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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1935-01-01 · 1935 · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1935
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721057--006-2727559
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8 aufs tiefste. Wir danken ihm auch von dieser Stelle herzlich für seine hingebungsvolle Lehrtätigkeit auf so umfassenden Gebieten und für seine Leitung unserer Seminarbibliothek. Dank der opferbereiten Treue unserer ehemaligen Hörer gelang es uns, zu Beginn des Wintersemesters die Vorlesungen gleichwohl in vollem Umfang aufzunehmen. Die Vorlesungen des Seminarrabbiners übernahmen Herr Rabbiner Dr. Ochs aus Gleiwitz und Herr Bezirksrabbiner Dr. Wahrmann aus Oels, die Vorlesungen des Herrn Dr. Speyer s. A. und die Leitung der Seminar-Bibliothek Herr Dr. Urbach. Herr Rabbiner Eh*. Samuel Moses Ochs, geb. 16. IL 1886 in Rowno (Polen), wo sein Vater als Rabbiner amtierte, einer altangesehenen Rabbinerfamilie entstammend; absolvierte den üblichen Bildungsgang der ostjüdischen Erziehung in Cheder und Jeschiwoth, erwarb das Reifezeugnis des humanistischen Gymnasiums in Tarnopol und studierte von 1911 bis 1916 am jüdisch-theologischen Seminar in Breslau. Gleichzeitig besuchte er die hiesige Universität und studierte er orientalische Sprachen, Geschichte und Philosophie. Eine Preisarbeit des Seminars über ״Ibn Esras Leben und seine Werke'" wurde von ihr als Dissertation zur Promotion anerkannt. Die Arbeit ist in der MGWJ veröffentlicht. In den Jahren 1914 bis 1916 wurde ihm die Vertretung in einigen talmudischen Disziplinen an unserer Anstalt übertragen. Seit 1916 wirkt Herr Eh*. Ochs als Rabbiner der Synagogengemeinde in Gleiwitz. In» der MGWJ und anderen Zeit- Schriften veröffentlichte er mehrere halachische und bibelwissenschaftliche Arbeiten. Herr Rabbiner Dr. Nach um; Wahrmann, geb. 1895 in Podhajce (Polen), besuchte in Frankfurt a. M. die Oberrealschule, studierte an den Universitäten Frankfurt a. M. und Gießen semitische Philologie, alte Geschichte und Bibelwissenschaft, promovierte in Gießen mit der Schrift: E>as Sotaverfahren in der tannaitischen Literatur (in erweiterter Form erschienen unter dem Titel ״Untersuchungen über die Stellung der Frau im Judentum im Zeitalter der Tannaiten bei M. u. H. Marcus, Breslau 1933). In den Jahren 1926 bis 1929 studierte er am jüdisch-theologischen Seminar, übernahm nach Ablegung der Prüfungen 1929 das ßezirksrabbinat in Öls. Des weiteren veröffentlichte er: Die Bearbeitung der Nachträge zur Urschrift von Abraham Geiger (Verlag Madda, Frankfurt a. M.. 1928), ״Die Bedingung im biblisch-tahnudischen Recht" (in der Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft XVI. Bd. und Festschrift zum 75jährigen Bestehen des jüdisch-theologischen Seminars Bd. II. 1929) und ,,Zur Frage der zehn Märtyrer" (MGWJ 78. Jahrg. 1934). Seit 1933 hält Herr Eh־. Wahrmann am Seminar talmudische und geschichtliche Vorlesungen. Herr. Dr. Ephraim Elimelech Urbach, geb. 26. V. 1912 in Wloclawek (Polen), besuchte Cheder und Jeschiwoth, absolvierte das jüdische Realgymnasium seiner Heimatstadt, studierte 1930 bis 1933 am jüdischtheologischen Seminar und gleichzeitig an der hiesigen Universität semitische Philologie und Geschichte. 1933 wurde seihe Arbeit über ״Die Tossafistenschulen und ihre Methoden" am Seminar preisgekrönt. Seine Universitätsstudien schloß er im Oktober 1934 in Rom bei Prof. Cassuto ab. Außer kleineren Artikeln in» der MGWJ und in Qirjath Sefer veröffentlichte er ״Etudes sur la litterature polemique au moyen-äge" in REJ 1935. Weitere Arbeiten! befinden sich im Druck.. Desgleichen erklärte sich Herr Rabbiner Dr. Simonsohn wiederum in dankenswerter "Weise zur Übernahme talmudischer Vorlesungen bereit. Mit Rücksicht darauf, daß ein immer kleinerer Teil unserer Hörer die Möglichkeit hat, an der Universität zu studieren, ge-

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