren ehemaligen Hörern wurden im Berichtsjahre berufen: Herr Dr. Alexander Guttmann zum Dozenten an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, Herr Salomon Herbst zum Bezirksrabbiner in Stolp, die Herren Dr. Jo spe und Dr. Nußbaum zu Predigern in der Jüdischen Gemeinde Berlin, Herr Dr. Podhorzer an das Pädagogium in Lemberg, Herr Dr. Sänger zum Rabbiner in Melbourne, Herr Schwarz zum Landrabbiner in Hildesheim, Herr Steuer zum Bezirksrabbiner in Heidelberg. Ferner wurden einige im Prüfungsjahre stehende Kandidaten in Rabbinate berufen: Herr Schön nach Proßnitz, Herr Wechsberg nach Liegnitz, Herr Weiner nach Klatovy bei Pilsen. Im Gottesdienste der Seminarsynagoge wurde wie alljährlich der heimgegangenen Dozenten und besonders der ersten Wiederkehr des Todestages des Dozenten Dr. Speyer s. A. gedacht. Am Pessachfeste gedachten wir auch der 100. Wiederkehr des Geburtstages M. S. Zuckermandels s. A. Unsere Glückwünsche sprachen wir unserer Schwesteranstalt, dem Jewish Theological Seminary in New York, anläßlich ihres 50jährigen Bestehens aus, ferner Herrn Prof. Dr.