Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1934
- Date
- 1934-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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15 Der Verein der Seminarfreunde hat es sich auch im Berichtsjahr angelegen sein lassen, dem Kuratorium der Kommerzienrat Fraenckelschen Stiftungen bei der Erhaltung unserer Anstalt und der materiellen Fürsorge für unsere Hörer zur Seite zu stehen. Insbesondere ist es für uns ein herzliches Bedürfnis, Herrn Hugo L e s s e r, der Jahre hindurch den Verein der Freunde mit voller Hingabe geleitet hat, bei seiner Übersiedlung nach Holland unseren innigsten Dank für alle Treue, die er unserem Seminar stets bewiesen hat, auszusprechen. Wir danken an dieser Stelle den Synagogen-Gemeinden Augsburg, Cöthen, Darmstadt, Erfurt und Stuttgart, dem Oberrat der Israeliten Badens in Karlsruhe, dem Oberrat der israelitischen Religionsgemeinden Württembergs in Stuttgart, dem Verband der israelitischen Gemeinden Bayerns in München und insbesondere der Synagogengemeinde Breslau für die stete Förderung, die sie unserer Anstalt erwiesen haben. Vor allem gilt unser Dank der Reichs Vertretung der deutschen Juden für die intensive Arbeit zur Erhaltung der Rabbinerbildungsanstalten, als den zentralen Institutionen jüdischer Kultur in Deutschland. Gleichwohl reichten die aus diesen Quellen unserer Anstalt zur Verfügung gestellten Mittel nicht hin, um unseren Aufgaben gerecht zu werden. Wir hoffen zuversichtlich, daß die Reichsvertretung der deutschen Juden wie die Gemeinden sich der Erkenntnis nicht verschließen werden, daß der Fortbestand des jüdisch-theologischen Seminars in Breslau nur durch die vorsorgliche Bereitstellung der erforderlichen Subventionen zu sichern und zu gewährleisten ist. Gern entledigen wir uns der Dankespflicht gegenüber dem Obersten Rat jüdischer Gemeinden in Prag, der einer größeren Anzahl von Hörem aus der Tschechoslowakei durch Stipendien das Studium an unserer Anstalt ermöglichte. Ferner danken wir dem Förderer jüdischer Geistesarbeit Herrn Salman Schocken für die Bereitstellung zweier Vollstipendien für besonders befähigte Seminarhörer. Den Gemeinden, den Logen und allen opferbereiten Freunden, welche zur Erhaltung der Mensa academ i c a und der Studentenhilfe unseres Seminars beitrugen, gilt unser wärmster Dank.