Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1936
- Date
- 1936-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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_A.m Sonntag, dem 26. Januar 1936, beging das Seminar die Gedächtnisfeier für seinen Stifter, den verewigten Kommerzienrat Jonas Fraenckel. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich auch der Vorsitzende des Vorstandes der Breslauer Synagogengemeinde, Herr Stadtrat L e fi, der als Ehrenkurator des Seminars eingeführt wurde, sowie unsere bewährten auswärtigen Freunde, Herr Rcehtsanwalt Dr. Klee aus Berlin, Vertreter des Preußischen Landesverbandes im Kuratorium, und Herr Arnold Wiener aus Beuthen. Der Vorsitzende, Herr Dozent Dr. L e w k o w i t z, erstattete den Jahresbricht. Er gab bekannt, daß der Manuel-Joel-Preis Herrn cand. ErichWeiner verliehen werden konnte für seine Arbeit über ״Die Auffassung der Lebensgeschichte Abrahams im rabbinischen und hellenistischen Schrifttum". Das für den Hermann-Vogelstein-Preis gestellt Thema ״Die ältesten Juden- Siedlungen in Schlesien" fand eine Bearbeitung durch Herrn cand. Rosenthal. Die Arbeit erhielt den halben Preis. Anschließend wurden die Themen der neuen Preisarbeiten bekanntgegeben. Hierauf übernahm der Unterzeichnete den Vorsitz. Sein Festvortrag behandelte das Thema ״Neue Wege in der Wissenschaft des Judentums". Anschließend entließ Herr Seminarrabbiner Dr. Ochs die jungen Rabbiner Josef Herbst, Salomon Herbst und Manfred Lubliner. Herr Dr. Hermann M. Sänger, der gleichfalls die Rabbinerprüfung bestanden hatte, war durch eine Dienstreise nach Amerika am Erscheinen bei der Feier verhindert und hat das Rabbinatsdiplom nachträglich in Empfang genommen. Im Sommersemester 1936 traten als ordentliche Hörer ein: die Herren Bernhard Gries aus Beuthen sowie Heinz Leschziner und Dr. Leo Berlinger aus Breslau..v Im Herbst wurden als ordentliche Hörer aufgenommen: die Herren Karl Weiner aus Döhlen-Freithal, Emil Altmann aus Beuthen, Moses Sucher aus Dortmund, Kurt Zwecher aus Dresden und Melech Holländer aus Chemnitz. Außer diesen Hörem, welche Vollanstalten absolviert hatten, wurden folgende Herren als außerordentliche Hörer mit der Berechtigung zur Teilnahme an allen Vorlesungen aufgenommen: